Stillprobleme mit Neugeborenem

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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KoboldMama
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Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

Hallo,

ich habe ich hier schon öfter mitgelesen, jetzt schreibe ich selbst, weil ich ein Problem mit meinem Kleinen bzw. dem Stillen habe und ich wäre dankbar für ein paar hilfreiche Tipps.

Der Kleine ist jetzt 11 Tage alt und wird bis jetzt vollgestillt. In der ersten Woche war ich mit seiner Gewichtsentwicklung noch recht zufrieden, er hat wesentlich weniger als die "erlaubten" 10% abgenommen, nur etwa 5% seines Geburtsgewichtes. Mit einer Woche wog er 100 Gramm weniger als bei seiner Geburt. Doch seit ein paar Tagen nimmt er ab, seit Samstag hat er auf meiner elektrischen Waage 60 Gramm verloren. Die Hebamme meint, es sei alles in Ordnung und er mache eine guten Eindruck. Allerdings will ich nicht erst warten, bis er grau wird und Anzeichen von Dehydrierung aufweist.

Ganz konkret habe ich das Gefühl, dass er nicht richtig trinkt. Er macht den Mund nicht weit auf und es ist praktisch unmöglich, dass er mehr als die Brustwarze in den Mund nimmt. Die Brustwarze ist zwar nicht wund, aber sie tut beim Stillen weh, ist an der Spitze weiß und plattgedrückt. Heute Morgen habe ich ihn vor und nach dem Stillen gewogen und er wog ca. 25 Gramm mehr. Das ist nicht genug, oder? Meistens trinkt er an der Brust nur kurze Zeit konzentriert, dabei schluckt er meist nach einmal Saugen. Aber nach wenigen Minuten lässt das intensive Saugen nach und er nuckelt nur noch, wobei er dann meistens eindöst. Nehme ich die Brust aus dem Mund, wird er wieder wach und schreit. Dann geht das mit der anderen Seite wieder genauso. Eigentlich könnte ich 24 Stunden lang dauerstillen bzw. ihn dauernuckeln lassen, aber er wird dabei nicht satt. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Ich bin jetzt völlig verunsichert und weiß nicht, ob er so schlecht trinkt, weil nicht mehr Milch da ist, oder ob die Milchbildung nachlässt, weil er so wenig abtrinkt. Ich hatte in den letzten Tagen das Gefühl, dass sich die Brust nach dem Trinken noch genauso anfühlt wie vorher, aber seit gestern spannt die Brust kaum noch und fühlt sich nicht mehr so voll an. Auch wenn er nachts 6 Stunden am Stück schläft, habe ich kein Problem mit einer vollen Brust. Ist das ein Zeichen für Milchmangel?

Heute will ihn die Hebamme noch einmal wiegen und wenn er dann definitiv abgenommen hat, werde ich ihn zufüttern. Ich will nicht, dass mein Baby hungert. Aber ich möchte auf Dauer nicht zufüttern, sondern würde gerne zum Vollstillen kommen. Wie kann ich das schaffen, bzw. was sollte ich beim Zufüttern beachten? Ich werde wohl mit einem Becher oder Löffel zufüttern, Schnuller kriegt der Kleine nicht. Ich muss allerdings auf Säuglingsnahrung zurückgreifen, beim Pumpen oder Ausstreichen bekomme ich nichts raus. Was kann ich tun? Und wie finde ich eine Stillberaterin, die mir hilft, den Kleinen richtig anzulegen?

Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe!
Athene79
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von Athene79 »

Hallo,
ich kann Dir leider nicht helfen, bin dafür nicht qualifiziert genug :) , aber Du solltest alle Gewichtsdaten mitteilen, die Du hast, damit die Stillberaterinnen das gut beurteilen können. An Deiner Stelle würde ich auch mit dem Zufüttern noch warten, bis Du eine Antwort bekommst. Die lässt idR nicht lange auf sich warten.
LG
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Katha
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von Katha »

