vielen lieben Dank für Deine erste Rückmeldung. Nachstehend noch einige Informationen/Fragen von unserer Seite:
Unsere Hebamme hat selbstverständlich parallel zum Gewicht auch den "Zustand" unseres Kleinen überprüft. Und nachdem er sehr fit und aktiv ist, die Haut auch gut mit Wasser versorgt war/ist und rein optisch und wie er sich verhalten hat einen sehr gesunden Eindruck gemacht hat, war weder unsere Hebamme noch wir sehr beunruhigt.Damit lag Deine Hebamme sachlich daneben. Normal sind 5-7%, ab 7% muss man genau hinschauen, ob evtl. ein Problem vorliegt und ggf. eingreifen, und 10% Gewichtsverlust stellen bereits eine Zufütterindikation dar.
Das mit dem BES klappt wirklich gut (auch wenn es manchmal mit dem Anlegen etwas länger dauert), ich finde es aber trotzdem ziemlich umständlich. Gerade das Reinigen danach ist ziemlich nervig. Aber was macht man nicht alles für den Nachwuchs...Prima, das war klug - schön dass es mit dem BES so gut klappt.
Ich habe einmal Oxytocin als Globuli genommen, das habe ich allerdings nicht mehr hier. Nachdem das nicht gewirkt hat, haben wir Prolactin C30 probiert (PZN 01825636, Homeda Pharma GmbH).Hormone gibt's inzwischen als Homöopathika zu kaufen?!? Das war mir neu. Bist Du Dir da sicher??
Davon abgesehen: Leider gibt es keinen Beleg, dass stark verdünnte Homöopathika bei Milchbildungsproblemen wirksam sind. Wenn für Dich medikamentöse Unterstützung grundsätzlich in Frage kommt, würde ich zu Medikamenten mit belegter Wirksamkeit raten.
Ich nehme die "Aktivierten Bockshornkleekapseln" von Dr. Pandalis. Momentan nehme ich diese allerdings etwas unregelmäßiger ein. Sonst habe ich 3 mal täglich 3 Kapseln genommen. Kennst Du diese Kapseln? Sind sie gut oder kann man auch drauf verzichten?Zum Trinken: Bitte ganz normal trinken. Sowohl deutlich zu wenig als auch deutlich über den Durst getrunkene Flüssigkeit können die Milchbildung verringern.
Zu den Kapseln: Welche nimmst Du, und in welcher Dosierung?
Nein, es gibt wirklich keinerlei medizinischer Auffälligkeiten (kein übergewicht/Untergewicht oder Diabetes, Nichtraucherin, auch mein Mann raucht nicht). Schwanger wurde ich recht schnell auf natürlichem Weg und auch die Schwangerschaft und Geburt verliefen absolut problemlos. Die Plazenta hat sich auch von selbst gelöst und war komplett. Auch beim Wochenfluss gab es keinerlei Auffälligkeiten.Ja, natürlich ist Mich da - sonst würde Dein Baby wahrscheinlich 700-800 ml Zufüttermilch trinken (= durchschnittliche Tagestrinkmenge). Offenbar wird jedoch nicht GENUG Milch produziert; vielleicht finden wir ja heraus, warum.
Du schriebst, dass es keine med. Besonderheiten bei Dir gibt, aber ich frag zu Sicherheit noch mal genauer nach: Übergewicht, Untergewicht, Schilddrüsensachen, Diabetes, KiWu-Behandlung, PCOS, (Passiv-)Rauchen,... das sind neben Plazentaresten in der Gebärmutter und Fehlbildungen der Brustdrüse so die häufigsten Sachen. Ist mit dem Wochenfluss alles OK (gewesen)? Hat sich Deine Brust in der Schwangerschaft merklich verändert? Größenzunahme, Spannungsgefühl z.B.?
In der Schwangerschaft habe ich keine großen Veränderungen der Brust bemerkt (weder eine extreme Größenzunahme noch Spannungsgefühle).
