Tierquälerei im Tierpark und Zoo

Antwort erstellen

Smileys
:D :) :( :o :shock: :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: :sling: :sling_doppel_1: :sling_doppel_2: :smilie_und_kind: :tt_ruecken_1: :tt_ruecken_2: :1: :2: :3: :4: :5: :6: :7: :8:
Mehr Smileys anzeigen

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smileys sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin damit einverstanden.

   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von Lila » 30.04.2009, 22:45

@ dickkopfmama

ich bin mir um die nuancen bewusst. ganz sicher.
und auch darum, dass man manchmal einen weg gehen muss, um voran zu kommen.
mit elf bin ich mit meinem "gassi-geh-hund" auch noch in einer weise umgegangen, nee, dann kam der nächste "gassi-geh-hund" schon bessere ansätze, aber noch immer sehr viel falsch, der nächste "tierheim-pflegehund" ... besser ... habe ein geschirr gekauft, eine schleppleine und noch immer viel falsch gemacht ... die nächsten hundekontakt und langsam hab ich es verstanden. ... aber ob ich das wirklich bei einem eigenen hund hinbekommen würde.

letztendlich kann ich es sogar verstehen, wenn jemand sich ein tier anschafft, um z.b. die einsamkeit zu kompensieren in dem sein soziales leben statt findet ... aber ich kenne einfach auch viele menschen, die tiere konsumieren und nein, ich finde nicht, dass man sich katzen vom züchter holen muss, um ihnen dann für 1000€ kratzbäume in die wohnung zu stellen ... etc. ich verurteile noch nicht mal wirklich direkt was sie tun, sondern so wie sie es "verkaufen" ... zu dem stehen was man tut und nicht so tun, als sei alles o.k.
oder vögel in käfigen :cry:
meinem nachbarn habe ich jetzt zwei hasen "besorgt" ... ich habe gehört, dass eine familie sie nicht mehr haben wollte (hatten sie nur ca. einen monat) ... ich finde kleintierhaltung sehr suspekt ... aber sie wären sonst ins tierheim gekommen, auch er hat eigentlich gerade nicht wirklich viel zeit und wollte erst in einem jahr sich welche holen, aber er hat sie genommen. sie haben jetzt einen ca. 6m2 großen raum zur freien verfügung, in dem sie rumhoppeln ... o.k. es bei weitem kein leben wie in freiheit, sie können keine höhlen bauen, sind nicht draußen ... aber sie haben platz, sind zu zweit und sie waren schon geboren, was wäre die alternative gewesen?
auf der anderen seite mein nachbar. hat zwei katzen aus "schlechter haltung" (waren in einem hasenstall eingesperrt) geholt [hatte bereits zwei katzen]. eigentlich wollte er die zwei katzen wieder los werden. na ja, aber er wollte auch so gerne kätzchen, also ließ er die beiden katzen (kein jahr alt), ungeimpft draußen raum laufen und hoffte, dass sie gedeckt werden, die eine wurde auch sofort rollig und gedeckt ... die andere hat aus irgendwelchen gründen fünf monate "geschafft" ohne rollig zu werden, dann nahmen wir sie auf, sie hatte milben, flöhe, war ungeimpft und unkastriert ... jetzt ist sie unsere kastrierte katze. die andere? die hat drei babys geworfen, die hat er irgendwohin abgegeben (zu entfernten bekannten, wollte mir die ganze zeit das muttertier und ein kitten aufschwätzen) ... jetzt kam er auf die idee, dass sie noch ein zweites mal werfen soll, er hat einen kumpel der eine "glückskatze" will und den ganzen wurf nehmen würde ... und ihm pro katze 50€ gibt ... tja, jetzt läuft die katze wieder unkastriert draußen rum und wird wohl wieder bald trächtig sein ... so was meine ich ... und noch viele andere geschichten.

jeder macht sein bestes und bei 2nd hand tieren gilt immer ein anderer maßstab ... aber es gibt viele die ihre tiere einfach ausnutzen, respektlos sind und konsumieren.

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von Dickkopf-Mama » 30.04.2009, 19:07

xknäckebrotx hat geschrieben:
Aber die Tiere im Tierheim sind ja nicht dafür gezüchtet, sozusagen "Abfallprodukte". Hartes Wort, aber ist doch so.
Leider ja :( Aber Secondhand-Katze oder Gebrauchtkatze geht mir doch leichter über die Lippen.
xknäckebrotx hat geschrieben:Deswegen: Je weniger für den Verkauf gezüchtete Tiere gekauft werden, desto weniger werden im Tierheim landen. Und das würden wir uns doch eigentlich alle wünschen, oder?
Allerdings!

