Ich werde in der Nacht abstillen...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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cher123blau
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von cher123blau »

Joni hat geschrieben:
cher123blau hat geschrieben: Das mir alle davon abraten abzustillen finde ich ein bisschen hart. Mir geht es wirklich dreckig und ich hab schon wirklich vieles probiert. Und mir geht es wirklcih beschissen. Ich bin keine Memme, halte viel aus, aber wenn ich wirklich mal nicht mehr kann, dann kann ich nicht mehr. Und deswegen werde ich es versuchen langsam und mit viel liebe. Trotzdem danke ich euch das ihr mir Ratschläge gebt und ich habe auch einige davon beherzigt. Habe mir die Bücher gekauft und werde sie alle lesen.

So und jetzt gehe ich ins Bett und hoffe das ich ein paar Stunden schlaf bekomme. Ich sag euch dann Morgen wieviele es waren :-)
Schade, dass du das so siehst, denn hier haben sich wirklich viele Mamas mit den gleichen Erfahrungen Mühe gegeben und versucht dir Kraft zu geben und den Rücken zu stärken.
Du hast recht, es sollte nicht immer nur um das Baby gehen, aber es kann nicht andersherum nur um die Mutter gehen. Dein Kind ist auf dich angewiesen und noch sehr klein, es braucht dich einfach!

Schade finde ich auch, dass du auf keine der Antworten und Tipps näher eingegangen bist, du sagst du hast schon alles versucht, aber hier waren viele Vorschläge, die du nicht beachtet hast.
Dass du dir die Bücher besorgt hast und lesen willst finde ich toll, aber gerade das Pantley Buch sollte man vorher lesen und erst dann schauen, wie man die Nächte anders gestaltet, gerade in ihrem Buch geht es darum, dass die Nächte auch ohne abstillen besser werden und vor allem ohne weinen!!!

LG
Ich hab vielleicht nicht geschrieben das ich mir eure Tipps und Antworten durchgelesen und zu Herzen genommen habe und mir wirklich bei allem meinen gedankenn gamacht habe aber das habe ich.

Ich danke jeden von euch das ihr mir Vorschläge gemacht habt und das ihr mir Kraft gibt und mir den Rücken stärken wollt.

Es geht ja auch immer um das Baby. Das ist auch gut so und so soll es ja auch sein. Aber ich muss auch auf mich schauen und ihr könnt mir glauben ich stecke nicht nur das nicht schlafen weg sondern viele meiner Bedürfnisse. Doch die sind alle nicht so schlimm wie dieses nicht schlafen.

Ich werde natürlich das Buch erst lesen und dann das für mich richtige auswählen. Ich weiß das es z. B. auch ein abstillen nicht von heute auf morgen geht. Und ich möcht mich ja auch erst mal infomieren weil ich wirklich unwissend bin und dann mache ich das was mir an richtigsten erscheint.

Die "Wachphase" die wir gestern mit andren trösten als stillen über uns gebracht habe, war für mich eine Phase in der er keinen Hunger oder Durst hatte. Ich habe ihn nämlich davor schon innerhalb von einer Stunde zwei mal gestillt ( einmal ca. 15 Minuten und einmal ca. 20 MInuten) und dadavor hat er vor ca. 1 1/2 Stunden zu Abendgegessen und das nicht wirklich wenig. Das war für mich richtig und er hat dann auch mehr als 2 Stunden geschlafen. Als er dann wieder wach wurde hab ich ihn gestillt. Und er nuckelte auch nicht nur ein paar Minuten sondern länger.

Auch wenn ich eingeschlafen bin, weiß ich das es länger war...
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cher123blau
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von cher123blau »

feline hat geschrieben:Minchen ist offenbar gerade durch meinen Kopf getapert, denn das wollte ich auch schreiben :wink:
Du hast sehr schöne Worte gefunden, Danke.

Fakt ist, wenn du dich so sehr gegen das Stillen sträubst, musst du abstillen. Es wird für dich immer eine Quälerei bleiben wenn du deine Sichtweise nicht änderst.
Schade das es so rübergekommen ist. :-(
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cher123blau
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von cher123blau »

