Angst vorm Schlafen?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Toastbrotbaby
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Angst vorm Schlafen?

Beitrag von Toastbrotbaby »

So, hatte das schon in einem anderen Thema gepostet, hoffe aber, dass ich so ein paar mehr Leute erreiche...

bei uns ist es gerade auch wieder ganz schlimm nachts... mein 2 Jaehriger tobt, er schreit, als wuerde ihm jemand was Boeses wollen und ist dabei gar nicht wirklich da (als wuerde er durch mich hindurch schauen), er schlaegt um sich und wenn man ihn anspricht oder gar beruehrt, dann wird es nur noch schlimmer... vorletzte Nacht ab Mitternacht ueber 2 Stunden und dann nach 2 Stunden wieder, da aber nicht so lange, vielleicht ne halbe Stunde...

wenn das so lange ist, kann es dann ueberhaupt ein Nachtschreck sein? dachte, dass das kuerzer ist...
momentan lauf ich echt aufm Zahnfleisch, das Schlimmste daran ist aber glaub ich, dass er, wenn er so apathisch ist nicht nur schreit, sondern mittlerweile auch weglaeuft - also in andere Zimmer - und Sachen zerstoert und sich und mir weh tut...
Leider haben wir tagsueber auch immer wieder so Situationen, er schlaeft momentan vielleicht so 7 Stunden am Tag (er ist letzten Monat 2 geworden) und das ist einfach viel zu wenig, er kommt aber einfach nicht zur Ruhe, unsere eigentlichen Rituale werden ueberhaupt nicht mehr akzeptiert, er ist einfach komplett anti schlafen, alles, was ansatzweise auf Schlaf hinweist (Tragetuch oder Bett oder ne Flasche oder seine Puppe), wird boykottiert (seiner Spieluhr hat er den Fuss kaputt gebissen)...
eigentlich ist er tagsueber gut drauf, aber es gibt so ein Zeitfenster von 10 Minuten, in dem er zum Schlafen gebracht werden muss, sonst wird es nichts mehr... wenn man das verpasst (und momentan passiert das oft, weil er wie gesagt dafuer sorgt, dass man mit so einschlaefernden Sachen nicht an ihn ran kommt) rastet er tagsueber oder abends genauso aus wie nachts (das macht er aber auch, wenn man mit so Einschlafhilfen kommt, alsoi der Boykott sieht dann auch so aus)...

wir hatten frueher schonmal das Problem, da hat er immer, wenn er muede war seinen Kopf ueberall gegen gehauen, aber nur an Sachen, die ihm auch tatsaechlich weh getan haben, wie die Fliesen oder im Bett der Bettpfosten... nun verletzt er sich nicht mehr selber, dafuer aber mich - blutige Nase gabs schon oefter mal - oder wer oder was sonst noch so da ist...
Als er noch kleiner war, waren wir deswegen beim Osteopathen, der hat uns gezeigt, wie wir ihm andere Impulse geben koennen, aber leider hilft uns das nun auch nicht...
In den Situationen ist Ansprechen oder gar Anfassen das Schlimmste, was man machen kann, dann wird das alles naemlich noch viel viel schlimmer...

die bisherigen Ratschlaege, die ich bekommen habe, waren eher "du musst Einschlafrituale einfuehren" ich moechte dann immer laut lachen, die Menschen denken immer, dass ich das noch nicht versucht haette... :-/
Ich will einfach nicht, dass er schreiend einschlaeft und dann schreiend wieder aufwacht, ich moechte ihm gerne helfen, aber ich weiss einfach nicht wie... dann gehts wieder fuer ein paar Wochen und er schlaeft ohne Probleme ein und durch und tagsueber ist er das zuckersuesseste Kind auf der Welt und dann, wenn ich mich gerade an Schlaf gewoehnt hab, ist es wieder so...