Athene79 hat geschrieben:Hallo,
ich kann Dir leider nicht helfen, bin dafür nicht qualifiziert genug :) , aber Du solltest alle Gewichtsdaten mitteilen, die Du hast, damit die Stillberaterinnen das gut beurteilen können. An Deiner Stelle würde ich auch mit dem Zufüttern noch warten, bis Du eine Antwort bekommst. Die lässt idR nicht lange auf sich warten.
LG
Hallo, Willkommen hier.
Und bei Athene völlig unterschreib.
Hier steht, welche Daten die Expertinnen brauchen http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=125451
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es zw. 10-12 Tag oft einen Schub gibt, der sich in viel Clustern zeigt.
Heißt nicht, dass die Milch nicht reicht!!! Hab hier was geschrieben:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 9&start=10
Oder mal Clustern in der Suche eingeben.
Vielleicht kann Dich das ein wenig beruhigen, bis sich die Stillberaterinnen melden.
25 Gramm sind durchaus ne normale Menge, soweit ich weiß, wenn das Kind sehr oft trinkt. Kl. Hase Hat auch bei Papa dann immer so Miniportionen genommen, wenn ich mal kurz weg war. Mein Freund hat dann halt auch nur so kleine Portionen warm gemacht.
Liebe Grüße
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
KoboldMama
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

Vielen Dank für den Hinweis und die aufmunternden Worte!
Ich glaube nicht, dass er clustert, so trinkt er schon von Anfang an. Und er ist dauernd unzufrieden und sucht die Brust, deshalb glaube ich nicht, dass er richtig satt wird. Und sein Schlafverhalten kommt mir auch komisch vor. Entweder schläft er praktisch den ganzen Tag gar nicht, sondern döst nur beim Stillen ein. Oder er schläft gleich 5 oder 6 Stunden am Stück und ist auch durch nichts zu wecken.
Hier sind die Gewichtsdaten:

1. Juli: 4.070 g Hebamme (Geburtsgewicht)
6. Juli: 3.900 g Hebamme
7. Juli: 3.950 g eigene Messung
8. Juli: 3.940 g Hebamme
9. Juli: 3.910 g eigene Messung
10. Juli: 3.890 g eigene Messung
11. Juli: 3.860 g Hebamme

Entweder wurde er von der Hebamme mit der mobilen Waage oder von mir mit der elektrischen Waage gewogen.
Was ich sehr seltsam finde (war beim zweiten Kind auch schon so): Er hat in der ersten Woche zugenommen und nimmt seit der zweiten Woche kontinuierlich ab.
KoboldMama
gut eingelebt
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Registriert: 12.07.2012, 09:35

Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

Ach ja, er hatte seit letzter Woche Mittwoch, also seit acht Tagen, keinen Stuhlgang mehr. Die ersten drei Tage kam das Mekonium, dann kam einmal Übergangsstuhl und danach nichts mehr. Und pro Tag pinkelt er so an die 8 Mal.
jusl
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich willkommen hier im SuT,

ich geh mal der Reihe nach:
Ganz konkret habe ich das Gefühl, dass er nicht richtig trinkt. Er macht den Mund nicht weit auf und es ist praktisch unmöglich, dass er mehr als die Brustwarze in den Mund nimmt. Die Brustwarze ist zwar nicht wund, aber sie tut beim Stillen weh, ist an der Spitze weiß und plattgedrückt. Heute Morgen habe ich ihn vor und nach dem Stillen gewogen und er wog ca. 25 Gramm mehr.
Ich denke, da bist Du schon auf der richtigen Spur: Wenn er nicht richtig andockt, kommt er nicht an genug Milch. 25 g pro Mahlzeit ist durchaus in Ordnung, FALLS AUCH noch größere Mahlzeiten an dem Tag stattfinden (deshalb reicht es für sog. Stillproben nicht, nur ein- oder zweimal zu messen. Es müssen mind. 4-6 Proben pro Tag sein, mind 2-3 Tage lang. DAS ist dann aussagekräftig.)

