Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

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Mayama
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Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von Mayama » 13.03.2019, 17:51

Hallo ihr Lieben.

Mir wurde dieses Forum wärmstens empfohlen, nachdem mir bisher niemand bei meinem Problem helfen konnte. Ich entschuldige mich jetzt schon einmal für meine lange Vorgeschichte, ich versuche alles so gut wir möglich zusammenzufassen, aber wir haben tatsächlich schon eine kleine Still-Odysee hinter uns.

Meine Tochter ist nun 3,5 Monate und seit gut 1,5 Wochen im absoluten Stillstreik. Sie ist in wachem Zustand nicht einmal mehr in die Nähe meiner Brust zu bringen und auch im (Halb-) Schlaf stillen wird zunehmend schwieriger. Ich habe wirklich alles versucht, was ich von außen an Tipps erhalten oder mir angelesen habe, aber nichts scheint auch nur ansatzweise zu helfen.

Auf Ursachensuche bin ich natürlich schon gegangen: vor 3 Wochen hatte sie einen Harnwegsinfekt, der bis vor 2 Tagen mit 2 verschiedenen Antibiotika behandelt wurde. Dennoch zunächst, sprich die erste Woche, lief es perfekt mit dem Stillen. Der Kinderarzt schließt einen Zusammenhang eigentlich aus. Phyiotherapeutisch/osteopathisch ist alles tipptop und sonst gab es auch keine besonderen Ereignisse.

Ich weiss einfach nicht mehr weiter und habe auch Angst, dass sie zu wenig Nahrung/Flüssigkeit bekommt. Die Gewichtszunahme ist zuletzt auch schon zurückgegangen.

Kurz zu unserem Stillverlauf: von Geburt an gab es Probleme. Auf die empfohlene Trinkmenge (mind.8xtgl.) kamen wir nur durch große Mühen. Seit dem 2. Lebenstag kämpfte ich zudem mit Schmerzen und wunden/offenen Brustwarzen, die ich nach langem nur durch konsequente Pflege, Salben- und Laserbehandlung in den Griff bekam. Grund war -wie sich leider erst im Alter von 6 Wochen herausstellte nach Konsultation von mittlerweile 6 Spezialisten- ein zu kurzes Zungenbändchen. Zungen- und Lippenbänchen wurden daraufhin fachgerecht durchtrennt. Leider besserte sich dadurch stilltechnisch nicht allzu viel, so dass wir noch craniosacrale Therapie machten. Zwischenzeitlich hatte ich dann auch immer wieder zu wenig Milch, so dass ich bis heute immer nebenbei abpumpen musste und letztendlich auch die Milchbildung mit Bockshornklee und Domperidon unterstütze. Ich konnte mein Glück also kaum fassen, als vor gut 3 Wochen dann tatsächlich alles perfekt passte: Kind trank viel und schmerzfrei an meiner Brust und meine Milch war ausreichend vorhanden. Leider war dies nur von kurzer Dauer, denn nach 2 Wochen kam es dann zu besagtem Stillstreik. Nach 1-2 Tagen mit schwierigem Stillen -ich unterschätzte dies leider, da ich dieses Verhalten (häufiges Andocken und Wegziehen, Nörgeln beim Trinken) von früheren kurzen Phasen schon kannte und nach 2 Tagen wollte sie dann gar nicht mehr an die Brust und dies dauert also bis heute an.

Hier noch ein paar Gewichtsdaten:
22.11.18 (Geburt bei 38+0): 3250 g
24.11.18 (tiefstes Gewicht): 2930 g
05.12.18: 3280 g
14.12.18: 3590g
27.12.18: 4050 g
06.01.19: 4450 g
13.01.19: 4640 g
27.01.19: 4940 g
10.02.19: 5220 g
24.02.19: 5470 g
03.03.19: 5640 g
08.03.19: 5610 g
10.03.19: 5680 g

Ich hoffe, hier kann mir jemand helfen und/oder von eigenen Erfahrungen berichten. Ich bin gerade an einem Tiefpunkt angelangt, da ich nicht weiss, wie es weiter gehen soll. Es ist gerade alles so verdammt anstrengend und immer mit der Sorge im Nacken, dass sie nicht genug Nahrung bekommt. Ich lese ja meist, dass diese Streikphasen nur kurz andauern (meist wenige Tage), habe aber auch schon von Extremfällen (mehrere Wochen bis Monate bzw. für immer) gelesen. Das macht mir große Angst. Denn bei unserem "Glück" gehören wir auch wieder zu den schweren Fällen.

Liebe Grüße und schonmal vielen Dank an alle, die sich mit mir und meinem Problem befassen.