So, bitte sagt was Schlaues, ich mag nicht mehr... :(



ach und vielleicht noch als Zusatzinformation - wir hatten nen ziemlich bescheidenden Start - im Geburtszimmer wurde er schon zweimal wiederbelebt und lag dann erstmal auf der Intensivstation fuer 3 Wochen - er wurde mit einer Lungenentzuendung geboren... Schlafprobleme hatten wir von Anfang an, mittlerweile aeussern sie sich halt nur anders... am Anfang wurde mir gesagt, dass es von der Geburt kommen wuerde wahrscheinlich - er war halt auch eh immer sehr anhaenglich - ich kann mir denken, dass es vielleicht noch immer die selbe Problematik sein koennte, aber ich suche auch einfach nach einem warum... :roll:
Ich hab einfach das Gefuehl, dass er Angst vorm Schlafen hat...
:D
Sternenfaengerin
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von Sternenfaengerin »

oh, das hört sich heftig an :(

spezifisch kann ich nicht wirklich was beitragen... nur, dass es diese anti-schlaf-haltung um den 2. geb. herum (eigentlich eher richtung 2,5 wenn ich zurückdenke) hier auch ne zeitlang gab.
gehts bei euch denn auch ums EINschlafen???
ich konnte jetzt nicht so ganz herauslesen, ob es eher ein aufwachen in der nacht ist oder das einschlafen an sich?

wir sind echt gut damit gefahren ihn einfach bei uns zu lassen... er schläft dann auf der couch ein. wenn er noch spielen will, darf er das, wenn nicht, auch gut, dann kuscheln, buch lesen, singen, aber halt alles im wohnraum, wo wir zu dritt sind. ich glaube (hoffe) das hat ihm die angst vorm schlafen genommen.....

weiss nicht, ob das hilfreich für dich ist, mensch, du liest dich so verzweifelt...
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Toastbrotbaby
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von Toastbrotbaby »

bin ich gerade auch wirklich...

es ist sowohl das nachts aufwachen, als auch das Einschlafen... :-/
:D
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Toastbrotbaby
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von Toastbrotbaby »

und so haben wir das mit dem Einschlafen eigentlich auch gehandhabt, aber er kommt irgendwann an den Punkt, an dem nichts mehr gut ist, selbst Sachen, die er liebt, will er dann nicht haben, egal, was man ihm dann vorschlaegt, er will es nicht und wehrt sich dagegen...
und bei uns ist es in letzter Zeit immer erst so gegen 23 Uhr der Fall, dass er ueberhaupt einschlaeft, meistens dann leider auch schreiend und dann ist er halt kurz danach immer schon wieder wach - auch schreiend... :(
:D
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gisasz
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von gisasz »

Oh je, das hört sich echt sehr schwierig an...
Hatte schon fast vergessen, dass es bei unserem Sohn (jetzt 3), eine ganze Zeit echt ähnlich war.
Wir wussten uns auch absolut NICHT zu helfen.
Und leider kann ich mich auch überhaupt gar nicht daran erinnern, dass tatsächlich irgendwas geholfen hat.
Eigentlich hat´s bloß die Zeit gebracht...und ich habe wirklich alles probiert, was mir eingefallen ist - von ignorieren (quatsch, das geht natürlich nicht wirklich, ist ja klar...) bis richtig massiv aufwecken, ablenken (ja, auch 1-2x fernsehen habe ich versucht!!!), wirklich nen Durchbruch gab es nicht.
Trotzdem hat sich´s jetzt normalisiert.
Ein guter Schläfer wird er nie sein (zu kurz, sehr unruhig, ruft und redet viel im Schlaf, ist motorisch sehr aktiv), aber es ist ausshaltbar.
UND: Sowohl ich als auch mein Mann sind ebenso sehr "schlechte" Schläfer, wie können wir dann von unseren Kindern anderes erwarten?
Also, tut mir leid, ich habe keinen Tipp für dich, außer die Aussicht, dass ES SICHER NUR NE PHASE ist....
Ich wünsche dir Kraft!!!
Sternenfaengerin
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von Sternenfaengerin »

was ist denn mit mittagsschlaf?
macht er den?
mein kleiner hat den irgendwann angefangen zu boykottieren.... also ging garnix mehr, weder tuch, noch sonstiges und ich war mit den nerven fertig, weil ein so kleines kind (so 1,5 oder 1,3/4) m.E. den schlaf noch gebraucht hätte :-/ er wäre dann eingeschlafen, allerdings so gegen 16/17 uhr... und da war dann auch eben die konsequenz, dass er nachts erst um 0h rum schlafen wolllte...
also haben wir den mittagsschlaf dann abgeschafft und bis 19 uhr überbrückt und dann ging das auch besser...

