Bei uns kam die Zeit, wo ich tagsüber stundenlang entbehrlich war wirklich viele viele Monate vor der Zeit, in der ich auch nur ansatzweise ne halbe Nacht hätte wegsein können (und dann die erste Nachthälfte nach dem Einschlafen, in der er halt zuverlässig vier, fünf Stunden schlief). Selbst mit zwei Jahren führten bei meinem Sohn Versuche, ihn nachts vom Papa ohne Stillen zum Weiterschlafen zu bringen zu regelrechter Panik seinerseits - angebotenes Wasser oder Essen änderten da nichts dran. Also so richtig schlimme Verzweiflung als hätte er schlimme Schmerzen - kein einfaches Weinen oder Meckern oder Wütendsein oder so. Er war so außer sich, dass er sich zwei Stunden lang von uns BEIDEN selbst mit angebotenem Stillen nicht beruhigen ließ - aus dem Schlaf gerissen und dann nicht das vertraute Stillen zum Weiterschlafen haben zu können, hatte ihn wirklich völlig aus dem Konzept gebracht...
Dabei waren wir davon ausgegangen, dass er das gut schaffen würde, weil er tagsüber und auch oft zum Einschlafen schon gar nicht mehr stillte seit einigen Monaten - obwohl ich im Haus war. Eben nur nachts die ein bis dreimal zum Weiterschlafen. Tags und in der Einschlafzeit konnte ich problemlos ganztägig wegsein - schon seit fast einem Dreivierteljahr.
Das kann natürlich bei einem anderen Kind völlig anders sein, aber was ich sagen wollte: ich würde das im Zweifelsfall vorher einmal ausprobieren, dass Papa das Baby beruhigt nachts - und zwar in einer Nacht, in der Du greifbar wärest für den Notfall (also vielleicht im Gästezimmer übernachtest oder so). Es kann gutgehen, aber auch total vor den Baum gehen. Wie wenig ein Kind tagsüber stillt, ist da ein schlechtes "Barometer".
(Ganz davon abgesehen würde ich wohl nur für wirklich völlig unvermeidbare Dinge wie ein nicht verschiebbarer OP-Termin mit Krankenhausaufenthalt oder eine Behandlung mit radioaktiven Kontrastmitteln erwägen, ein 11 Monate altes Baby ein ganzes Wochenende inkl. der Nächte allein ohne Mama zu lassen

. Besonders wenn es noch stillt. Aber das ist meine persönliche Auffassung. Bei meinem Kind wäre das ganz ganz sicher traumatisch gewesen - obwohl es mit dem Papa (der vom 3.-14. Lebensmonat in Elternzeit zuhause war) sehr, sehr vertraut war.)