Ich bin jetzt völlig verunsichert und weiß nicht, ob er so schlecht trinkt, weil nicht mehr Milch da ist, oder ob die Milchbildung nachlässt, weil er so wenig abtrinkt. Ich hatte in den letzten Tagen das Gefühl, dass sich die Brust nach dem Trinken noch genauso anfühlt wie vorher, aber seit gestern spannt die Brust kaum noch und fühlt sich nicht mehr so voll an. Auch wenn er nachts 6 Stunden am Stück schläft, habe ich kein Problem mit einer vollen Brust. Ist das ein Zeichen für Milchmangel?
Du beschreibst das exakt richtig: Wenn nicht genug Milch da ist, trinken Babys nicht gut - UND wenn Babys nicht gut trinken, dann wird die Milchmenge weniger. Das ist ein Kreislauf, der durch den Merksatz beschrieben wird: "Die Nachfrage bestimmt das Angebot". Wenn ein Baby zu selten, zu schwach oder falsch (oder in Mischformen davon) saugt, dann bedeutet das, dass das Baby nicht ausreichend nachfragt. Für die Brust wiederum bedeutet das "OK; dann brauch ich ja nicht so viel zu produzieren". Und das Baby bekommt entsprechend noch weniger Milch ab. Dieser Kreislauf MUSS UNBEDINGT durchbrochen werden, da führt nichts drumherum. Das definitiv Gute ist, dass Du Dich FRÜH GENUG gemeldet hast: Eure Chancen stehen sehr gut, dass Ihr bald problemlos vollstillen könnt, wenn Du jetzt tätig wirst.
Die Hebamme meint, es sei alles in Ordnung und er mache eine guten Eindruck. Allerdings will ich nicht erst warten, bis er grau wird und Anzeichen von Dehydrierung aufweist.

Ganz konkret habe ich das Gefühl, dass er nicht richtig trinkt.
Nichts gegen Deine Hebamme, aber: Geh lieber nach Deinem Gefühl. Meiner Erfahrung nach liegen die Mütter oft richtig! Und Deine Beschreibungen und Gewichtsdaten, siehe unten, bestätigen Deinen Verdacht.
Und sein Schlafverhalten kommt mir auch komisch vor. Entweder schläft er praktisch den ganzen Tag gar nicht, sondern döst nur beim Stillen ein. Oder er schläft gleich 5 oder 6 Stunden am Stück und ist auch durch nichts zu wecken.
Hier musst Du tätig werden. Kennst Du schon unsere Linksammlung Stillwissen? Da gibt es die Links "Wechselstillen" und "Wecktipps". Dort findest Du effektive Tipps, Dein Baby beim Stillen munter zu halten. Nicht locker lassen, geduldig und konsequent dranbleiben! Wechselstillen und das Wecken eines matten Babys ist ziemlich nervtötend, aber es MUSS SEIN, und es ist nur für kurze Dauer (meist ist innerhalb weniger Tage eine ganz erhebliche Verbesserung zu erzielen). Der Punkt ist einfach der: Ein schwach saugendes Kind bekommt nicht genug Milch, siehe oben, und dadurch wird es noch matter. Sein Stoffwechsel fährt herunter, es landet (oft unmerklich) in einer Art Hungerstoffwechsel und betreibt seine System mit Minimalenergie... Das ist nicht ungefährlich und sollte definitiv vermieden bzw. geändert werden.
1. Juli: 4.070 g Hebamme (Geburtsgewicht)
6. Juli: 3.900 g Hebamme
7. Juli: 3.950 g eigene Messung
8. Juli: 3.940 g Hebamme
9. Juli: 3.910 g eigene Messung
10. Juli: 3.890 g eigene Messung
11. Juli: 3.860 g Hebamme
Gut, dass Ihr täglich gewogen habt. Macht damit weiter (am besten ab jetzt auf DERSELBEN Waage, falls diese gut ist (moderne, elektronische Babywaage)), dann übersehen wir nichts.
Grundsätzlich ist es so, dass die Gewichtsdaten bislang schwer zu interpretieren sind. Stell Dir vor, Du hättest nur das niedrigste Gewicht und das von gestern - wäre durchaus OK als Verlauf. Der Punkt ist: "in echt" ABNEHMEN sollte ein Baby nicht. Deshalb ist es definitiv sinnvoll, jetzt weiter täglich das Gewicht zu ermitteln (unbedingt auf GUTE METHODIK achten) und zu schauen, ob dieser Trend anhält.
Ach ja, er hatte seit letzter Woche Mittwoch, also seit acht Tagen, keinen Stuhlgang mehr. Die ersten drei Tage kam das Mekonium, dann kam einmal Übergangsstuhl und danach nichts mehr. Und pro Tag pinkelt er so an die 8 Mal.
Dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass er derzeit nicht genug Milch bekommt. Säuglinge sollten in den ersten Lebenswochen eigentlich mehrmals täglich Stuhlgang haben. Unauffällige Urinmenge ist insofern erfreulich als dass sicherlich keine akute Dehydrierungsgefahr droht. Fazit: die Ausscheidungen stützen den Ansatz, jetzt tätig zu werden. UND Ihr habt aber einige Tage Zeit, Maßnahmen auszuprobieren, das ist gut.