Zu der Schilddrüsenfunktion kann ich nichts sagen, da ich diese schon länger nicht testen habe lassen. Ich weiß aber, dass meine Mutter und meine beiden Schwestern damit Probleme hatten/haben (weiß allerdings nicht, ob Unter- oder Überfunktion). Wer kann mir hier helfen? FÄ oder Hausarzt?
Zu evtl. Fehlbildungen der Brustdrüsen kann ich nichts sagen. Macht es Sinn, dieses untersuchen zu lassen? Gibt es hier häufig Probleme, die mit dem Stillen zusammenhängen bzw. ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich damit Probleme habe, sehr hoch? Wer ist hierfür zuständig (FÄ)?
Was mich hier sehr interessiert, ob die Einnahme von Domperidon Auswirkungen auf das Baby hat? Soweit ich weiß, geht ja der Wirkstoff in die Muttermilch über. Was bedeutet das für das Baby? Ich möchte selbstverständlich nicht, dass der Kleine irgendwelche Schäden von den Medikamenten davonträgt.Domperidon ist wohl das am häufigsten eingesetzte Laktagogum. Das müsstest Du Dir ärztlich verschreiben lassen, richtig. Es gibt auch noch einige andere Medikamente aus dieser Gruppe.
Also aus Deiner Sicht nicht allzu sinnvoll in meinem Fall?Es ist besser, wenn Du Dich lieber fachkundig beraten lässt als einfach so loszugoogeln. Syntocinon ist KEIN Laktagogum, sondern löst sozusagen künstliche Milchspendereflexe aus (damit bei ganz speziellen Störungen die Milch fließt, die schon da ist). Das hat nichts mit mangelnder MilchBILDUNG zu tun.
Was hältst Du von zusätzlichem Abpumpen um der Brust noch mehr Stimulation bzw. Anreize zu verschaffen? Ich pumpe momentan schon regelmäßig - nicht unbedingt wegen der Menge, sondern eher zur Stimulation bzw. dass die Brust die Information erhält, mehr zu produzieren.Das hier scheint mir schon der erste, naheliegendste Ansatzpunkt zu sein: Babys stillen normalerweise 8-12 mal in 24 Stunden. Diese Häufigkeit ist nötig, damit die Babys an genug Milch herankommen und damit Mütter überhaupt genug Milch bilden. Unabhängig von allen weiteren Bemühungen kann also auf jeden Fall empfohlen werden: Ab sofort mind. 8-12 mal in 24 Stunden stillen.
Das ist kein Problem. Wenn mein Mann von der Arbeit heimkommt unterstützt er mich sehr gut und nimmt mir den Kleinen auch mal ab, dass ich Zeit für mich habe...Die anstrengenden Abendstunden kennen sehr viele Mütter, auch die, die problemlos vollstillen. Hast Du jemanden, der Dich in dieser Zeit entlasten könnte? Könntest Du Dein Baby mal für ein Stündchen jemand anderem überlassen?
Gut, dann werde ich das Vorgehen auf jeden Fall so beibehalten und auch das Gewicht und die zugefütterten Mengen weiterhin dokumentieren.Danke auch für Deine vorbildlich geführte Liste, das ist hilfreich und sollte noch ein Weilchen fortgeführt werden. In der letzten Woche, also seit Wiedererreichen des Geburtsgewichts, war die Gewichtszunahme in Ordnung - ein sicherer Beleg dafür, dass die Zufüttermenge SO RICHTIG war. Derzeit sollte also weiterhin täglich rund 400-450 ml Pre zugefüttert werden. Versuch mal, diese Menge in der nächsten Zeit in diesem Bereich ungefähr konstant zu halten anstatt innerhalb weniger Tagen zwischen 275 und 570 z.B. zu schwanken. Schwankungen in der Gesamttrinkmenge (die ganz normal sind) kannst Du gut übers Stillen ausgleichen anstatt übers Zufüttern.
Ziel ist natürlich weiterhin von dem Zufüttern wegzukommen und den Kleinen nur zu stillen. Ich hoffe, dass sich das irgendwann realisieren lässt...
Liebe Grüße,
Julia