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Sabbermäuschen
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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von Sabbermäuschen » 13.03.2019, 18:15

Hallo Mayama, schön das du hierher gefunden hast. Wirklich helfen kann ich dir leider nicht, bezüglich Stillstreik bin ich gänzlich unerfahren. Ich möchte dir aber meine Bewunderung aussprechen, wie tapfer ihr seid! Dein Baby kann sich glücklich schätzen, so eine Mama zu haben 😊.
Ich denke, hier bist du in guten Händen!
Alles gute weiterhin 🍀
Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.

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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von travelmate » 13.03.2019, 22:00

Hallo Mayama!

Mensch, was ihr schon hinter euch habt! Das war emotional bestimmt sehr herausfordernd! Wie bewundernswert, dass du immer dran geblieben bist!

Wenn ich deinen Bericht lese, stellen sich mir einige Fragen:
Benutzt dein Kind irgendeine Form von künstlichen Saugern? Schnuller, Fläschchen... Diese können evtl eine Saugverwirrung ausgelöst haben.

Wieviele nasse Windeln hat dein Kind über Tag? Daran kannst du nämlich sehen, ob noch genug Flüssigkeit im Kind ankommt. Denn Trinkmengen sind bei Stillbabys meines Erachtens total schwer zu erahnen. Mit zunehmendem Alter saugen die Kleinen so effektiv, dass man nach kurzem Trinken denken könnte, das Kind hat kaum was gehabt. Ist aber eben nicht unbedingt so.

Wenn du schreibst, dass nur im Halbschlaf etwas Stillen möglich ist, auf wieviele Stillmahlzeiten kommt ihr denn am Tag?


Wir hatten auch Phasen des Stillstreiks mit viel Weinen an der Brust, das war wahnsinnig anstrengend... Ich kann dir aus meiner Erfahrung leider nicht den EINEN Tipp geben. Bei uns hat vieles zumindest ein bisschen geholfen. Vor allem dranbleiben und immer wieder dranbleiben. Ich habe irgendwann herausgefunden, dass ich links viel mehr Milch habe, deswegen wurde rechts die Brust kaum noch akzeptiert phasenweise. Schwer war es auch immer dann, wenn ich krank war oder es auf die Mens zuging. Stillen im Halbdunkel und absoluter Ruhe hat manchmal geholfen. Stillposition wechseln.
Und bei einer Freundin von mir klappt Stillen auf dem Gymnastikball gerade in ähnlicher Situation gut, sowie Stillen in der Trage.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft und Durchhaltevermögen!
Mama von zwei Jungs (Sommer 2016 und Sep. 2019) :sling_doppel_2: :tt_ruecken_2:

Mayama
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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von Mayama » 13.03.2019, 22:47

Danke schonmal für eure Antworten und die lieben Worte. Das tut gut, da ich mich insgeheim schon irgendwie als Versagerin fühle, weil das Stillen bei uns einfach nicht klappen will. Und obwohl ich weiss, dass der Streik nicht gegen mich persönlich geht, fühlt es sich für mich insgeheim doch manchmal so an.
Ja, wir haben tatsächlich so einiges hinter uns. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb ich jetzt nicht so einfach aufgeben mag. Denn dann war ja gefühlt alles umsonst.

Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Töchterchen keinen Schnuller bekommt oder je bekommen hat. Und die Flasche lehnt sie vehement ab. Ich habe es tatsächlich in meiner Not bereits mehrmals versucht, insgeheim war ich aber froh über ihre Verweigerung.

Was aber ziemlich auffällig ist, dass Töchterchen kurz vor Beginn des Stillstreiks begonnen hat, exzessiv am Daumen zu nuckeln. Nahezu ständig hat sie ihn im Mund und saugt daran. Ob es da einen Zusammenhang gibt?

Die Frage mit den nassen Windeln ist schwierig. Ich weiss nicht, wie nass denn als nass durchgeht. Da ich ziemlich häuftig Windeln wechsle aufgrund ihres Harnwegsinfektes, würde ich mal auf ca. 4-5 pro Tag tippen, aber ich werde da mal drauf achten. Jedenfalls sind es in der letzten Woche schon etwas weniger geworden.

Wir kommen aktuell vielleicht auf 5-6 gute Stillmahlzeiten. Dazwischen kommen noch ein paar gescheiterte Versuche und evtl auch Zufütterversuche mittels Spritze oder Becher, bei denen aber meist nicht so viel Milch ankommt. Wobei ich auch sagen muss, dass ich durch die ganzen Schwierigkeiten mehr als verunsichert bin und auch mein Gefühl und Vertrauen ins intuitive Stillen verloren habe, so dass ich mir nicht sicher bin, was eine ausreichende Stillmahlzeit ist.