Meine Empfehlungen sind:
* Ab sofort Wechselstillen und Wecken. Wecken tagsüber nach spätestens 2-3 Stunden (nachts nach spätestens 4), mit "allen" gängigen Mitteln (wickeln, mit Waschlappen abwischen, ausziehen usw.).
* Korrektes Andocken üben. Mund weit aufmachen, manche Babys machen das nach. Du kannst ihm den Unterkiefer im Moment des Andockens auch sanft mit dem Finger herunterdrücken (falls das "nicht geht", meld Dich nochmal, denn vielleicht hat er eine orthopädische Blockade, die das verhindert). Kinn und Nase berühren die Brust. Die BW sollte weit hinten in seinem Rachen landen. Vor dem Andocken kannst Du seine Lippen, Deine BW und den Vorhof mit einigen Tropfen Muttermilch oder Salatöl etwas flutschiger machen, das kann das Andocken erleichtern.
* Weiterhin keine Schnuller oder künstlichen Sauger.
* Notiere weiterhin sein Gewicht und seine Ausscheidungen.

Ich schlage vor, diese Maßnahmen für etwa 2 Tage konsequent zu verfolgen - Eure Chancen stehen gut, dass das schon reicht und der Knoten platzt und Zufüttern nicht nötig ist. Gleichzeitig sind 2 Tage kurz genug, als dass Du immernoch flexibel auf etwaige Schwierigkeiten reagieren kannst, dieses Vorgehen ist also praktisch risikofrei.

Was meinst Du dazu?

Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
KoboldMama
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

Liebe Julia,

vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort! Deine Vorschläge klingen toll und wir haben schon zwei Wechselstill-Sitzungen hinter uns. Ich glaube, das Wechselstillen ist für den kleinen Mann ganz schön anstrengend und bin gespannt, ob wir die zwei Tage durchstehen. Zwischendurch hat er immer Hunger und ich muss mich beherrschen, um ihm nichts extra zu geben.

Aber heute Abend, nach dem zweiten Wechselstillen, hat er wieder Stuhlgang gehabt! Ich bin echt erleichtert, dass das jetzt auch endlich wieder in Gang kommt. :D

Ich habe das richtig verstanden, dass wir also ausschließlich im Wechsel stillen sollen? Und danach könnte ich ihn dann noch nuckeln und evtl. einschlafen lassen? Im Moment stille ich ihn alle zwei Stunden und habe das Gefühl, meine Brüste glühen. Ich deute das als gutes Zeichen! Und wegen dem Andocken üben - sollen wir das irgendwie extra üben oder einfach beim Anlegen darauf achten? Der KiA hat ihn ja am Wochenende untersucht und er meinte, er habe keine Blockaden oder sonstiges.

Vorhin habe ich wieder vor und nach dem Stillen gewogen und er hatte 35 Gramm mehr. Aber ich werde jetzt nicht ständig die Trinkmenge kontrollieren, das macht mich nämlich auf die Dauer ganz nervös. Aber Gewicht und Ausscheidungen werde ich notieren.

