Die Warnung vorweg: Es ist eine Heidenarbeit. Du brauchst viel Zeit und Geduld. Rücken und Knie wirst Du zwischendrin am liebsten wegschmeißen wollen

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Jetzt, wo das gesagt ist, kann ich ja von meinen Erfahrungen berichten

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Ich hab meine Sienafische mit Lebensmittelfarbe gefärbt. Das von Hand spülen, bis das Wasser klar ist war ein Graus, man muß total auf gleichmäßige Temperatur achten, den Wasserstrahl nicht direkt aus Tuch richten und darf nicht zuviel bewegen, sonst filzt das Tuch, ein Wollindio noch viel eher als die Fische.
Statt Koolaid habe ich Schimek Lebensmittelfarbe (
http://www.vienna-color.com/index-Datei ... /sissi.JPG) verwendet, die ist viel konzentrierter und auch billiger. Ich hab auf gut Glück drei oder vier Packungen genommen, und das war viel zu viel. Angesichts der etwa 80 Spülgänge (=Ikea-Plastikwanne komplett füllen, Tuch rein, Farbe rausdrücken, Tuch herausheben, vorsichtig das Farbwasser rausdrücken ohne zu wringen, Wanne neu füllen, etc. etc.) würde ich rückblickend sagen, eine Packung hätte vermutlich gereicht, das hätte mir einiges an Arbeit erspart. Aber die Farbe an sich war toll, die würde ich jederzeit wiederverwenden. In Österreich bekommt man sie in Apotheken.
Hier ein paar Bilder vom Färbeprozess:
Vorher:

Mein Plan waren etwas abgetönte, kupfrige Sienafische, darum die Komplementärfarbe blau.

Nach 40-50 Spülgängen hatte ich beschlossen, das Wasser für "fast klar" zu erklären und dachte, ich wäre fertig. Grau war zwar unerwartet, aber ok für mich:

Beim Tragen spuckte mein Kind auf das graue Tuch und es entstand ein leuchtendblauer Fleck, also wieder zurück in die Wanne, weiterspülen...
Nach gefühlten 1000 Spülgängen mehr schließlich das Endergebnis, wie ich es ursprünglich erhofft hatte - ein bißchen weniger grelle, abgetönte Sienafische:
Bei einem Wollindio ist ein höherer Anteil färbbarer Fasern dabei als bei meinen Fischen. Außerdem ist der Wollfaden weiß statt orange, deswegen wird das Färbeergebnis eher so ausfallen wie der verwendete Farbton.