Nachts katastrophal...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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trommelfell
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Nachts katastrophal...

Beitrag von trommelfell »

Mein Sohn ist knapp 8 Monate alt, hat tagsüber Stillabstände von 3-4 Stunden, ist da auch recht entspannt, wenn sich das mal verschiebt und es mal etwas länger dauert.
Nachts hingegen macht er mich oft wach. In etwa alle zwei Stunden, manchmal sogar öfter, ab und zu auch mal weniger. Ich beruhige ihn beim Aufwachen in der Regel mit dem Stillen und nehme an, dass er sich das inzwischen einfach angewöhnt hat (Hunger ist es m.E. nicht). Ich lege ihn um etwa 19:30 schlafen, das erste Stillen ist dann irgendwann zwischen 21:30 und 22:30. Da ich insgesamt inzwischen recht erschöpft bin, ist mein Mann vorhin (etwa 21:40) hingegangen und versucht, ihn anders zu beruhigen. Nun hat er eine halbe Stunde lang wie verrückt geschrieen. :( Jetzt gerade ist Ruhe ingekehrt... der Kleine tut mir so Leid, aber diese ständige Stillerei nachts kann so einfach nicht weitergehen.

Hat irgendjemand einen Tipp?
Batinka
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Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von Batinka »

Einen Tipp habe ich nicht wirklich für dich, aber auch hier gilt vermutlich: es ist nur eine Phase. Die wir auch hatten. Ich habe gerade mal nachgerechnet, das war auch als meine Tochter etwa acht Monate alt war. Ich ging ziemlich auf dem Zahnfleisch weil sie wochenlang nachts andauernd stillen wollte, mein Mann könnte sie nur beim ersten nächtlichen Aufwachen beruhigen, danach ging nur noch Brust. Mein größter Wunsch war, endlich mal wieder mehr als zwei Stunden am Stück schlafen zu dürfen. Sie lernte da gerade krabbeln, vielleicht hast daran gelegen.
Jedenfalls ist es besser geworden, ganz von selbst.
Stillst du nachts in Liegen, so dass du einfach mit deinem Kind einschlafen kannst? Und Versuch doch mal, nicht immer auf die Uhr zu schauen, es hat mir geholfen nicht immer nachzurechnen, wie wenig Schlaf ich jetzt schon wieder am Stück hatte.
Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.

12-10-7
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deidamaus
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Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von deidamaus »

Was du beschreibt, ist das ganz typische Verhalten. Meine haben das alle in dem Alter gemacht. Und es war bestimmt nicht nur Troststillen sondern auch ganz viel Hunger/Durst. Versuche dir das Stillen so bequem zu machen wie möglich. Das Kind nachts rumtragen zum Schlafen ist doch viel anstrengender. Vielleicht kommt er auch seltener, wenn du ihn tagsüber häufiger stillst? Vielleicht muss er nachts einfach ein bisschen Mama und Milch nachtanken.

LG
Deidamaus
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Soleia
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Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von Soleia »

Kann mich den anderen anschliessen, es ist eine Phase und wird besser (irgendwann). Ich verstehe, dass es anstrengend ist, aber rumtragen oder anders beruhigen ist anstrengender. Versuch früh ins Bett zu gehen, dann kriegst du mehr Schlaf ab. Wünsch dir viel Energie!

LG, Soleia
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dowa

Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von dowa »

Meiner ist jetzt auch fast acht Monate alt und ich stille ihn nachts manchmal nur drei Mal aber öfter eben auch mehr als acht Mal. Darum gehe ich mit ihm gegen neun ins Bett und stehe mit ihm zwischen sieben und acht auf. Das geht ganz gut.
Dumm ist nur, wenn ich einschlafe, bevor er fertig ist mit Trinken, weil er dann die Mamille verliert und meckert.
Tagsüber trinkt er häufig mindestens alle zwei Stunden. Mir stellt sich dabei nur die Frage, ob das mit dem Vollstillen so weiter geht. Es ist zwar entspannt, aber müde bin ich auch. Nur will ich ihm keinen Brei geben. An Paprika oder Möhre oder Kohlrabi hat er bisher nur gekaut und sich verschluckt. Das ist noch reines Spiel.

