Adoption

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Socki
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Adoption

Beitrag von Socki » 08.08.2019, 20:42

Hallo,

die Suchfunktion hat mit dazu nichts angezeigt, insofern bin ich entweder etwas doofi mit der Suchfunktion oder die erste die fragt:
hat hier jemand Erfahrungen mit Adoption in Deutschland? Tipps? Würden wir z.B. als Familienbettschläfer gleich rausfallen oder stellen alle einfach Tarnbetten auf?
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Re: Adoption

Beitrag von OrangerStier » 08.08.2019, 21:28

Ich denke das hängt wie manched von der Ansicht des Mitarbeiters des Jugendamtes ab.
Es heißt ja die Erziehungsvorstellungen derAdoptiveltern müssen geeignet sein, eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung des Kindes zu ermöglichen.
Das lässt ja schon Spielraum offen. Wenn ihr jetzt nur Familienbett habt und die Kinder Trotzdem einen eigenen Rückzugsort haben ist das ja was anderes zu Familienbett weil nix anderes da ist.
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Re: Adoption

Beitrag von AnnieMerrick » 09.08.2019, 09:55

Ich hatte mich etwas damit beschäftigt, dann wurde ich doch schwanger. Wissensstand ca. 5 Jahre alt. Also hier in unserer Stadt wird händeringend gesucht. Noch immer. Nach dem kurs geht es hier lt. Betroffenen sehr schnell. Scheint regional unterschiedlich zu sein.
Viele Grüße
AnnieMerrick mit Mausemädchen und Mäusezwerg
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Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.

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Re: Adoption

Beitrag von Frieda78 » 09.08.2019, 11:21

Es gibt weniger Kinder, die zur Adoption frei gegeben werden als adoptionswillige Eltern (in D). Pflegefamilien werden händeringend gesucht. Die meisten Langzeitpflegeverhältnisse sind beständig, bis das Kind erwachsen ist und man es nachträglich adoptieren kann.
Eine Rückführung in die Ursprungsfamilie ist aber immer eine „Gefahr“, darüber muss man sich bewusst sein.
Ansprechpartner für weitere Informationen hat jedes Jugendamt.
Frieda mit Junge 07/98, Mädchen 12/12 und Junge 04/15

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Re: Adoption

Beitrag von ixmix » 09.08.2019, 13:25

Wir hatten uns für Adoption und Dauerpflege beworben. Für Adoption sind wir aber schon zu alt, bzw. bei der Bewerbung waren wir an der Grenze.
Ich würde immer ehrlich sein mit allen Angaben, hier gibt es ein großes Kuschelbett, für die, die nachts nicht schlafen können, also quasi Familienbett bei Bedarf. Das hat nicht gestört. Ich denke, es geht sehr um die allgemeine Einstellung zum Thema und bedürfnisorientierte Erziehung ist ja schonmal sehr gut, offen für die besonderen Bedürfnisse des aufgenommenen Kindes z.B.
Ob Adoption oder Pflegekind, die Kinder haben ja trotzdem die gleichen Päckchen, die sie mitbringen. Ich persönlich finde es sogar von Vorteil, dass es denn Kontakt zu dem leiblichen Eltern gibt und unsere kleine Maus weiß, wo sie herkommt (Wobei es auch Pflegekinder gibt, die ihre leiblichen Eltern nicht kennen). Und bei Problemen gibt es Ansprechpartner für uns, da ist das JA ja nochmal anders in der Pflicht als bei adoptierten Kindern. Da es dann als leibliches Kind zählt, sind die da komplett raus.
Es gibt beim Jugendamt Infoabende, wo es unberbindlich ne Einführung gibt.
Wenn du noch mehr Fragen hast, frag gerne.
LG Miriam
mit Muckel-Maus (6/2013) und Lach-Maus (5/2017)

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Re: Adoption

Beitrag von Socki » 09.08.2019, 13:55

Danke, die Thematik ist ganz neu auf dem Tisch und wir sammeln noch Informationen.
Grundsätzlich glaube ich, daß wir das gut könnten, ich vermute aber, dass wir vor einer Bewerbung umziehen müssten um ein eigenes Kinderzimmer präsentieren zu können. Zumindest war das bei der Adoption meines Cousins wohl ein ganz wichtiges Kriterium, andererseits ist das schon ein ganzes Weilchen her.
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Re: Adoption

Beitrag von missabonum » 09.08.2019, 17:37

Hallo Socki,

Pflegeeltern und Adoptiveltern sollten ein Zimmer für das „erwünschte“ Kind haben.
Hauptsächlich geht es darum, ob die Wohnung groß genug ist für ein neues Familienmitglied, ob man sich ein Kind „leisten“ kann.

