Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)
DieManull
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Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von DieManull » 31.05.2019, 09:43

Hallo ihr Lieben.

ich bin neulich auf dieses Forum gestoßen und würde gerne euren Rat suchen. Aktuell bin ich noch am stillen, aber eine Frage lässt mich jetzt schon nachts nicht schlafen: Der Speiseplan meines Kleinen. Ihr müsst wissen, dass ich ein Gesundheitsfreak bin. Gesundheit ist mein "hobby" und es macht mir Spaß. Bin da auch ab und zu eher in dem unterwegs, was man "alternative Gesundheit" nennen würde. Beim Thema Ernährung scheiden sich ja bekanntlich die Geister: Zucker ist böse, Keto, nein Salz ist böse, Salz ist wichtig, Wasser mit viel Mineralien, Wasser mit wenig Mineralien und so weiter. Meine Erfahrung ist, dass es 100 Ansätze und Meinungen gibt und man letztendlich das machen muss, was einem am logischsten vorkommt. So weit so gut. Für MICH war das auch immer okay. Ich habe mich damit mehr oder weniger abgefunden, dass ich nie absolut 100 Prozent wissen werde, welche denn nun die perfekte Ernährung und Lebensweise ist.

Seit ich allerdings diese Entscheidung nicht nur für mich, sondern auch für den Kleinen treffen muss (zumindest bald), kann ich das so nicht mehr akzeptieren. Ich bin den ganzen Tag online und researche. Das macht mich verrückt. Ich will doch nur, dass ich ihm nicht aktiv schade und dabei noch denke, dass ich etwas gutes tue.

Wie geht ihr damit um? Erfahrungswerte und beruhigende Worte sind erwünscht! :lol:

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thuri
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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von thuri » 31.05.2019, 10:51

Schau mal hier in die Infos zur beikosteinfuhrung.
So viele Gedanken musst du dir gar nicht machen. Wenn du dich selbst nicht von junk ernährst, kannst du deinen Kind nicht aktiv Schaden.
Viele verschiedene Sachen anbieten, dein Kind darf entscheiden, was und viel viel es nimmt.
Im Grunde kannst du für dich sogar auch noch was lernen. Denn viele der Ernährungs Richtlinien resultieren unter anderem daraus, dass wir verlernt haben, auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten.
Hier mit Eule (2/14) und Lerche (9/18)

Reh
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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von Reh » 31.05.2019, 11:46

Dein Kind wird bei der Sache, wenn du ihn lässt, auch mit entscheiden, indem er z.B. etwas, das du ihm anbietest, weil es ideal ist, nicht will und wieder ausspuckt, während er etwas anderes, das jemand in eurer Nähe isst, und du ihm nicht freiwillig angeboten hättest, unbedingt will und den ganzen Laden zusammen brüllt, weil er das auch will. ;)

Um einem Kind aktiv zu schaden braucht es schon deutlich mehr, als sich lediglich im Dschungel der gegensätzlichen Empfehlungen zu verirren.
Reh
mit 5 Sternchen im Herzen & dem Rehlein Stupsi 02/18 an der Brust

Ich kann Groß- und Kleinschreibung, mein Handy nicht immer...

DieManull
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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von DieManull » 31.05.2019, 12:01

Ich werde die Infos heute Abend mal durchstöbern, danke!

Das heißt ich sollte eurer Meinung nach auch dem folgen, was er will? Der Sohn einer Bekannten ist jetzt 5 und isst seit 5 Jahren mehr oder weniger Kartoffelpuree..sie hat immer drauf gehört was er mag und jetzt mag er nichts anderes mehr :lol: Ist natürlich ein Extrembeispiel, aber das möchte ich vermeiden.

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Nane85
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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von Nane85 » 31.05.2019, 12:10

Ich würde behaupten, das kannst du nicht vermeiden...
Nane85 mit den Mädels (02/13 & 06/15 & 06/19)

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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von Flädi » 31.05.2019, 12:18

Ich sehe es wie Nane. Du kannst zwar anbieten, was du als sinnvoll erachtest, aber ob dein Kind davon dann viele Komponenten mag oder nur wenige davon, das kannst du nicht beeinflussen. Auszahlen tut es sich dann viel später. Dann nämlich, wenn du weiterhin einfach immer das gesunde ausgewogene Angebot gemacht hast und dein Kind reif und neugierig darauf ist es zu probieren. Manche Eltern gaben halt keinen langen Atem und halten es nicht aus, dass die Kinder evtl. nur Kartoffeln essen. Diese beginnen halt mit Alternativen, die fast alle Kinder mögen, aber die halt auch nicht so gesund sind. Ich habe lange aushalten müssen....mit fast 14 und 12 beginnt es sich hier nun langsam auszuzahlen. Bei jedem Kind aber individuell, aber der Kartoffelesser hat sich doch immerhin um zig gesunde Varianten gesteigert.
Flädi mit S.Theres 10/05, T. Paul 09/07 und D. Martha 12/10 und zwei kleinen Zwillingsengeln 03/04 **