lieselliesel hat geschrieben:
ninaK hat geschrieben:@feline
ja meine waren schon so um 1 jahr als ich damit begann. ich hab sie ja 7 monate voll gestillt und es dauerte somit noch eine weile bis sie genug aßen, das ich sicher war das sie nicht mehr so viel stillen brauchen.
aber ich weiss wie man sich fühlt wenn man jede stunde geweckt wird und auch tags nicht zum schlafen kommt. das ist folter!
und ich glaube nicht das es wirklich so grosser hunger ist, wenn das kind alle 2h trinken will. ich denke wenn der leidensdruck zu gross wird ( es entstehen nämlich auch aggressionen wenn man nie richtig schlafen kann) sollte man etwas an der situation ändern.
ich denke es ist nicht so schlimm einem 8 monate altem kind die ein oder andere nachtmahlzeit abzugewöhnen, vorrausgesetzt es ißt tags schon aussreichend und wird oft gestillt. ich meine damit nicht das kind nachts gar nicht mehr zu stillen.
wenn das kind nur 1x in der nacht 4h durchschläft, fühlt man sich gleich wie neu geboren, das tut auch dem kind gut.
Hallo,

genau das ist auch das, was ich denke.





Trotzdem schließe mich auch den anderen an: wenn man die Situation ständig ändern ("verbessern") will, nervt sie einen uuuungemein. Lenes schlechtes Schlafen hat mich erst mit um die 6 Monate genervt. Weil ich damals dank JKKSL dachte, dass ein Kind mit 6 Mnaten nix mehr braucht nachts und ich mich ärgerte, warum MEIN Kind aber noch was brauchte. Sie "tat mir aber den Gefallen" und schlief einfach so mit 8 Monaten 10-11 Stunden innerhalb von ca 3 Nächten durch. Ohne mein Zutun, obwohl sie vorher mindestens 3 Mal pro Nacht stillte. Ich hab mich morgens gefragt, ob sie noch lebt.

Hannes ist jetzt gute 4 Monate alt, ich schlafe faktisch viiiel schlechter, als mit Lene zu der Zeit, weil ja Lene ab und an auch nachts aufwacht und zum EInschlafen an meinen Haaren krault :? . Aber mich macht es viiiel weniger fertig als bei Lene. Das hängt aber maßgeblich damit zusammen, dass es mir INSGESAMT sehr viel besser geht jetzt. Also sowohl körperlich als auch seelisch. Ich hatte im Rücklick bei Lene ein leichte bis mittelschwere Depression. Mit sowas lässt sich Schlafentzug praktisch garnicht aushalten.

Und dass ein 8 Monate altes Kind AUF JEDEN FALL nachts Hunger hat, glaub ich einfach nicht. Dazu kenne ich zu viele vollgestillte FB-Kinder, die schon mit 3 Monaten 8-11 Stunden durchschlafen. Ich denke schon, dass man ohne Schaden ein Stillintervall von 1-2 mal 3-4 Stunden erreichen kann. Und das auch ohne einen Nahrungsersatz. Zumindest bei einem Kind, das eben vor allem nur nuckelt. Und es ist tatsächlich so, wenn man EINmal in der Nacht 3-4 Stunden am Stück schlafen kann, reicht das meist, um diese völige Erschöpfung auszugleichen.

Ich wünsch dir alles Gute, Ma

Ich danke dir!
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cher123blau
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von cher123blau »

chrissi hat geschrieben:Achtung, jetzt kommt eine Antwort die Stillberaterinnen wahrscheinlich nicht so toll finden, aber ich persönlich finde es besser als generell nachts abzustillen:
Vielleicht wäre es für Euch ganz gut, einen Schnuller anzubieten. Natürlich weiss ich um das Risiko der Saugverwirrung. Und wahrscheinlich kann man nicht von meinem Großen (Flaschenkind) auf Babys generell schliessen . Bei uns war es damals so: er ist in seinem Babybalkon anfangs schon öfters aufgewacht und hat so "gegrunzt"(ich weiss ja nicht wie ich das Geräusch beschreiben soll, das krächtzen kurz vor´m Aufwachen). Dann hab ich ihm einen Schnuller angeboten. Oft ist er davon wieder nach kurzem Nuckeln tief eingeschlafen, ohne dass er Nahrung wollte. Ist er durch das Nuckeln nicht sofort wieder eingeschlafen, ging das "Quengel.check-Programm" los: Windeln, Temperatur. Wenn da alles in Ordnung war und er immernoch quengelte machte ich ihm eine Flasche (was bedeutet: aufstehen, Treppe runter, Wasser kochen, Pulver abmessen, schütteln, runterkühlen....).Die trank er dann auch immer komplett leer, d,h, er hatte wirklich hunger.
Weinen lassen hab ich ihn nie, das meiste dieser Prozedur fand in-seinem-Halbschlaf statt. Das heisst ich bin beim ersten Geräusch hoch um ihn zu beruhigen bevor er "richtig" aufwacht. Das wäre natürlich viel Einfacher wenn er neben Dir liegen würde im Bettchen, denn Schnuller, Windelcheck etc. geht recht schnell mit einer Hand im rüberfassen, dann müsstest Du Dich nur zum Stillen hinsetzen und richtig wachwerden.

