Ich lebe seit 8 Jahren mit Schlafmangel durch mehrere "Weckungen" pro Nacht.
Letzte Nacht hatte ich alle 4 Kinder in meinem 1,40m Bett. Der Große kam wegen eines Albtraums rüber, die anderen schlafen eh bei mir. Unser 3m-Familienbett mussten wir leider abbauen wg. Platzmangel und schlafen in einem Etagenbett. Oben mein Mann auf 90cm, ich unten mit den drei bis vier Kindern auf 1,40m.
Meine Kinder sind alle späte Durchschläfer und vor allem die drei jüngsten schlafen eigentlich nur mit Mamas Körperkontakt.
Der Große ist mit 4,5 Jahren in sein eigenes Zimmer gezogen. Die Mädchen haben ein Geschwisterbett in ihrem Zimmer, aber wollen nur bei mir schlafen, der Kleine schläft gar nicht ohne Mama neben sich oder noch besser eng mit mir umschlungen.
Ich genieße ihre Nähe nachts, weiß, dass ihr Schlafverhalten normal ist, aber die Enge ist schlimm. Ich will mein 3-Meter Bett zurück und einen Babybalkon (Gitterbett offen) dranbauen, aber dafür ist definitv kein Platz derzeit. Ich liege seit ein paar Monaten quer im Bett, also mit 1,70m auf 1,40m Länge, damit rechts und links von mir die Kinder kuscheln können.
Nachts werde ich wie gesagt mehrfach geweckt.
Tags halte ich mich mit viel Red Bull (ja ich weiß, das ist vor allem wegen des Zuckergehalts nicht gesund, aber Kaffee mag ich überhaupt nicht) wach und halbwegs leistungsfähig und sobald die wilde Bande abends endlich schläft (wenn alle vor 21 Uhr schlafen ist das eine Ausnahme), dann falle ich nur noch auf die Couch, will nur noch vor dem TV berieselt von einer Serie abschlaffen, aber schlafe grundsätzlich dabei ein.
Morgens muss ich raus, mein Mann macht für die Kinder den Proviant fertig, ich ziehe alle an und bring sie in Schule und Kindergarten.
Mein Mann ist selbständig und wenig zuhause. Da wird der Tag mit 4 lauten, lebhaften Kindern, die ich mich bemühe auszupowern, und einer hundemüden Mutter schon mal sehr lang.
Ich weiß, dass eine Zeit kommen wird, in der ich wieder genug Schlaf bekommen werde.
Ich möchte nichts verändern, ich will keine Verbesserungsvorschläge und auch keine Mütterolympiade in Leidensfähigkeit gewinnen.
Ich finde es normal. Aber in dieser Lebensphase gerade mal anstrengend.
Ich schreibe hier, weil ich einfach nur mal jammern dürfen möchte.
Die Einzige die Verständnis haben sind meine Mutter und mein Mann, der aber gesundheitlich angeschlagen ist und den ich jetzt noch zusätzlich entlasten muss.
In meinem Freundeskreis darf ich nicht jammern, ich bekomme dort überhaupt kein Verständnis, sondern nur noch einen oben drauf.
Über Duziduzi würde ich mich also freuen.
Und über Mütter, die schon aus dem Tunnel heraus sind und mir vom Ende aus dem Licht heraus winken

