Weihnachten in die Kirche?
- avoila
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Re: Weihnachten in die Kirche?
Ich wurde wohl zum Auftritt meiner Tochter gehen, wenn sie es möchte. Der Auftritt findet halt im Rahmen des weihnachtsgottesdienstes statt. Daran wäre für mich auch nichts verlogen.
Als wir mit meinen Schwiegereltern noch in die Kirche sind an Weihnachten, habe ich auch nur meinen Mann begleitet, mir den Gottesdienst angehört und mich sonst rausgehalten.
Als wir mit meinen Schwiegereltern noch in die Kirche sind an Weihnachten, habe ich auch nur meinen Mann begleitet, mir den Gottesdienst angehört und mich sonst rausgehalten.
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
- Giraeffchen
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Re: Weihnachten in die Kirche?
mäusekind hat geschrieben: Machmal beneide die ich Leute die tief Kirchengläubig sind.
Die würde ich eher bedauern wollen.
An eine Institution zu glauben... die Menschen, die ich bisher getroffen habe, die es taten, waren einfach nur zu bedauern.
Ich für mich würde deine Anwesenheit auch nicht als verlogen empfinden. Was mag denn deine Tochter am Liebsten, das du dabei bist oder ist sie auch mit der Alternative zufrieden?
Wenn ihr deine Anwesenheit wichtig ist und du für dich damit gut umgehen kannst, dann geh ruhig.
Gott schaut eh ins Herz und nicht auf die (Vor)urteile, die kirchengläubige Menschen haben könnten, wenn sie dich sehen, wo sie dich doch sonst nie dort sehen.
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ehUrt2
Re: Weihnachten in die Kirche?
Ich bin auch nicht gläubig, würde aber ohne mit der Wimper zu zucken hin gehen.
Ich gehe auch zu kirchlichen Trauungen und Taufen von Freunden und Verwandten. Ich weiss, dass sie dieses besondere Ereignis in ihrem Leben gemeinsam mit ihren Lieben verbringen möchten und da zähl ich mich auch dazu (wenn ich eingeladen bin)
(Ich denke, für deine Tochter ist dieser Auftritt bestimmt etwas ganz besonderes
)
Ich bete nicht mit und höre auch gern mal weg, war aber immer von den Emotionen des Brautpaares oder der Eltern des Täuflings überwältigt, auch wenn ich es nie so gemacht hätte und die "Veranstaltung" für mich auch an jedem anderen Ort hätte sein können.
Ich gehe auch zu kirchlichen Trauungen und Taufen von Freunden und Verwandten. Ich weiss, dass sie dieses besondere Ereignis in ihrem Leben gemeinsam mit ihren Lieben verbringen möchten und da zähl ich mich auch dazu (wenn ich eingeladen bin)
Ich bete nicht mit und höre auch gern mal weg, war aber immer von den Emotionen des Brautpaares oder der Eltern des Täuflings überwältigt, auch wenn ich es nie so gemacht hätte und die "Veranstaltung" für mich auch an jedem anderen Ort hätte sein können.
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katpaje
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Re: Weihnachten in die Kirche?
Gegenfrage ist doch, ob du den Auftritt deines Kindes sehen möchtest und ob sie nicht enttäuscht wäre, wenn du nicht kommst. Da wäre für mich alles andere zweitrangig.
Lieben Gruß von mir mit Herrn P. (09/03), Mausi (07/07), Mops (11/10) und Frl. Mittendrein Zwetschge (07/13)
- Seerose
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Re: Weihnachten in die Kirche?
Und von wegen Glauben und so....
Ich schätze mal gerade an Weihnachten bist Du dann zusammen mit gaaaaanz, ganz vielen Ungläubigen in der Kirche.
Ich schätze mal gerade an Weihnachten bist Du dann zusammen mit gaaaaanz, ganz vielen Ungläubigen in der Kirche.
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Liebe Grüße,
Seerose
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Naturgeistli
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Re: Weihnachten in die Kirche?
Ich würde auch hingehen, wenn das Fest in einer schulaula wäre würdest du ja bestimmt gehen, und da ist es halt in einer Kirche du musst ja nicht beten oder so, versuch einfach den Auftritt deiner Tochter zu geniessen...
Liebe Grüsse von Daniela mit Strahlemann E. (09/09) und Maus N. (05.13) und Bauchbaby (02/16)
- Momolina
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Re: Weihnachten in die Kirche?
Ich habe die anderen Kommentare nicht gelesen.
Ich persönlich finde es toll und richtig, was Du Dir für Gedanken machst. Ich bin jemand, der nicht versteht, dass ungläubige überhaupt Weihnachten feiern
Aber das habe ich letztes Jahr hier im SuT gelernt!!!
Also: ich würde Deiner Tochter sagen, dass Du gerne zu ihren Auftritten gehst, es wunderbar findest, dass sie singt und im Chor ist. Aber, dass Du ein Problem mit dem Gottesdienst hast. Sag ihr, dass Du für sie hingehen würdest. Dann weiß sie, dass Du nicht magst, dass Du nicht in die Kirche gehen möchtest, aber für sie es machen würdest. Dann kann sie das entscheiden. Sie ist mit 6 Jahren dafür alt genug denke ich. Dann kann sie entscheiden, wen sie dabei haben mag und ob sie Dich unbedingt dabei haben möchte.
Ich finde es toll, dass Du Dich nicht verbiegen möchtest!