Er mag keinen Schnuller. :-( Ich habe das schon so oft probiert weil es mir schon viele Leute vorgeschlagen haben. Wenn ich ihn ihn zum Beispiel unterm stillen reinschmuggel oder so dann wird er voll granitg und weint. Und auch am Tag schenkt er ihm keine Beachtung. Wir haben es wirklich lang probiert.
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Lösche Benutzer 1828

Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Lebe jeden Tag einzeln, hör auf, darüber nachzudenken,wie die nächsten WOchen werden - denk nicht dran.
Heute - heute versucht ihr über den Tag zu kommen, ihr schafft das.
Morgen kann es schon wiedre ganz anders aussehen - und glaub mir, in zwei Jahren wirst Du erstaunt zurückschauen,w ie rasend schnell diese Monate vorbeigegangen sind.
Diese heutige Situation ist nicht unendlich - sie hat ein ENde, schon bald. Dein Kind wird größer.

Und das meinte auch MInchen - die EInstellung zu der Situation macht so enorm viel aus.

Und irgendwie kann ich es auch nicht glauben, dass es ein Kind in dem Alter vorzieht, nicht bei den Eltern zu schlafen :oops: - das ist doch so ursprünglich, so normal.
Ich würde lieber 1-2 mal öfter stillen als nachts aufstehen zu müssen.

Mein erstes Kind war ein Wunschkind -aber mehr odre weniger unbedarft stolpern wir doch da alle rein. Er kam stündlich, max. 2stdl. - 2 Jahre lang.....er schlief 3 Jahre bei mir, danach langsamer Auszug ins eigene Bett. Da war dann schon Kind zwei da - schlief auch drei Jahre bei mir, bis Kind 3 kam....ich schlafe also seit 8,5 mti ständigen Stillunterbrechungen und habe schon lange den Anspruch aufgegeben, durchschlafen zu wollen. Und ja, es wird so schnell immer wieder anders - und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer dann für mich erträglicher wurde, wenn ich mich abgefunden hatte.

Ich würde schauen, wie ihr gemeinsam schlafen könnt...
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cher123blau
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von cher123blau »

Sabsi hat geschrieben:Genau das meine ich mit dem Fähnchen im Wind. Du MUSST Deinen Bekannten nicht erklären, warum Du stillst und warum Du weiter stillst. Das geht niemanden was an, das ist privat. Dass Du hier einleuchtende Argumente bekommst, liegt daran, dass der Großteil hier sich teilweise schon lange mit dem Stillen beschäftigt und mehr als nur Vorurteile und Ammenmärchen darüber weiß - im Gegensatz zum leider Großteil der normalen Welt, die ja doch zu mindestens 90 % mainstreamgeprägt ist: Gestillt wird allerhöchstens 6 Monate lang, und der Kinderarzt weiß eh besser über Babyernährung bescheid. Und wenn Du das Kind im Bett schlafen lässt, kriegst Du es nie wieder raus. Nächtliches Stillen ist eine schlechte Angewohnheit, weil jeder zweite JKKSL gelesen hat bzw. weil jeder mindestens ein Kind kennt, dem man das Schlafen so wunderbar hat beibringen können *würg* Die Argumente hier sind einleuchtend, weil sie belegbar sind, weil sie erwiesen sind und weil sie am eigenen Leib erfahren wurden. Ich finde es traurig, dass Du Dir von Außenstehenden so viel einreden lässt. Wenn Du unsere Argumente einleuchtend findest, dann zweifel doch nicht immer weiter dran. Oder andersherum: wenn Du hinter jedem Pups, der Dir quer sitzt, das Stillen verantwortlich hälst - Du hast Kopfweh, Du schläfst schlecht, Du nimmst so ab, Du siehst so schlecht aus - dann still halt einfach ab, denn dann wirst Du Dich NIE mit der Situation arrangieren, wenn Dein Baby mal eine anspruchsvollere Zeit an den Tag legt. Dann wirst Du IMMER denken, "wenn ich nicht stillen würde, dann wäre das jetzt nicht so", bei jedem Schnupfen wirst Du denken "nur weil ich stille ist mein Immunsystem nicht auf der Höhe". Zum LZS - aber auch schon zum länger stillen als 6 Monate - gehört einfach auch eine Portion Überzeugung, man muss wissen, warum man es tut und wofür. Sonst wird man immer an blöden Kommentaren knabbern, die zwangsläufig kommen, weil es eben in unserer Gesellschaft leider nicht üblich, wenn auch scheinbar auf dem Vormarsch, ist. Dieses dicke Fell hast Du nicht, weil Du selbst nicht dahinterstehst. Und das ist das Problem, nicht, dass Dein Kind nachts ein paar mal stillt.