Verschiedene Stillpositionen, Helligkeiten, Ruhe oder Ablenkung, Laufen, Tragen, nackt oder angezogen etc. habe ich alles schon ausprobiert, leider ohne Erfolg.

LariZZa
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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von LariZZa » 14.03.2019, 08:32

Das willst du vermutlich eher nicht hören, aber bei uns hat das auch so mit ein bisschen über zwei Monate angefangen und sich erst mit sieben oder acht Monaten wieder gegeben. Unterwegs stillen ging in der Zeit gar nicht, ich habe fast ausschließlich im Halbschlaf gestillt, grundsätzlich im abgedunkelten Raum und wenn es ganz schlimm war, musste ich zusätzlich noch weißes Rauschen anmachen. Und komischerweise hat bei uns als Stillposition mit Abstand am besten geklappt, dass ich auf dem Rücken lag und das Baby dann auf mir drauf in quasi mit einem Happs oben angedockt hat.
Da mein Kind zwar wenig gestillt hat, aber gut zugenommen hat, hab ich damit zu leben gelernt... die Zeit, in der es besonders schlimm war, war aber echt anstrengend und ich hab mir da auch viele Sorgen gemacht, so ein zwei Monate altes Baby, dass nach sieben Stunden immer noch nicht stillen will, verunsichert einfach total. Fläschchen wurde hier komplett verweigert, ich hab also weiter gestillt, auch wenn es anstrengend war. Ich hatte auch irgendwann den Eindruck, dass ich einfach öfter stillen wollte als das Baby und zusätzlich meine Milch soviel und heftig kam, dass dass baby das blöd fand. Ansonsten bin ich bei den anderen, beobachten, dass noch genug Flüssigkeit ins Kind geht, durch Windeln beobachten und die Nerven bewahren.
Halte durch, es wird besser!
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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von ShinyCheetah » 14.03.2019, 09:59

Mayama hat geschrieben:
13.03.2019, 22:47

Was aber ziemlich auffällig ist, dass Töchterchen kurz vor Beginn des Stillstreiks begonnen hat, exzessiv am Daumen zu nuckeln. Nahezu ständig hat sie ihn im Mund und saugt daran. Ob es da einen Zusammenhang gibt?

Die Frage mit den nassen Windeln ist schwierig. Ich weiss nicht, wie nass denn als nass durchgeht. Da ich ziemlich häuftig Windeln wechsle aufgrund ihres Harnwegsinfektes, würde ich mal auf ca. 4-5 pro Tag tippen, aber ich werde da mal drauf achten. Jedenfalls sind es in der letzten Woche schon etwas weniger geworden.

Wir kommen aktuell vielleicht auf 5-6 gute Stillmahlzeiten.
Hey!

Was den Daumen angeht, kann ich etwas beitragen. F hatte nämlich im gleichen Alter - schubbedingt - auch eine Art Stillstreik und zeitgleich seinen Daumen entdeckt. Das hat mich so verunsichert, dass ich hier einen Thread eröffnet habe: viewtopic.php?f=2&t=212467
Wir hatten Glück und es war nur eine wirklich kurze Phase, eben nur während des 3. Wachstumsschubs. Außerdem hatten wir eine viel unkompliziertere Vorgeschichte. Trotzdem - Glyzinie hatte geschrieben, dass Saugverwirrung wegen Daumen echt unwahrscheinlich ist. Und viele Babys haben in dem Alter eine schwierige Phase. Ich habe noch gestern eine Mutter kennengelernt, die ihr Baby vor kurzem mit 3,5 Monaten abgestillt hat, weil es "an der Brust einfach nicht satt wurde" - total schade!

Ich persönlich glaube, dass 5 - 6 gute Stillmahlzeiten eine zeitlang absolut ausreichen können und drücke ganz fest die Daumen, dass du es bald durchgestanden hast! 4-5 nasse Windeln kommt mir auch total OK vor. Aber ich bin nur Laie.
mit Sohn F (Ende September 18)

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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von Mayama » 14.03.2019, 15:30

Ich habe mir jetzt mal deinen alten Thread durchgelesen, Cheetah. Bzgl des Daumens bin ich dann schonmal beruhigt. Sohnemann (jetzt 4,5 J.) hatte nie den Daumen im Mund, da er schin in der Klinik als Saugtraining von Geburt an an den Schnuller gewöhnt wurde (er war ein Frühchen).

Allerdings macht es mir Sorgen, dass sich die Brustverweigerung schon so lange zieht. Meistens gibt sich das doch nach kurzer Zeit. Ich sehe schon, auch da ziehe ich das Stillpech wohl an.

