Hallo,
meinem Baby geht es mittlerweile wieder gut. Nach unserem Arztbesuch war das Thema eigentlich schon erledigt.
deidamaus hat geschrieben:
Was genau schränkt dich daran ein?
Dazu muss ich vielleicht mal einige Beispiele aus unserem Tagesablauf schreiben. Meist wird der Kleine morgens noch vor dem Aufstehen gestillt (z.B. ca 6 Uhr), dann machen wir uns fertig, frühstücken und bevor ich den Großen dann wegbringen kann, muss ich den Kleinen nochmal stillen, damit er mir im Auto auf dem Weg zum Kindergarten nicht alles zusammenbrüllt. Auto ist momentan auch unerlässlich, da wir ja immer noch nicht wieder zu Hause wohnen (Fliesenleger hatte nun auch noch abgesagt und der Ersatz hat natürlich nicht sofort Zeit). Nach dem Wegbringen des Großen fahre ich ja zu unserer Baustelle und verbringe mit dem Kleinen da den Vormittag. In der Zeit stille ich auch wieder mindestens zweimal. Damit ich dann gegen 12 den Großen wieder in Ruhe abholen kann und wir wieder zurück zu den Schwiegereltern fahren können (wir reden hier nur von 10-15 Minuten Fahrt). Da denke ich dann schon, dass es sein könnte, dass sich ein Flaschenrhythmus auf 3 Stunden einspielt und ich dann eben normal eine Flasche morgens geben würde und eine am Vormittag. Somit wäre da mehr Zeit für andere Dinge, wenn das Füttern erstmal erledigt ist.
Ich war ja bereits einmal Flaschenmama (nachdem ich 3 Monate teilgestillt habe) und denke, ich habe es mir so gut wie möglich organisiert gehabt. So hatten wir zb eine Anzahl von Flaschen, dass es gereicht hat, nur abends einmal groß abzuwaschen und den Sterilisator für den nächsten Tag anzuwerfen. Ich denke, dass es entspannter sein könnte, weil ich hoffen würde, dass sich die Anzahl der Flaschenmahlzeiten vielleicht so auf 5-6 einspielen würde, statt der 10-14 Stillmahlzeiten. Und somit würde mehr Zeit bleiben für den Großen, den Haushalt usw. Es ist halt auch so, dass zu Hause nun ne ganze Menge Arbeit anfällt durch den Umbau und ich nicht wirklich aktiv helfen kann. Der Kleine schläft ja auch nie wirklich lange, so dass auch da keine Zeit für irgendwas ist.
deidamaus hat geschrieben:
Sorgen machen ist verboten und die Uhr bitte ausziehen.
Das ist gar nicht so leicht, wenn man da nun schon so lange drin steckt. Die Sorgen sitzen fest im Kopf.
Der Kleine bekommt nun seit einigen Tagen immer etwas Obst-Getreide-Brei und findet langsam immer mehr Gefallen daran. Nach dem Brei ist er meist auch total entspannt, wirkt einfach gesättigter, dabei sind wir noch weit von annähernd einer Portionsgröße entfernt(ich stille aber direkt vorher). Er hat mir letztens auch schon eine Kante Brot aus der Hand geklaut und begierig drauf rumgelutscht. Wurde ganz wild als ich sie ihm wegnehmen wollte.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass mein Plan sowieso war, so mit ca 6 Monaten abzustillen und dem Kind dann noch ne Weile Flasche zu geben. Also ist es für mich nicht so dramatisch, jetzt langsam damit zu beginnen.
Ich denke, ich habe nun für mich erstmal einen Weg gefunden, den ich versuchen werde, weiter zu verfolgen. Auch wenn es dann bald zum Abstillen kommt. Ich habe viel gekämpft, viele Tränen vergossen und immer wieder gebangt. So langsam sollte es sich einfach mal entspannen.