Liebe Grüße und Danke!
bertilla
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AW: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von bertilla »

Hallo Koboldmama,
ich will dir nur eben Mut zusprechen. Das Wecken und füttern war für uns als Eltern zwar sehr anstrengend, wir konnten aber ziemich schnell beobachten, wie unser Baby immer fitter wurde. Ich wünsch dir viel Erfolg!
Mama seit 05/2012
jusl
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von jusl »

Aber heute Abend, nach dem zweiten Wechselstillen, hat er wieder Stuhlgang gehabt! Ich bin echt erleichtert, dass das jetzt auch endlich wieder in Gang kommt. :D
Sehr gut. Auch wenn es zunächst "anstrengend" aussieht, die Babys werden dabei definitiv FITTER. Mehr Nahrung = mehr Energie = besseres Stillverhalten = Stoffwechsel kommt (wieder) richtig in Gang. ;-)
Ich habe das richtig verstanden, dass wir also ausschließlich im Wechsel stillen sollen?
Die nächsten 2-3 Tage möglichst oft Wechselstillen. Wechselstillen heißt: "sofort die Seite wechseln, sobald die Saugintensität des Babys nachlässt/es einschläft/das Interesse verliert usw". Das kann schon nach 3x schlucken oder nach wenigen Sekunden der Fall sein! Meist muss so nach 1-2 Minuten gewechselt werden. Das ganze, also eine Mahlzeit sozusagen, sollte auf diese Weise mind. 15-20 Minuten dauern. DANACH kann er selbstverständlich sehr gerne an einer Seite bleiben und einschlafen, klaro.

Im Moment stille ich ihn alle zwei Stunden und habe das Gefühl, meine Brüste glühen. Ich deute das als gutes Zeichen! Und wegen dem Andocken üben - sollen wir das irgendwie extra üben oder einfach beim Anlegen darauf achten?
Sehr gut. "Üben" heißt hier: "Beim Wechselstillen auf sehr gute Anlege- und Andocktechnik achten." Das ist Übung genug. ;-)
Der KiA hat ihn ja am Wochenende untersucht und er meinte, er habe keine Blockaden oder sonstiges.
Prima.
Vorhin habe ich wieder vor und nach dem Stillen gewogen und er hatte 35 Gramm mehr. Aber ich werde jetzt nicht ständig die Trinkmenge kontrollieren, das macht mich nämlich auf die Dauer ganz nervös. Aber Gewicht und Ausscheidungen werde ich notieren.
Perfekt.

Bericht doch mal, wie es Euch in den nächsten 1-2 Tagen geht!

LG
Julia
KoboldMama
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

bertilla, möchtest Du ein bisschen mehr von Euch erzählen?

Julia, ich will nur kurz berichten, wie es seit gestern war.

Gestern Abend war ich noch total optimistisch und dachte, es klappt richtig gut. Er hat zweimal super getrunken beim Wechselstillen und war danach sogar ganz zufrieden. Die letzte Mahlzeit am Abend lief nicht so toll, da war er sehr müde und wollte nicht. In der Nacht war es dann die totale Katastrophe, er hat nur ein paar Mal getrunken und war nicht wachzukriegen. Ich hatte auch das Gefühl, es ist gar keine Milch da, die Brust hat gar nicht geziept oder gekribbelt. Und heute läuft es auch nicht gut.

Er hat Mühe, den Milchspendereflex auszulösen, wir sind beide völlig gestresst, er liegt nur teilnahmslos an der Brust und saugt nicht. Mache ich ihn los, schreit er. Vielleicht sollte ich doch etwas zufüttern, damit er wieder zu Kräften kommt und ordentlich trinken kann? Ich habe bis jetzt auch noch nichts gefunden, das ihn wirklich wach hält. Weder der Schlafpuppentrick, noch Massieren, Streicheln, Ausziehen oder Wickeln hilft. Er wirkt wie im Koma. Ich bin gerade total verzweifelt und mache mir Sorgen um mein Baby! Kann ich ihn wirklich hungern lassen, nur weil ICH unbedingt stillen will? Ach Mensch... :cry:
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