Stillen nach der Geburt

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blueberry
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Re: Stillen nach der Geburt

Beitrag von blueberry »

Prima mit der Stillberaterin! Klar kannst Du sie jetzt schonmal kontaktieren - dann kannst Du erste Fragen stellen, z.B. in welcher Form sie Beratung anbietet: nur telefonisch? oder per Mail? Ob Du für persönliche Beratung zu ihr kommen musst (z.B. in eine Stillgruppe) oder ob sie auch zu Dir käme, wenn es zeitig Probleme z.B. mit der Saugtechnik gäbe. Oder ob sie sogar ins Krankenhaus kommen würde (oder dem dortigen Personal lieber "nicht ins Handwerk pfuschen" möchte - manchmal gibt es da schlechte Vorerfahrungen), ...

Die Stillbücher kenne ich leider nicht - da sagt Dir vielleicht nochmal jemand erfahreneres was dazu.
Zu dem von Dora Schweitzer hab ich zumindest mal ne gute Rezension gelesen - ich meine sogar in einer Fachzeitschrift, kenne es aber nicht vom Selbstlesen...
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
Seelentattoo
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Re: Stillen nach der Geburt

Beitrag von Seelentattoo »

Geh ruhig vorher zu ihr.
Ich hab in der ss nen stillvorbereitungskurs gemacht und ich war gottfroh drüber, auch wenn er mir bei unserem speziellen Problemen nicht geholfen hat (baby zappelte so sehr, dass er die ersten 6 Wochen Gepuckt werden musste beim stillen, er mochte die rechte Brust überhaupt nicht, deshalb milchstau, wollte nicht in der wiegeposition angelegt werden, dann hatte ich so viel mich die Ersten 10 Wochen, das ich getropft habe wie ein Kieslaster), es hat mir jedoch geholfen, ruhig und gelassen zu bleiben und einfach immer weiter zu machen.

Das Buch von viviane weigert hab ich mir auch bestellt im Wochenbett und es hat mir echt geholfen. Ich fand es wirklich gut aus meiner non-Profi Sicht ;-)

Euch alles gute!
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)
Seelentattoo
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Re: Stillen nach der Geburt

Beitrag von Seelentattoo »

Ps: zudem hatte ich meinem Partner gegenüber schlagende Argumente, warum ich so unbedingt stillen will, wie ich das für richtig halte, da er immer zu flaschenkost plädierte, damit baby mal durchschläft, das sei bei seinen anderen beiden Kindern auch so gewesen (die Mama, also seine ex hat aber beide nicht lange gestillt).

Und es ist echt gut, dass du dich schon jetzt informierst, denn es werden noch genug Menschen dir erzählen wollen, dass sie es besser wissen...lass sie reden und Hör auf dein Gefühl, es gibt nix besseres als stillen!!!
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saiidi
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Re: Stillen nach der Geburt

Beitrag von saiidi »

blueberry hat geschrieben:
Goldschnuppe hat geschrieben:
saiidi hat geschrieben:Liebe Annemie.
Kann dich gut verstehn. Beim ersten gings mir ähnlich wie dir.
Am hilfreichsten war bei mir bei meiner zweiten die kleine bei mir im Bett zu haben und so gut wie garnicht *aus der Hand* zu geben.
Kleine schreit evtl später mehr.
Der letzte Satz irritiert mich. Wie meinst du das? Ein Baby schreit doch nicht mehr weil es in seiner ersten Lebenszeit fast ausschließlich bei der Mama ist. Das
ist doch das Beste was ihm passieren kann. Oder hab ich dich falsch verstanden?

Ich denke, sie wollte sagen:

"Moment, mein Baby ruft mich gerade - wenn ich es später heute noch schaffe, schreib ich Dir noch mehr. Soviel jetzt erstmal von mir, ich muss mich um mein weinendes Baby kümmern" :wink:
Ja genau so war es :wink:
Leider hat sie was oder brütet was aus. In den letzten Tagen ist sie sooooooooooooooooooooooooo anstengend, quengelig, schläft schlecht, mag nicht richtig essen, hängt dauernd am Busen *nerv* :roll:
Hoffe die Phase geht bald wieder vorbei.

@annemie du hast ja eh schon jede menge tips bekommen. Stillberaterin/Stillgruppe ist super!
Wünsche dir noch einen harmonischen Stillstart.
Liebe Grüße
Saiidi

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MarinaG
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Re: Stillen nach der Geburt

Beitrag von MarinaG »

Annemie hat geschrieben:Ich nochmal.
Hab schon eine stillberaterin von der LLL gefunden, 10 Minuten weg von mir.
Macht es Sinn sie vorher schon zu kontaktieren?
Ich hab 2 Bücher, die ich geschenkt haben kann:
Stillen- vivian weigert
Stillen- Dora Schweitzer
Sind die beiden Bücher auch ok?
Soll ich mir das von gu trotzdem kaufen?
Liebe Grüße!
Ich würde Dir empfehlen schon in der Scwangerschaft die Stillberaterin zu kontaktieren und/oder Stillgruppe zu besuchen. Da kannst Du übrigens auch gute Stillbücher ausleihen.
Die besten Kinder überhaupt:
Alexander (April 2011), Katharina (Oktober 2013) und Julian (Februar 2016)
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Nautilus
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Re: Stillen nach der Geburt

Beitrag von Nautilus »