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von xknäckebrotx » 30.04.2009, 15:32

Nein, wahrscheinlich ist es nicht besser, die Tiere dort zu belassen (sofern sie denn in wirklich bessere Hände kommen - das ist ja auch so schwer zu definieren und die Tierheimmitarbeiter haben damit auch eine Riesen-Verantwortung).

Aber die Tiere im Tierheim sind ja nicht dafür gezüchtet, sozusagen "Abfallprodukte". Hartes Wort, aber ist doch so.

Deswegen: Je weniger für den Verkauf gezüchtete Tiere gekauft werden, desto weniger werden im Tierheim landen. Und das würden wir uns doch eigentlich alle wünschen, oder?

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von nkruemel » 29.04.2009, 19:31

xknäckebrotx hat geschrieben:Und da liegt dann tatsächlich der Hund begraben: Je weniger neue Tiere angeschafft, desto weniger werden ausgesetzt, desto weniger werden gezüchtet - eine schöne Utopie von Regulation.
Wäre es denn dann deiner Ansicht nach besser, die Tiere im Tierheim zu belassen anstatt sich so ein abgeschobenes Geschöpf nach Hause zu holen? Und ich spreche hier bewusst NUR von Tierheimtieren, nicht von denen aus Zooladen oder vom Züchter. Das das Prinzip von Angebot und Nachfrage dort greift, leuchtet mir ein. Aber jemandem, der sein Tier aussetzt, wird es egal sein, ob ich mir gestern eine Katze aus dem Heim geholt habe oder nicht. Er wird es so oder so tun.

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von xknäckebrotx » 29.04.2009, 17:41

Meike,

ich meine, dass ich mir einfach nicht ein Haustier ANSCHAFFEN würde, niemals würde ich verlangen, dass jemand aus dem gleichen Grund seine Haustiere ABSCHAFFT.

Dass es Wohnungskatzen gibt, ist mir klar, (meine frühere Mitbewohnerin hatte eine Perserkatze, da hab ich Tierhaltung in der Stadt miterlebt), und das Argument "eins aus dem Tierheim zu holen, damit das andere nicht so einsam ist" hat auch seine Berechtigung.

Aber mit Haustieren ist es halt wie mit allen anderen Konsumgütern: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Und so lange Tierhaltung eben dazugehört, werden neue Tiere dafür gezüchtet.

Im Prinzip ist die Fragestellung die gleiche, wie beim Vegetarismus: "Aber wenn wir die Tiere nicht essen, werden wir dann nicht eines Tages von ihnen überrannt, weil es so viele gibt? Wo sollen die dann alle hin?"

Und da liegt dann tatsächlich der Hund begraben: Je weniger neue Tiere angeschafft, desto weniger werden ausgesetzt, desto weniger werden gezüchtet - eine schöne Utopie von Regulation.

Klar, wird nicht passieren. Aber ich hab kein Tier und werd mir auch keins anschaffen, weil ich bei dieser Form von Konsum (von Lebewesen) nicht mitmache. Was bei weitem nicht heißt, dass ich andere Tierhalter per se als Tierquäler verurteile.

Ich finds aber gut, WENN Tierhalter sich des Dilemmas bewusst sind.

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von Dickkopf-Mama » 29.04.2009, 15:58

xknäckebrotx hat geschrieben: haustiere auf kleinem raum z.B. in der wohnung würde ich auch nie halten und erst recht nicht, damit mein kind etwas "lernt". :roll:
Dann stelle ich mich mal als Tierquälerin in die Ecke. (Ich beziehe mich jetzt sowohl auf das Zitat von Anna als auch auf die eingesperrten Katzen). Ich glaube dass es zwischen diesen Aussagen und der Realität ziemlich viele Zwischentöne gibt. Mit 14 wollte ich auch auf keinen Fall wieder Haustiere haben, da eine artgerechte Haltung in der Stadt nicht möglich ist. Kurz darauf traf ich jemanden, der sich Mut antrank um seine zahme Ratte auszusetzten :shock: . Ich habe sie mitgenommen, da dies für die Ratte im Herbst den sicheren Tod bedeutet hätte. Oder wäre das besser für sie gewesen???
Unsere Katzen sind auch reine Wohnungskatzen, der Kater ist durch seine Kindheit so gestört, dass er vor Fremden absolut panisch wird (wird jetzt mit 16Jahren langsam besser) die Katze war im Tierheim als nicht vermittelbar, weil sie krank und zudem sehr scheu war, da der Vorbestitzer sie misshandelt hat. Muss ich beide jetzt zu Freigängern machen, damit mein Gewissen besser ist da das artgerechter wäre, obwohl alle Versuche beim Kater zu Panikanfällen geführt haben?
So einfach finde ich meinen 18 Jahre alten Entschluss nicht umzusetzten. (Und was machen wir wenn einer unserer Stubentiger stirbt? Einzelhaltung wäre ja noch weniger artgerecht!? Ist es dann verwerflich wieder ein altes nicht gewolltes Tier aufzunehmen ( vorausgesetzt es ist ein freiwilliger Stubentiger))
Was ich damit sagen möchte ist, gerade im Bereich Haustiere gibt es viele Gründe die zu einer nicht artgerechten Haltung führen, manche sind grausam, egistisch und verwerflich und bei anderen würde sich in meinen Augen ein zweiter Blick lohnen, weshalb ich eine pauschale Verurteilung als voreilig empfinde, oder versuche ich nur mein Gewissen zu beruhigen?