ansonsten hat mir zur schlimmsten zeit sehr das buch the no cry sleep solution helfen können... da gehts u.a. viel um schlaffenster und sowas. elizabeth pantley, gibts auch auf deutsch, ich glaube das heisst hier schlafen statt schreien oder so. das hat mich echt gut entspannen können....
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von Toastbrotbaby »

ich werde mich mal auf die Suche nach dem Buch begeben... :)

Ueberbruecken ist bei uns leider keine gute Idee - hab ich auch versucht, das Ende vom Lied war, dass er dann zwar um 20 oder 21 Uhr geschlafen hat, aber nur so lange, wie sein Mittagsschlaf auch gedauert haette... danach war er dann eher bis 3 oder 4 wach... ich denke, er braucht den noch sehr... und er schlaeft dann in der Nacht, selbst, wenn er mal nicht aufwachsen sollte, nicht lange - Mitternacht bis 6 zB, das reicht halt einfach nicht...
:D
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von chris1179 »

Hallo,

oh je, das hört sich wirklich sehr heftig an und ich denke, dass er vermutlich schon so übermüdet ist, dass es für ihn sehr schwierig ist, in den Schlaf zu finden.

Mir kam jetzt spontan der Gedanke, wie denn seine Ernährung so aussieht. Ich habe an anderer Stelle schon gehört / gelesen, dass es Kinder gibt, die z. B. auf Fleischkonsum, Zucker oder andere Lebensmittel reagieren und dadurch unruhig / aggressiv werden. Ich habe keine Ahnung, ob sich so etwas tatsächlich auf das Schlafverhalten bzw. das Nicht-schlafen-wollen auswirken kann...

Auf jeden Fall drücke ich die Daumen, dass diese Phase bald vorüber sein wird!!!
Liebe Grüße

Christina
mit meinen beiden Mädchen
A.S. (05/11) und J.J. (09/13)

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Toastbrotbaby
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von Toastbrotbaby »

Danke fuer all die gedrueckten Daumen...
Ernaehrung waere vielleicht eine Idee... aber meinst du, dass das eine Unvertraeglichkeit sein koennte?
:D
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gisasz
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Re: Angst vorm Schlafen?

Beitrag von gisasz »

Ich habe über die Nächte nochmal nachgedacht.
Ich glaube, was bei diesen extremen Anfällen - Kind heult/schreit/kreischt, schlägt um sich, wirft sich herum, scheint aber nicht wirklich ganz "bei Sinnen" zu sein - noch m ehesten geholfen hat, war tatsächlich erstmal wecken, bis er richtig da und ansprechbar ist. Meistens hat´s zwar dann recht lange gedauert, bis wieder an Schlaf zu denken war (eben 1-2h nach Aufwachen...), aber dieses Extrem-Geschrei, das ansonsten ja eh immer wieder anfing, nachdem der kurze erneute Erschöpfunge-Schlaf zu Ende war, hat mich mehr belastet als ein waches Kind, dass nur irgendwie durcheinander ist...
Ich erinnere mich an Nächte, in denen er sich ein Buch nach dem anderen angeschaut hat (im Wozi oder Gästezimmer) und ich daneben gelegen habe und immer wieder eingenickt bin. Das war für meine Erholung besser als ein völlig panisches Kind, das nur kurz mal vor Erschöpfung einnickt.
Achja, und wenn es zwei Nächte hintereinader extrem schlimm war und ich vor der nächsten schon so richtig Angst habe, hat er auch mal schon zum Einschlafen ein Viburcol-Zäpfchen bekommen... :oops:
Weil ich genau wusste, sollte wieder ein Anfall kommen: DANN kann ich ihm sicher keins geben. Und ich habe Bach-Notfalltropfen neben dem Bett stehen gehabt...
Und: "Schlafen statt Schreien" habe ich zumindest auch gekauft und zT gelesen.
(Echt, mir war entfallen, WIE SCHLIMM das hier ne Zeitlang war...tssss...und mein Mann meinte heute Vormittag noch in nem anderen Zusammenhang, ein wichtiger Faktor bei der Erziehung sei VERGESSEN... wie war... :roll: )
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