Ich denke, es ist wirklich wichtig, dass Du bestimmt auftreten kannst, dann sinkt die Gefahr eines Reinredens oder Aufdrängensschon beträchtlich - - im Fall der Fälle sollte schnell klar gemacht werden, dass nur zwei Personen über die Ernährung Eures Kindes entscheiden und diese Entscheidung auch nicht rechtfertigen müssen. Ich würde gar nicht in die Diskussion dieser Entscheidung eintreten, auch nicht, wenn Du unsicher bist. Im Zweifelsfall die Vorschläge ruhig anhören, sagen, dass Ihr Euch das überlegt und dann vielleicht die Stillberaterin anrufen. Oder nachlesen. Und dann Eure Entscheidung einfach nur mitteilen. Nicht warum, wie, weshalb oder gar verteidigen, einfach nur: wir haben uns dafür entschieden, es so und so zu machen und wünschen keine Fütterung mit Flasche/Pulvermilch etc. Meiner Erfahrung nach versuchen andere Leute einem vor allem dann die eigene Meinung aufzudrängen, wenn sie Unsicherheit spüren. Und die verspürt schließlich jedes frischgebackene Elternteil.
Nach der Geburt unseres Sohnes sagte die Säuglingsschwester der ersten Schicht beiläufig, unser Sohn müsse wegen seines Gewichts von über 4.000 g alle 4 Stunden zum Blutzuckertest, auch nachts, das "sei so", das werde "der Arzt so anordnen, weil das bei jedem Kind von über 4000 g gemacht werden" müsse. Ich war mir selbstverständlich unsicher, ob ich dem zustimmen sollte, wusste gar nicht, weshalb ein solcher Zuckertest nötig sein sollte und habe daher erstmal nur klargestellt, dass wir uns unsere Zustimmung erst einmal überlegen würden. Sie war sichtlich irritiert, dass wir überhaupt über eine Ablehnung dieser Maßnahmen nachdachten, hat aber nichts gesagt. Ich hab dann erstmal meine Beleghebamme angerufen, die meinte, man könne doch erst einmal 1 Wert nehmen lassen und dann weiterschauen. Ich muss dazu sagen, wir haben kein Diabetes-Risiko in der Familie, ich hatte keine Schwangerschaftsdiabetes und bei unserem Sohn waren die 4000 g auf 58 cm verteilt - da schien es mir doch etwas krass, ihn nur wegen seines GEwichts in die Diabetes-Risiko-Gruppe einsortieren zu lassen und ihn dem Stress einer regelmäßigen Blutzuckerkontrolle auszusetzen. Der Schwester der nächsten Schicht, die auch gar nicht anzweifelte, dass er nun eben alle vier Stunden Blut abgenommen bekäme (weil das ja bei allen Babies über 4.000 g gemacht würde...), habe ich dann nur mitgeteilt, dass wir uns dagegen entschieden hätten. Mehr nicht, nur: wir haben uns entschieden, diese Untersuchungen nicht machen zu lassen. Sie war sichtlich versucht, mir einen Vortrag zu halten, ich habe dann den Satz einfach nur wiederholt und freundlich gelächelt. Statt eines Vortrags äußerte sie daraufhin dann die Drohung (?), der Kinderarzt werde diese Entscheidung wohl nicht hinnehmen und wohl noch mal vorbeikommen, aber das hab ich ganz schnell abgebogen und nur noch gesagt, dass die Letztentscheidung ja bei uns läge und schon getroffen sei. Jetzt bin ich etwas abgeschweift/abgeschwiffen? :D, was ich sagen wollte: man hat zum einen Zeit, sich zu entscheiden (so schnell vertrocknet und verhungert kein Neugeborenes!) und wenn man klar kommuniziert, dass man die Entscheidungsgewalt hat und gedenkt, diese auch zu nutzen, wird einem auch der nötige Respekt entgegen gebracht.
Nach einer Geburt bist Du vielleicht nicht in der Lage und hast erst recht anderes zu tun, als Schwestern- und Ärzteschaft auf den neusten Stand der Stillwissenschaft zu bringen ;), daher: keine Diskussion mit ersichtlich nicht kompetentem Personal.
Liebe Grüße, Nautilus mit Sommersohn (7/12) Frühlingstochter :smilie_und_kind: :slürp* (3/17) und den zwei Herbststernen (09/11+ 11/15)
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Nautilus
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Re: Stillen nach der Geburt

Beitrag von Nautilus »

ach ja, beide genannten Bücher habe ich auch, fand sie auch sehr gut, aber ehrlich gesagt hat mir das meiste Wissen der "Grundlagen-Thread" hier im Forum gebracht! Bislang hat kein Buch, das ich gelesen habe, die biologischen Prozesse und die aktuellen Erkenntnisse so detailliert beschrieben, wie ich das hier gefunden habe. Insbesondere auch zu stillfreundlichen Zufütterungsmethoden. Ich würde die Stillberaterin im Übrigen auch vorher kontaktieren, dann ist die Hemmschwelle gerade in so einer emotional sensibeln Zeit wie direkt nach einer Geburt niedriger.
Liebe Grüße, Nautilus mit Sommersohn (7/12) Frühlingstochter :smilie_und_kind: :slürp* (3/17) und den zwei Herbststernen (09/11+ 11/15)
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samsara
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Re: Stillen nach der Geburt

Beitrag von samsara »

Ich unterschreibe bei Nautilus: Die einzigen, die die Verantwortung tragen, seid ihr. Wenn euch jemand sagt, dass er eure Entscheidung nicht verantworten kann, dann hilft es vielleicht klarzustellen, dass einzig ihr und euer Kind mit euren Entscheidungen leben müsst und niemand sonst.
Ich wünsche euch alles erdenklich Gute!
Kleiner Wolf *07/2012 und Miniwolf *07/2015
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