Meinen allergrößten Respekt, LariZZa, dass du es so lange durchgehalten hast. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie lange ich das schaffe. Neben der Tatsache, dass ich mir einfach Sorgen bzgl der Versorgung mache, bin ich gerade einfach nicht mehr gesellschftsfähig. Ich kann kaum rausgehen bzw. habe totale Panik, wie ich mich verhalten soll, wenn Töchterchen unterwegs in wachem Zustand plötzlich Hunger bekommt. Das hatten wir vorgestern und es war schrecklich. Oder auch, wenn sie einschläft ich nicht gleich Stillen kann und eine (EIn-)Schlafphase sozusagen verpasse.

Immerhin eine gute Nachricht gab es heute: ich hatte Töchterchen heute pünktlich zur 16. Woche gewogen und sie hat trotz Streik ganz gut zugenommen. Ganze 160 g innerhalb von 4 Tagen. Das beruhigt mich irgendwie dann doch.

Was ich aber schon immer wissen wollte: wie stillt ihr denn beim Umherlaufen? Ich habe das auch einmal ausprobieren wollen, konnte mir aber gar nicht vorstellen, wie das anatomisch funktionieren soll.

Und kennt sich jm mit Probiotika bei Babys aus? Ich habe gerade unterschiedliche Meinungen um mich herum. Die einen sagen, dass ein Stillkind durch die Muttermilch genügend "gute Bakterien" mitbekommt und es also sinnlos sei. Die anderen meinen, nach Antibiotikumgabe sei es auch bei Stillkindern ein Muss, um die Darmflora wieder aufzubauen.

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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von LariZZa » 14.03.2019, 19:35

Ich hab ja im Nachhinein den Verdacht, dass mein Kind einfach weniger Bedarf hatte, als ich dachte. Und da es weiterhin gut zugenommen hat, hab ich dann einfach mit sehr wenig stillen tagsüber gelebt. Ich musste da erst lernen, dem Baby zu vertrauen. Aber unterwegs stillen war auch hier immer schwierig.
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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von äffchen » 14.03.2019, 19:39

Hallo Mayama,

Ich kann wahrscheinlich auch nicht so richtig weiterhelfen.. nur sagen Du bist nicht allein!! Das hat mir auf jeden Fall geholfen, wenn man immer überall neidisch die problemlos stillenden sieht.
Also, hier ist es im Prinzip das gleiche. Schwieriger Start mit Pumpen und boxhornklee etc. und als endlich alles gut war, wurde sie 3monate und alles war spannender als stillen. Jetzt ist sie 6 Monate und von einer entspannten stillbeziehung sind wir weiter meilenweit entfernt, aber es ist deutlich besser als am Anfang.
Das Problem mit dem rausgehen ist zugegebenermaßen ziemlich nervig. Das äffchen hat gelernt im Tuch/der Trage zu stillen. Damit kann man zwar auch nicht im Cafe sitzen, aber auf dem Hin und Rückweg bekommt sie dann was und man "verpasst" nichts.

Im Stehen stillen mache ich, indem ich sie quasi aus der abhalteposition (mit dem Rücken zu mir) zur Seite drehe und dann ein bisschen nach unten rutschen lasse, sodass sie dann fast in wiegehaltung vor mit liegt. Inzwischen dreht sie sich dann schon mit dem Kopf zur Brust (oder eben nicht, aber das ist wirklich viel besser) und ich justiere dann den Körper noch nach. Ist wahrscheinlich nicht so ganz wie mans machen soll, aber es klappt..

Richtig gut, dass das Gewicht so gut ist und passt!! Dann kannst du dich vielleicht ein bisschen entspannen (Ich weiß, leicht gesagt..). Sie holt sich schon was sie braucht.

Drücke die Daumen, dass es schnell besser wird!
mit kleinem äffchen 08/18

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Re: Stillstreik und kein Ausweg in Sicht

Beitrag von äffchen » 14.03.2019, 19:45

Achso, und in meiner größten Verzweiflung hab ich auch schonmal abends oder unterwegs ne Flasche gemacht (dachte ich könnte dann das Theater abkürzen). Das lief aber auch nicht besser.. die nimmt sie unterwegs auch garnicht. Auch nicht, wenn sie hunger hat, obwohl sie prinzipiell weiß wie das geht.
Dadurch ist Abstillen hier keine richtige Alternative.

Trinkt deine Tochter denn nachts normal? Ich denke auch, dass sie da dann aufholt, was ihr tagsüber entgeht. Leider auf Kosten von Schlaf..
mit kleinem äffchen 08/18

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