PS: Gibt es schon einen Thread, in dem gefragt wird, wer wie lange voll gestillt hat? Ich frage mich, was möglich ist. Meine Suche hat diesbezüglich noch nichts ergeben.
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Missy
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Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von Missy »

Meiner ist 37 Wochen alt und ich durfte letzte Nacht das erste mal 4 Stunden am Stück schlafen. Normalerweise meldet er sich ebenfalls etwa 4-8 mal pro Nacht, teilweise (halb-)stündlich.
An der Beikost liegt es nicht, er schläft an Beikost-Intensiven-Tagen sogar schlechter als an reinen Still-Tagen.

Uns hat geholfen, ihn erst später ins Bett zu bringen. Wir gehen alle zusammen um 22Uhr schlafen und seither ist es viel entspannter.
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Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von klecksauge »

Klingt normal.
Und es wird besser, von ganz allein. Mittlerweile kann sogar mein ins Bett bringen, obwohl ich da bin. Und auch ab und an mal abends beruhigen. Nachts noch nicht.

Mach es dir bequem! Es ist nur eine Phase!
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Mijoco
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Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von Mijoco »

trommelfell hat geschrieben:Hat irgendjemand einen Tipp?
Dass Babys nachts häufig stillen wollen ist wirklich ganz normal und hat nichts mit Gewöhnung zu tun. Irgendwann werden die Schlafphasen von ganz alleine länger. Das ist ein Reifungsprozess, den man nicht wirklich beschleunigen kann.

Wie schlaft ihr denn? Musst du zum Stillen aufstehen?
Der wichtigste Tipp für mich war immer, es uns so bequem wie möglich zu machen. Meine drei Kinder haben im ersten Lebensjahr alle mindestens zweistündlich gestillt. Wir haben gemeinsam in einem Bett geschlafen, so konnte ich im Halbschlaf stillen oder auch einfach dabei wieder weiter schlafen. Hätte ich aufstehen müssen, weiß ich nicht wie ich das überstanden hätte.
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klecksauge
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Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von klecksauge »

klecksauge hat geschrieben:Klingt normal.
Und es wird besser, von ganz allein. Mittlerweile kann sogar mein ins Bett bringen, obwohl ich da bin. Und auch ab und an mal abends beruhigen. Nachts noch nicht.

Mach es dir bequem! Es ist nur eine Phase!
Da fehlt ein Wort...
Mein Mann kann ihn hinlegen.
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trommelfell
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Re: Nachts katastrophal...

Beitrag von trommelfell »

Batinka hat geschrieben:Einen Tipp habe ich nicht wirklich für dich, aber auch hier gilt vermutlich: es ist nur eine Phase. Die wir auch hatten. Ich habe gerade mal nachgerechnet, das war auch als meine Tochter etwa acht Monate alt war. Ich ging ziemlich auf dem Zahnfleisch weil sie wochenlang nachts andauernd stillen wollte, mein Mann könnte sie nur beim ersten nächtlichen Aufwachen beruhigen, danach ging nur noch Brust. Mein größter Wunsch war, endlich mal wieder mehr als zwei Stunden am Stück schlafen zu dürfen. Sie lernte da gerade krabbeln, vielleicht hast daran gelegen.
Jedenfalls ist es besser geworden, ganz von selbst.
Stillst du nachts in Liegen, so dass du einfach mit deinem Kind einschlafen kannst? Und Versuch doch mal, nicht immer auf die Uhr zu schauen, es hat mir geholfen nicht immer nachzurechnen, wie wenig Schlaf ich jetzt schon wieder am Stück hatte.
Als "Phase" kann man es nicht bezeichnen, weil es nie anders war. Ich verbringe die Nächte jetzt seit acht Monaten so zerhackt. In der Regel schaue ich auch nicht (mehr) auf die Uhr. Ein Mal habe ich gezählt, da waren es neun Unterbrechungen, allerdings ist es oft auch weniger.

Ja, ich stille im Liegen, er schläft auch in meinem Bett. Allerdings kann ich da meist trotzdem nicht weiterschlafen. Hinzu kommt, dass mein Brustkorb instabil ist (scheint in der ersten Schwangerschaft gebrochen(!) zu sein) und es manchmal sehr unangenehm wird, länger auf der Seite zu liegen.
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