Übrigens: Ich wurde im ersten ÜZ geplant schwanger, mit Babypflege und stillen hab ich mich davor auch nicht auseinandergesetzt, denn dafür blieb quasi keine zeit, auüerdem war da eh noch alles theoretisch, genauso wie in der ersten zeit mit Baby. Gerade ins längere stillen wächst man rein, das plant man in den seltensten Fällen. Man muss es nur zulassen und offen dafür sein. Und das bist Du nicht.

Liebe Grüße,
Sabsi
Bei dir habe ich immer das Gefühl das du mich so gar nicht verstehst. Und das finde ich wirklich sehr schade weil du mir sehr sympatisch bist. Es ist nicht war das ich jede Kleinigkeit aufs stillen schiebe. Ich hatte ne üble Magen-Darm-Geschichte als Tim 3 1/2 Monate alt war. Ich hab gebrochen und hatte übelsten Durchfall. Hab ich hier das geschrieben. Nein, ich hab es auch nie aufs stillen geschoben. Es war eine Krankheit und da musste ich halt durch. Die hätte ich bekommen wenn ich nicht gestillt hätte. Und so ist es auch mit dem Schnupfen oder so. Klar hab ich auch so mal Kopfschmerzen aber wenn es einfach nicht weg geht und wenn ich seit Tagen nicht mehr weiß was ich noch tun kann damit sie endlich aufhören. Ich kann und möchte nicht jeden Tag Schmerzmittel nehmen und Schüsslersalze, Globulis und Co. nehme ich ja schon.

Schade das du so über mich denkst. Gut ich habe kein dickes Fell. Aber ich stehe dahinter das ich mein Baby stillen möchte und stille...!!!
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cocotte
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von cocotte »

Irgendwie finde ich es schade, dass die Antworten hier so sehr einseitig ausfallen, bzw. finde ich fehlt es in einigen Postings etwas an Sensibilität und an Verständnis für die TE, auch wenn genau das Gegenteil behauptet wird.

Und das
cher123blau hat geschrieben:, aber es kann nicht andersherum nur um die Mutter gehen.
hat die TE ja wohl auch nicht behauptet?!

Wenn eine Mama doch wirklich am Ende ist mit den Nerven und gesundheitlich auch nicht grade alles bestens läuft, dann ist der Wunsch nach Veränderung doch wirklich legitim und immer und immer wieder nur zu raten, so weiterzumachen wie bisher kann dann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein??!

Liebe cher123blau: ich drück dich erst mal.

Also Minchen hat das alles sehr schön geschrieben und das hier
Minchen hat geschrieben:Der Große schlief NIE gut. Manchmal, in den ersten drei Monaten, hatten wir Phasen, da schlief er von 20 bis 1 Uhr. Aber davon hatte ich ja nicht viel, weil ich nie mit ihm ins Bett gegangen bin (den Ratschlag fand ich doof, wollte ich doch auch mal Zeit für mich). Diese "gute" Phase war auch schnell vorbei.
war bei uns wirklich genau so, allerdings zeitlich erst so mit 5-6 Monaten, also später erst.

Wirklich besser wurde es erst dieses Jahr, also als meine Maus so ca. 10,5-11 Monate war. Da kam so langsam mal ne Zeit wo sie es geschafft hat, mal 4 bis sogar 5 Stunden "durch"zuschlafen -für mich ein Gefühl wie Weihnachten und Ostern zusammen, was aber natürlich meinen "Mainstream/Ferber"-Mamas im Freundes- und Umkreis erst mal nur ein müdes bis ungläubiges Lächeln abgerungen hat... da muss man dann echt drüber stehen.
Im April/Mai hat sie es dann tatsächlich geschafft, öfter mal von 22 Uhr bis 4 Uhr morgens zu schlafen, das war einfach nur Erholung pur für mich. In dieser Zeit hatte ich aber sehr viel Unterstützung von meinem Mann; er hat die Kleine dann öfter mal abends ins Bett gebracht, was auch viiiiiiiel besser klappte als gedachte (und das ganz ohne Stillen!). Und so konnte er sie auch nachts mal beruhigen.