Das heißt aber nicht automatisch, dass du nicht selbst entscheiden darfst, wo und wie das Kind schläft.

Allerdings weißt du nicht, was für ein Kind zu euch findet.

Ist es wirklich ein Neugeborenes, oder schon Kleinkind?
Ist es gesund oder hat es noch Nachwirkungen von Nikotin oder Drogen?

Ich kenne Pflegeeltern / Adoptiveltern, die Familienbett bevorzugen und andere, die möchten, dass jedes Kind sein Zimmer hat.

Ich persönlich habe auch meine „Krisenpflege“-babys im Beistellbett, oder im Bettchen bei mir im Zimmer, wie viele meiner Kolleginnen.
Es gibt aber leider auch Kleinkinder, die KÖNNEN nicht schlafen, wenn noch wer mit der m Zimmer ist, da braucht es lange Zeit des Vertrauensaufbaus,umgekehrt, brauchen viele Babys und Kleinkinder SEHR lange die Nähe zur Bezugsperson, um zu Ruhe finden zu können.
Liebe Grüße
Missa


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Re: Adoption

Beitrag von missabonum » 09.08.2019, 17:41

Socki hat geschrieben:
09.08.2019, 13:55
Danke, die Thematik ist ganz neu auf dem Tisch und wir sammeln noch Informationen.
Grundsätzlich glaube ich, daß wir das gut könnten, ich vermute aber, dass wir vor einer Bewerbung umziehen müssten um ein eigenes Kinderzimmer präsentieren zu können. Zumindest war das bei der Adoption meines Cousins wohl ein ganz wichtiges Kriterium, andererseits ist das schon ein ganzes Weilchen her.
Das Zimmer/der Umzug wird oft VOR der Aufnahme verlangt, weil es für ein Adoptiv-/Pflegekind extrem belastender ist, kurz (das können auch 1 - 2 Jahre sein) nach dem Einzug in die neue Familie nochmal umzuziehen, denn es hat schon mal ALLES verloren, das ist nicht vergleichbar mit Umzug mit leiblichem Kind.....
Liebe Grüße
Missa


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Re: Adoption

Beitrag von Jamelek » 09.08.2019, 17:44

Bezüglich des Familienbettes würde ich schon versuchen vorzufühlen, wie die Mitarbeiter ticken. Habe jetzt keine Erfahrung mit der Adoptionsabteilung, aber mit dem Jugendamt als Alleinerziehende. Mein Ex hat es damals beim Jugendamt vorwurfsvoll angebracht, dass der damals erst 1 1/2 jährige kein eigenes Bett hat. Der MItarbeiter hat ein riesen Fass aufgemacht, das ginge gar nicht. Das sei sehr schädlich, mein Sohn würde später keine Freundin haben, weil er sich nicht abnabeln kann und außerdem gab es einen konkreten Hinweiskatalog oder sowas, für Anzeichen, dass keine Kinder geeignete Umgebung vorliegt, da war ausdrücklich aufgeführt, dass fehlende eigene Bett. Im Gegenzug fand er die vor dem Mitarbeiter geäußerten Androhungen von erweitertem Selbstmord vom damals noch psychisch sehr labilen KV nicht weiter schlimm, unangeschnallte KInder im Auto sind auch nicht weiter schlimm. Sorry, bin etwas Amtsgeschädigt diesbezüglich.

Also kurz und gut, hier steht jetzt ein unbeschlafenes Bett und nimmt 2 m² Spielfläche weg.
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pqr
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Re: Adoption

Beitrag von pqr » 09.08.2019, 19:07

Geht es denn um ein eigenes Zimmer ( viele Geschwister teilen sich ja auch ein Zimmer bei anderen Familien), oder explizit um die Sicht auf das Familienbett?
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017

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