Ich persönlich finde es toll und richtig, was Du Dir für Gedanken machst. Ich bin jemand, der nicht versteht, dass ungläubige überhaupt Weihnachten feiern
Also: ich würde Deiner Tochter sagen, dass Du gerne zu ihren Auftritten gehst, es wunderbar findest, dass sie singt und im Chor ist. Aber, dass Du ein Problem mit dem Gottesdienst hast. Sag ihr, dass Du für sie hingehen würdest. Dann weiß sie, dass Du nicht magst, dass Du nicht in die Kirche gehen möchtest, aber für sie es machen würdest. Dann kann sie das entscheiden. Sie ist mit 6 Jahren dafür alt genug denke ich. Dann kann sie entscheiden, wen sie dabei haben mag und ob sie Dich unbedingt dabei haben möchte.
Ich finde es toll, dass Du Dich nicht verbiegen möchtest!
Viele Grüße, Momolina
mit drei Kindern allein im Haus
"Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten."
mit drei Kindern allein im Haus
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- Kirschquark
- Prof. Dr. SuT
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Re: Weihnachten in die Kirche?
hm, ich würde einer Sechsjährigen nicht die Verantwortung für die Entscheidung übertragen.
Das kann fürs Kind ziemlich doof (und zu schwer) sein - Mama will nicht in die Kirche, sie hat ein Problem mit dem Gottesdienst, weil sie nicht dran glaubt, aber für DICH würde sie es tun... aber Du kannst natürlich frei entscheiden, ob Mama mitmuss... äh ja...
Ehrlich gesagt sehe ich wenig Notwendigkeit zum Verbiegen, weil es eben überhaupt nicht nötig ist, an "irgendwelchen christlichen Ritualen" teilzunehmen. Es ist ja auch nicht grad die Jahreshauptversammlung der NPD oder so (da würde ich auch im meiner Tochter willen nicht hingehen).
Kirchengläubig sind schon viele Menschen, ich glaube auch an Kirchen - als meistens recht solide und interessante Bauwerke. In denen Gottesdienste aller Art und auch Konzerte stattfinden.
Das kann fürs Kind ziemlich doof (und zu schwer) sein - Mama will nicht in die Kirche, sie hat ein Problem mit dem Gottesdienst, weil sie nicht dran glaubt, aber für DICH würde sie es tun... aber Du kannst natürlich frei entscheiden, ob Mama mitmuss... äh ja...
Ehrlich gesagt sehe ich wenig Notwendigkeit zum Verbiegen, weil es eben überhaupt nicht nötig ist, an "irgendwelchen christlichen Ritualen" teilzunehmen. Es ist ja auch nicht grad die Jahreshauptversammlung der NPD oder so (da würde ich auch im meiner Tochter willen nicht hingehen).
Kirchengläubig sind schon viele Menschen, ich glaube auch an Kirchen - als meistens recht solide und interessante Bauwerke. In denen Gottesdienste aller Art und auch Konzerte stattfinden.
LG
Hannah
mit Mukolinchen *31.08.06 und Schlüpfling *03.01.13 und Sterngucker *03.09.16
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- Sakura
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Re: Weihnachten in die Kirche?
Ja, aber was wäre wenn? Oder die Jahreshauptversammlung der Bibelforscher, oder der Mormonen?Kirschquark hat geschrieben: Es ist ja auch nicht grad die Jahreshauptversammlung der NPD oder so.
Ich bin Christin (und glaube übrigens NICHT an die Kirche, sondern an Gott, aber ich glaube, das ist eine nebensächliche Begrifflichkeit), und habe daher mit Weihnachten und Kirchgang keine Probleme, im Gegenteil, aber dafür doch mit einigen anderen Veranstaltungen, gegen die ich eine tief empfundene Abneigung empfinde. Ich finde Mäusebrots Ehrlichkeit gegenüber sich selbst absolut bewundernswert. Aber wie immer mit tiefen Überzeugungen zieht das dann halt Dilemmata und Gewissenskonflikte nach sich, eben genau in solchen Situationen. Kind geht in den Chor, und jetzt singt der Chor ausgerechnet DORT!!! Ich verstehe, dass das für Mäusebrot eine schwierige Situation ist.
Abgesehen davon würde ich die entscheidung auch NICHT dem Kind aufbürden, denn das kann ja nun wahrlich nichts für die Situation.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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- Kirschquark
- Prof. Dr. SuT
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- Registriert: 21.05.2007, 21:37
Re: Weihnachten in die Kirche?
zur Jahreshauptversammlung der Mormonen oder Bibelforscher, Zeugen Jehovas oder des FC Bayerns würde ich gehen, wenn meine Tochter dort einen Auftritt hätte, zur NPD nicht.
Ich finde die Ehrlichkeit übrigens auch gut. Das sollte nicht falsch rüberkommen. Ich finde es auch gut, dem Kind das "Kennenlernen dessen, an das man nicht glaubt" zu ermöglichen - es gibt ja auch "ungläubige Eltern", die den Kindern "christlich angehauchte Freizeitaktivitäten" untersagen.
Ich finde die Ehrlichkeit übrigens auch gut. Das sollte nicht falsch rüberkommen. Ich finde es auch gut, dem Kind das "Kennenlernen dessen, an das man nicht glaubt" zu ermöglichen - es gibt ja auch "ungläubige Eltern", die den Kindern "christlich angehauchte Freizeitaktivitäten" untersagen.
LG
Hannah
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