mein Sohn ist 15 Monate und ein sehr willenstarkes und aktives Kind. Er ist ein sehr schlechter Schläfer. Zudem hatte er die Halswirbelsäule blockiert, was leider erst vor kurzem erkannt wurde. Er ist Nachts alle 20-30 Minuten wach geworden und hat geschrien wie verrückt. Das Stillen hat ihn immer beruhigt und mich ganz schön an meine Grenzen getrieben. Vor 3 Monaten habe ich den Kinderarzt gewechselt, weil ich mich bei dem alten Arzt nicht ernstgenommen mit dieser Problematik gefühlt habe. Der neuen Kinderärztin erzählte ich von unseren Nächten und dem allgemeinem Problem das er einfach nicht in Liegeposition gebracht werden möchte. Sie stellte das Kiss-Syndrom fest und sagte mir das der Kleine Schmerzen hat, sobald er hingelegt wird. Wir sind dann zu einem Spezialisten gegangen, der den Kleinen wieder eingerengt hat und seitdem geht es etwas bergauf.
Er macht motorisch Fortschritte und schläft neuerdings auch besser. Besser ist aber lange nicht gut. Meist wird jetzt alle 1 -2 Stunden wach und fordert dann die Brust ein. Ich stille total gerne, fühle mich aber momentan total erschöpft und habe schon so einige Male übers Abstillen nachgedacht.
Dazu kommt noch, dass ohne mich einfach gar nichts geht. Er "kriecht" ständig in mich rein und überschreitet ständig meine Grenzen. Ich fühle mich manchmal als nimmt er mir die Luft zum Atmen. Ich bin ein total nähebedürftiger Mensch und genieße es eigentlich sehr dass er so anhänglich und auf mich fixiert ist, aber es ist eben immer extremer geworden, so dass ich mich langsam erdrückt fühle.
Ich bin alleinerziehend, habe 2 Kinder, bin am Ende meines Studiums und muss meine Diplomarbeit Ende diesen Monats anmelden, da der Studiengang jetzt ausläuft. 2 Mal die Woche arbeite ich noch.
Mein Kleiner geht seit ein paar Tage jetzt für 2-3 Stunden in die Kita, eine ganz kleine Gruppe (Elterinitiative), wo seine große Schwester auch ist. Das klappt total super und ich habe endlich ein bisschen Raum und Zeit für mich und die Uni.
Ich habe gestern den Entshcluss getroffen abzustillen, weil ich in der Hoffnung bin, dass dann die Nächte auch etwas besser werden und ich meine Uni auf jeden Fall erfolgreich beendet kriege. Außerdem, auch wenn es doof klingt, bin ich ein sehr geselliger Mensch und habe mit Freunden öfter mal zusammen gesessen und ein Schlückchen getrunken, wonach ich mich mittlerweile (also seit über 2 Jahren) auch immer öfter mal nach sehne. Ich habe meine Familie im Rücken, die mich viel unterstützen, aber abends mal ein paar Stündchen weggehen, geht einfach gar nicht, weil ohne mich und meine Brust
Heute Nacht habe ich es geschafft nicht zu stillen. Das Zwischenergebnis ist jetzt aber ein ganz trauriger irritierter kleiner Junge und eine gerade weinende Mama.
Wie ihr an meinem Beitrag sehen könnt, bin ich ganz schön durcheinander gerade. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll.
Ich glaube das Jonas kein Kind ist, der sich jemals alleine abstillen wird. Und ich weiß dass wenn ich länger stille dass es mir noch schwerer fallen wird und er es mir noch schwerer machen wird. Andererseit sbin ich gerade so unglücklich
War jemand vielleicht in einer ähnlichen Situation und auch so hin und hergerissen?