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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von FloppyDisc » 31.05.2019, 12:30

Ich unterschreibe auch bei Nane und Flädi. Wir haben auch "alles richtig gemacht" und im zweiten Lebensjahr hat unsere Tochter noch sehr abwechslungsreich gegessen. In der Kita isst sie auch alles, was angeboten wird. Zuhause sind wir froh, wenn sie ein bisschen Gurke, Paprika und Äpfel isst, ansonsten gehen nämlich nur Nudeln mit Ketchup, Reis mit Ketchup, Kartoffeln mit Ketchup und Spätzle mit Ketchup. Ob Ketchup zu einem "gesunden Angebot" zählt, lass ich mal dahinstehen, dafür gibt es hier halt keine Gummibärchen 😂 Ich glaube das wichtigste ist, dass man als Familie eine wie auch immer geartete gesunde Ernährung vorlebt, wann das Kind daran dann teilnimmt, kann man nur in Grenzen beeinflussen.
LG Floppy
mit Krötenkind 9/16 und "Paulchen" 5/19

Elena
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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von Elena » 31.05.2019, 12:45

DieManull hat geschrieben:
31.05.2019, 12:01

Das heißt ich sollte eurer Meinung nach auch dem folgen, was er will? Der Sohn einer Bekannten ist jetzt 5 und isst seit 5 Jahren mehr oder weniger Kartoffelpuree..sie hat immer drauf gehört was er mag und jetzt mag er nichts anderes mehr :lol: Ist natürlich ein Extrembeispiel, aber das möchte ich vermeiden.
Ich sage auch: Das kannst du nicht unbedingt vermeiden. :lol: Ich habe drei Kinder, die alle drei genau gleich aufgewachsen sind, was das Angebot an Essen angeht, aber total unterschiedlich essen. Die erste ist immer durchschnittlich mäkelig gewesen und wird mit zunehmendem Alter weniger mäkelig. Die zweite war schon als Baby extrem mäkelig und ist es auch mit 9 Jahren noch (sie isst nackte Nudeln statt Kartoffelpüree....). Sie isst, weil sie Hunger hat, nicht, weil es ihr schmeckt. Immer schon... Die dritte ist sehr offen und probiert immer schon gerne neue Sachen, sitzt am Tisch und schwärmt vom Essen...

Bis zu einem gewissen Grad hat man Einflussmöglichkeiten. Bei uns hat es sich total bewährt, den Kindern kurz vor dem Essen einen Teller mit Rohkost hinzustellen. Der wird da immer leer. Gemüse IM Essen? Fehlanzeige. Aber wer vorher schon zwei rohe Möhren gegessen hat, kann die gekochten meinetwegen auch weglassen. :lol: Aber ab einem Punkt ist es auch einfach eine Charakterfrage und die Kinder sind so oder so.

Seifenblasenfrau
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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von Seifenblasenfrau » 31.05.2019, 13:19

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pqr
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Re: Verantwortung für 2 - Thema Ernährung

Beitrag von pqr » 31.05.2019, 13:34

DieManull hat geschrieben:
31.05.2019, 12:01
Ich werde die Infos heute Abend mal durchstöbern, danke!

Das heißt ich sollte eurer Meinung nach auch dem folgen, was er will? Der Sohn einer Bekannten ist jetzt 5 und isst seit 5 Jahren mehr oder weniger Kartoffelpuree..sie hat immer drauf gehört was er mag und jetzt mag er nichts anderes mehr :lol: Ist natürlich ein Extrembeispiel, aber das möchte ich vermeiden.
Naja, das kommt ein bisschen drauf an.
Die Baby Lead Weaning Idee basiert ja darauf, dass das Baby intuitiv wählen kann, allerdings bei fairer Auswahl. Da wäre so ein hochverarbeitetes salziges Industrie-Produkt wie fertiges Kartoffelpü normalerweise eher nicht dabei.
Sprich die Wahl funktioniert eher bei naturbelassenen Priodukten als bei Fertiggerichten oder Süßigkeiten.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017

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