Einer Bekannten hat ihr KiA eindringlich empfohlen, ihren Säugling (jetzt 9 Wochen, er kam aber 6 Wochen zu früh, mit 2100 g) nur noch alle 4 Stunden zu stillen und sonst mit Tee oder anders zu beruhigen: Grund - er nähme zu viel zu. In den letzten 4 Wochen wohl wöchentlich 300 g - jetzt wiegt er 4200 g.
Das schnelle Wachstum wäre schlecht für die Organe!?!
was ist Eure (Experten-) Meinung dazu?
zuviel stillen???
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wasserratte
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zuviel stillen???
Grüße von
S. mit drei kleinen Schlingeln
Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!
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Mondenkind
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Re: zuviel stillen???
Das ist totaler Humbug. Stillkinder dürfen so viel zunehmen wie sie zunehmen, an der Brust werden Kinder nicht überfüttert. 300g/Woche ist eine sehr gute, aber durchaus normale Gewichtszunahme in dem Alter. Und nebenbei bemerkt gibt es weltweit keine Leitlinie zur Säuglingsernährung, die Wasser oder Tee empfiehlt. Die Ernährung eines Säuglings geschieht durch Muttermilch oder Muttermilchersatznahrung.
Es gibt dazu durchaus gute Fachliteratur, die könnte man der/dem Frau/Herrn Doktor mal empfehlen.
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Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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wasserratte
- alter SuT-Hase
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Re: zuviel stillen???
Danke! dAs wollte ich hören.
Mich macht das so wütend, was da immer noch aus scheinbar berufenem Munde verkündet wird. Verursacht nichts als verunsicherung bei den Müttern.
Er sah die Blähungen des Säuglings übrigens auch in Zusammenhang mit dem häufigen stillen - sie legt, wenn das Kind quengelt - eben meist einfach an. Dann pennt er meist eh gleich ein.
Das ist auch Quatsch, oder? Also da einen negativen Zusammenhang zu konstruieren?
Mich macht das so wütend, was da immer noch aus scheinbar berufenem Munde verkündet wird. Verursacht nichts als verunsicherung bei den Müttern.
Er sah die Blähungen des Säuglings übrigens auch in Zusammenhang mit dem häufigen stillen - sie legt, wenn das Kind quengelt - eben meist einfach an. Dann pennt er meist eh gleich ein.
Das ist auch Quatsch, oder? Also da einen negativen Zusammenhang zu konstruieren?
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Mondenkind
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Re: zuviel stillen???
Auch das ist Quatsch, ja. Wenn er quengelt, sie anlegt und er dann zufrieden wegpennt, ist doch super. Ja, schlimm, dass Fachpersonal solche Fehlinformationen verbreitet. Es ist doch wundervoll, dass ein Frühgeborenes jetzt an der Brust so toll gedeiht. Was gibt es da schlechtzureden? Sie soll einfach so weitermachen, sie scheint alles richtig zu machen.
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Lorana
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Re: zuviel stillen???
Oje Das arme Würmchen. Mir wird ganz schlecht bei solchen Ratschlägen. Wie alt ist der KiA - 100?
Meiner kam auch 6 Wochen zu früh, mit 2280g und 45cm. Und er hat die ersten 12 Wochen pro Woche 400-500g Gewicht und 1cm Länge zugenommen. Danach hat sich's auf alle 2 Wochen ausgedehnt.Und das ist auch vollkommen normal. Man muss bedenken, dass die Kleinen ja einiges aufzuholen haben. Wir hatten in der Zeit 2 KiÄ und die Klinikärzte und alle waren begeistert wie er sich macht.
Das Wichtigste, was so Kleine brauchen, ist Nähe und Geborgenheit. Und das gibt ihnen u.a. das Stillen. Einzig im TT hatte meiner zu der Zeit mal längere Still-/Fütterpausen von dann ca 1,5-2, selten mehr Stunden (musste Anfangs zufüttern).
Bauchweh war bei uns auch ein großes Thema. Frühchen haben damit eh mehr zu kämpfen. Man muss bedenken, dass der Verdauungstrakt viel eher als vorgesehen beginnen musste, zu arbeiten. Aber auch da brachte Stillen Erleichterung (zumindest hat er sich dabei entspannt und die Luft ging leichter ab). Dazu TT, Sab und unsere "Wunderwaffe" Chamomilla. Und mit ca 4,5 Monaten war der Spuk vorbei.
Meine Empfehlung: unbedingt KiA wechseln ( vielleicht umhören wer sich gut mit Frühchen auskennt). Stillen nach Bedarf. Und immer aufs Muttergefühl hören.
Meiner kam auch 6 Wochen zu früh, mit 2280g und 45cm. Und er hat die ersten 12 Wochen pro Woche 400-500g Gewicht und 1cm Länge zugenommen. Danach hat sich's auf alle 2 Wochen ausgedehnt.Und das ist auch vollkommen normal. Man muss bedenken, dass die Kleinen ja einiges aufzuholen haben. Wir hatten in der Zeit 2 KiÄ und die Klinikärzte und alle waren begeistert wie er sich macht.
Das Wichtigste, was so Kleine brauchen, ist Nähe und Geborgenheit. Und das gibt ihnen u.a. das Stillen. Einzig im TT hatte meiner zu der Zeit mal längere Still-/Fütterpausen von dann ca 1,5-2, selten mehr Stunden (musste Anfangs zufüttern).
Bauchweh war bei uns auch ein großes Thema. Frühchen haben damit eh mehr zu kämpfen. Man muss bedenken, dass der Verdauungstrakt viel eher als vorgesehen beginnen musste, zu arbeiten. Aber auch da brachte Stillen Erleichterung (zumindest hat er sich dabei entspannt und die Luft ging leichter ab). Dazu TT, Sab und unsere "Wunderwaffe" Chamomilla. Und mit ca 4,5 Monaten war der Spuk vorbei.
Meine Empfehlung: unbedingt KiA wechseln ( vielleicht umhören wer sich gut mit Frühchen auskennt). Stillen nach Bedarf. Und immer aufs Muttergefühl hören.
Junior (01/11), noch stillend und familiengebettet; mittlerweile Laufrad fahrend