Seitdem lief es wieder um einiges schlechter, dann wieder besser, letzte Woche hat sie 3 Tage lang richtig durchgeschlafen (also sogar vom Hinlegen an bis morgens früh um 7! oder sie wurde kurz so halb wach und ließ sich durch Händchen halten und streicheln sofort wieder zum Schlafen bringen).

Ich hab aber die gleiche Taktik verfolgt, die manche hier schon beschrieben haben und versucht, einzelne Stillmahlzeiten nachts durch Beruhigen anderer Art zu ersetzen und hab so einiges aus der "No cry sleep solution" versucht umzusetzen, z.B. immer versucht, ihr kurz vorm Tiefschlaf die Brustwarze wegzunehmen - und irgendwann schlief sie tatsächlich ein ohne Brustwarze im Mund, was ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Das zog sich natürlich über viele Wochen hin.
Jetzt zu Beginn meiner erneuten Schwangerschaft taten die BW of höllisch weh und in dieser Zeit hab ich versucht, dass sie etwas mehr vom nächtlichen Stillen wegkommt. Und ja, sie hat dann auch mal geweint, aber immer war ich bei ihr und sie war im Familienbett. Aber es ging einfach nicht mehr, ich hatte einfach so Schmerzen und hab es dringend gebraucht, dass die Brustwarzen sich in der Nacht mal etwas erholen können. Außerdem war ich oft sehr, sehr müde und hab wieder angefangen zu arbeiten im Sommer.

Kurz: ich kann dich sehr, sehr gut verstehen. Was aber auch ich sagen muss: Als ich versucht habe, am Schlaf- und Stillverhalten meiner Tochter etwas zu verändern war sie schon 2 Monate älter als dein kleiner Sohn und hatte außerdem von sich aus schon begonnen, etwas längere Intervalle nachts zu haben. Das war dann einfach ein günstiger Moment.
Ich kann mir ebenfalls nicht vorstellen, dass ein Baby mit 8 Monaten wirklich schon die komplette Nacht durchhält ohne Nahrung, aber 4 Stunden Schlaf am Stück dürften sicher schon mal drin sein und das würde Dir bestimmt schon seeeehr helfen.

Schön, dass du es wieder mit dem Familienbett versuchen willst. Das hilft Euch sicherlich schon mal weiter. Vielleicht hältst Du so noch ein bisschen durch und kannst dann in den nächsten Wochen einiges aus dem Pantley-Buch umsetzen (schläft dein Kleiner eigentlich nur mit Brust im Mund ein oder kannst du ihn nach dem Stillen problemlos ablegen oder wie läuft das genau?); auch deine Idee, den Papa so gut es geht mit einzuspannen finde ich richtig. Ich wünsche Dir, dass Du die nächste Zeit gut überstehst und glaub mir und den anderen Schreiberinnen: Es wird auf jeden Fall irgendwann besser werden.

LG
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

Hilde Domin
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darkdragonsoule
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von darkdragonsoule »

Lebe jeden Tag einzeln, hör auf, darüber nachzudenken,wie die nächsten WOchen werden - denk nicht dran.
Heute - heute versucht ihr über den Tag zu kommen, ihr schafft das.
Morgen kann es schon wiedre ganz anders aussehen - und glaub mir, in zwei Jahren wirst Du erstaunt zurückschauen,w ie rasend schnell diese Monate vorbeigegangen sind.
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ach sandküste,das hast du soo schön geschrieben!!!!!!! :cry: da hast du völlig recht und man muss sich das wirlich ganz oft sagen.wieso soll man sich das leben schwer machen (weil man die leute die dagegen sind im hinterkopf hat) wenn mans eigentlich nicht ändern kann.bzw kann man sich damit abfinden und es sich schön und gemütlich machen.wenn man es sich so schwer macht dann tut man sich und dem kind nichts gutes und verpasst die wundervolle zeit die eigentlich so schön sen könnte.
Liebe Grüße von Jessi mit Y. 06,D. 08 und M. 010
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darkdragonsoule
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von darkdragonsoule »

übrigens weiss man bei so einem normalen still bzw nuckelverhalten auch dass sein kind ganz gesund und natürlich tickt.ich finds manchmal beängstigend wenn ich lese dass manche kleine babys nachts schon durchschlafen.da hätte ich ziemliche angst,eben weil es nicht normal ist und weil es ja das überleben sichert.
Liebe Grüße von Jessi mit Y. 06,D. 08 und M. 010
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Minchen
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...

Beitrag von Minchen »

dabei muss ich an momo denken: schritt, besenstrich, schritt, besenstrich - und nicht nach vorn schauen und gucken, was noch vor dir liegt. nur so kann man das schaffen!
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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