nähere Betrachtung der Studie beikost ab 4. LM...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Donnerkind
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Re: nähere Betrachtung der Studie beikost ab 4. LM...

Beitrag von Donnerkind »

Au ja, ich mach mit beim Aufregen :wink:
Hier in meinem Umfeld habe ich den Eindruck, dass viele Mütter sich schlichtweg nicht die Zeit zum Hinterfragen nehmen. Da wird halt mit Brei angefangen, weils ja beim großen Geschwister auch so gemacht wurde. Und der Kinderarzt hat ja gesagt, und auf der Packung steht das und das. Na ist doch fein: Zeitpunkt für Brei X und Zubereitung sind klar - also wird das Kind halt so gefüttert. Und die anderen machen's ja auch so. Dann muss das ja richtig sein. Tja...
Neulich unterhielt ich mich mit einer Mutter über Beikost. Da war ihre Tochter 7,5 Monate alt und seit einem Monat abgestillt (was ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, weil sie soooo überglücklich war, dass das Stillen klappte - dann wurde mit 6 Monaten eine Flasche eingeführt, weil das Kind so einen Hunger hatte und schwuppdiwupp abgestillt. Nunja, soll sie machen, wie sie will.) und bekam Brei. Sie erzählte mir, dass sie immer ein komisches Gefühl beim Breifüttern habe. Als würde das Kind den gar nicht so gerne essen. Und beim Großen fand sie das auch schon nicht so gut. Da hab ich ihr von BLW erzählt (auch mit dem Zusatz, dass die Reinform bei Flaschenkindern möglicherweise nicht das richtige ist), und sie war ganz erstaunt, dass das Kind eben nicht ausschließlich Brei essen muss. Seitdem bekommt die Kleine auch mal Essen in die Hand gedrückt.
Ich meine, das freut mich ja, dass ich ihr etwas aus diesem engen Denken heraushelfen konnte - aber warum hat sie das nicht schon längst selbst hinterfragt? Spätestens nach ihren Erfahrungen mit dem großen Kind? Mein ihr geliehenes BLW-Buch hat sie mir übrigens neulich zurückgegeben - ungelesen, weil sie keine Zeit dafür hat.
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
CarpeDiem
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Re: nähere Betrachtung der Studie beikost ab 4. LM...

Beitrag von CarpeDiem »

Wir machen Beikost Freestyle die Zweite und kommen damit bei unseren Kindern gut zu Rande. Beide wollten früh essen und haben sich unser Essen versucht zu schnappen. Bei Katharina war ich noch unsicher, ob ich ihr so früh unser Essen geben kann mittags. Sie fand stückig und das gleiche wie wir eben besser. Hat ab 7.5 Monaten dann eben komplett mit
gegessen bei uns mittags. Mein KiA meinte auf die Frage nur, nichts mit Alkohol und Co. Was sie mag und verträgt geht und viel Spaß dabei. Und bei Annika sind wir noch mehr Freestyle unterwegs ;) jedes Kind is(s)t anders.

Wobei der Link oben nachdem 4 Monat und 4 LM etwas durcheinander wirbelt. Mir ist auch schon begegnet, dass es heißt, man kann gar nicht früh genug mit Beikost anfangen wg der Allergieprävention, da hab ich auch sparsam geguckt. Provokativ gesagt ab der Geburt oder wie?!

Annika zB wäre 6 Monate vollstillen nicht machbar, sie würde wohl ausrasten bei jedem Essen dann. Menge mach ich nach Gefühl, mal isst sie viel davon, mal wenig, wenn sonst was dabei ist beim Essen was für sie okay ist, darf sie probieren. Einfach Beikost wie sie mag und stille weiterhin nach Bedarf. Beim stillen habe ich keinen Unterschied gemerkt in Häufigkeit usw. für sie ist das Essen eben extra, was ich gut finde.

Die Babyessen Industrie hat nicht groß an uns verdient :lol: bei Katharina schon nicht und jetzt auch nicht.

Ich fände gut, wenn nicht so rigide hier geschrieben wird, als müsste einem ein Kind mit 5 Monaten leid tun, weil es isst.


Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.
am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert


K: unendlich geliebt, stolze große Schwester, wird groß
A: unendlich geliebt, wird groß, stolze große Schwester
F: unendlich geliebt, gestillt, getragen, familiengebettet, macht uns komplett


unvergessen unser Dezembersternchen Pünktchen 2012
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Carraluma
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Re: nähere Betrachtung der Studie beikost ab 4. LM...

Beitrag von Carraluma »

CarpeDiem, ich finde nicht, dass es sich hier so anhört, als müsste einem ein Baby leid tun, das man mit 5 Monaten essen lässt.
In diesem Thread geht es ja eher darum, dass einem allgemein suggeriert wird, dass nach 4 Monaten unbedingt fleischhaltiger Brei in das Kind befördert werden müsste (oft sogar inklusive der Folgerung, dies durch Vorenthalten der MuMi "erzwingen" zu müssen).
Und wenn man das nicht tun würde, wäre das ganz schlimm für die Entwicklung der Kinder. Das führt dann zur großen Verunsicherung von Eltern von Kindern, die noch nicht mit 4 oder 5 Monaten an Essen interessiert sind.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
mafe
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Re: nähere Betrachtung der Studie beikost ab 4. LM...

Beitrag von mafe »

Ich frage mich, warum Hebammen immer genau DAS erzählen? Nach 4 Monaten erst mit Karotte anfangen, dann Kartoffel nach einer Woche dazu und dann Fleisch. Warum bilden die sich nicht weiter? Bekommen die Provision oder irgendwas, wenn sie das verbreiten?

Ich wurde dadurch auch total verunsichert, weil es JEDE Mutter in meinem Umkreis so macht und die Hebammen das so empfehlen. Obwohl ich durch das SuT "wusste", dass das an sich nicht richtig ist, habe ich mich trotzdem überrollen lassen. :oops: :evil: Stillen war bei uns immer schwierig und doch tun wir es noch, aber da bin ich ja auch ein völliger Außenseiter...
mafe mit Zwergin (12/12) und Zwerg (09/15) auf dem Arm und Sternchen tief im Herzen (10/14)
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