ich wende mich an euch, weil ich grad etwas ratlos bin.
Ich habe 2 Kinder. Der Große ist 5,5 und der kleine 2,5. Mit Nr. 3 bin ich aktuell schwanger.
Den Kleinen habe ich bis er 14 Monate war voll gestillt. Wir hatten BLW/Fingerfood probiert, aber da hatte er absolut null Interesse. Er saß auch immer am Tisch, wollte aber nie probieren - ganz selten hat er mal ein Milchbrötchen gemümmelt. Danach dann immermal ein paar trockene Nudeln, oder ein Stück Kartoffel. Obst und Gemüse, Sauce oder Fleisch lehnt er komplett ab.
Mit 16 Monaten ging er in den Kiga - sehr gerne und mit viel Lust übrigens. Da hatten wir die Hoffnung, wenn er die anderen Kinder sieht, würde er schon essen. Fehlanzeige, auch da stellt er auf stur. Mal ne handvoll trockene Nudeln oder so, aber nicht wirklich so, dass man denkt er könne davon satt werden. Natürlich stillte er in der Zeit vor allem Nachts besonders viel. Man könnte schon fast voll-stillen dazu sagen, aber er aß ab und an doch mal ein Milchbrötchen, mal nen Keks oder eben Nudeln ohne Sauce oder etwas Reis oder Kartoffeln (alles natürlich ohne Sauce, ohne Gemüse und ohne Fleisch).
Nun wurde er 2 Jahre alt und es hat sich nix geändert. Bei Fleisch ist es so, dass er es regelrecht herauswürgt, wenn z.b. an einer Nudel ein kleines Stückchen Hackfleisch dran war. Wir haben aufgehört ihn ständig und immer wieder zu fragen, ob er das und das essen mag. Würde mich ja auch nerven. Er sitzt ja mit am Tisch und kann sich auch jederzeit etwas nehmen. 2 Monate nach seinem 2. Geburtstag kam nun raus, dass ich wieder schwanger bin. Etwas ungeplant aber dennoch erwünscht. Da war ich allerdings schon in der 13. SSW.
Mein Plan war, solang es geht weiter zu stillen - zumal der Kleine zu dem Zeitpunkt zumindest Abends zum Einschlafen und Nachts noch viel trank. Tagsüber ja schon länger nicht mehr. Das mit dem Stillen klappte bis November, dann bekam ich dabei solche Brustwarzenschmerzen, dass ich ihm das erklärt habe und wir versucht haben das Nachts zu lassen. Wie das so mit 2 jährigen ist, er fing natürlich mächtig an mit diskutieren, 2-3 Nächte und dann war gut. Keine Tränen, aber viiiiiel kuscheln. Seitdem ist es so, dass für ihn die Brust ganz ganz wichtig ist. Er hat Anfang Januar einmal nochmal gefragt ob da was drin ist (hat meine Brustwarze geküsst und sagte "ne, mama ist alle") und dann war gut. Seit dem abstillen ist es so, dass er die Brust immer zum einschlafen braucht. Er fäßt sie an, wenn er Nachts aufwacht, muss er sie anfassen. Ich denke das ist okay so und wird sicher auch nachlassen, dennoch habe ich etwas Angst, wie das so mit dem Baby wird. Ich bin jetzt Ende der 31. SSW.
Er hat auch einen Teddy und eine Püppi, die für ihn sehr wichtig sind, mit denen er kuschelt und die mit in den Kiga gehen, aber die Brust ersetzen sie nicht.
Wenn ich ihm Nachts manchmal sage, dass mir das grad zu viel ist (er knibbelt auch ganz gerne mal den Brustwarzen), dann diskutiert er, er weint und will noch viel mehr kuscheln. Ich sag ihm dann schon immer, dass ich, auch wenn er grad die Brust nicht streicheln kann, ich ihn ganz ganz lieb habe. Dennoch er ist so ein dolles Mamakind und ich habe Angst ihm dann, wenn das Baby da ist, nicht mehr gerecht zu werden
Hinzu kommt, dass er das Baby gar nicht will. Ganz oft spricht er von "Baby wegmachen" und so.
Mein Großer Sohn war schon immer eher ein Papakind, daher war der Bruder und jetzt das Baby für ihn ganz toll und für uns insgesamt sehr unproblematisch.
Oh man, nun hab ich euch nen riesen Roman geschrieben. Vielleicht hat ja jemand für das Essens-Brust-Problem einen Tipp für mich oder ähnliche Erfahrungen gemacht.
Viele liebe Grüße
mina