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von xknäckebrotx » 28.04.2009, 22:46

yo. ich seh's genau wie lila.

es geht um konsum und belustigung, die man auch ganz leicht mit etwas anderem ersetzen könnte.

dass es für die meisten menschen eine umstellung oder anstrengung erfordert, kein fleisch zu essen, kann ich schon etwas verstehen.

aber den zoo oder zirkus drängt uns der alltag nun nicht wirklich auf. haustiere auf kleinem raum z.B. in der wohnung würde ich auch nie halten und erst recht nicht, damit mein kind etwas "lernt". :roll:

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von Lila » 28.04.2009, 19:55

nun, es kommt immer darauf an wie weit man denkt und wie viel kraft man hat "weltverbesserndes" umzusetzen und sei es nur im eigenen leben.

meine kinder sind kritisch hinsichtlich der tierhaltung und wissen zum teil - mMn - schon viel zu viel über artgerechtes verhalten ... denn sie sind ja noch kinder. aber irgendwie sind sie da rein gewachsen und ich habe nicht das gefühl, dass sie dadurch benachteiligt sind.

bei uns gilt dies für ALLE tiere. für die nachbarn mit ihren vögeln im käfig und ihren eingesperrten hauskatzen, genauso wie für die nachbarin, die ihre hunde am halsband hinter sich her zieht und die reiterin, die ihrem pony kurz gegen den bauch tritt, weil es beim gurten "zickt".

und natürlich gilt dies auch für zoo und zirkus ... und tatsächlich finde ich dies von der grundhaltung her schlimmer als wenn der nachbar seine vögel im käfig hält (wenngleich es für das individuum eine qual ist). durch den besuch von zoo und zirkus lernen meine kinder allerdings lebewesen zu konsumieren.
ich war in den letzten fünf jahren drei mal in einem zoo (in köln und hannover), weil dort zum einen ein treffen war und in dem anderen fall bin ich gezielt hingefahren, weil es ich kritisch betrachten wollte. ich bin der meinung, dass keine zootiere artgerecht gehalten werden und ich bin auch nicht der meinung, dass kinder von zootieren etwas lernen, außer eben, dass man tiere konsumieren kann, genausowenig lernen sie etwas über das natürliche verhalten. dort war z.b. ein wolfgehege mit glasscheibe. mein kind stand davor, der wolf lag dahinter und hat sich nicht geregt, zwischen ihnen die scheibe. oder die gorillas, ich habe selten in so traurige augen gesehen, die mutter stillte ihr ziemlich kleines baby ALLE sind hingerannt und fingen an zu fotografieren, wir sind weg geblieben bis alle anderen weg waren und das kleine fertig war und innerlich habe ich mir bei ihr entschuldigt. keines der tiere hat auch nur annähernd die lebensverhältnisse die es in freiheit hat: in freiheit ist der platz viel größer, es gibt fressfreunde und lebende beutetiere und vor allem ist der mensch weit weg, entweder er wird gemieden oder im zweifelsfall angegriffen. die tiere sind traumatisiert, ob sie sich in manchen zoos "anpassen" und keine typischen zeichen einer gefangenenhaltung zeigen ist für mich zweitrangig.
zum thema wildparks: wildparks finde ich etwas anderes, genauso wie es solche parks gibt wo z.b. ehemalige zirkusbären aufgenommen werden ... dennoch kenne ich auch wildparks, die zur belustigung vorne noch ein paar affen oder pinguine halten ... ich kann kaum mit meiner wut zurückhalten :? ... ich war dort 2x mit den kindern ... in erster linie um auf dem spielplatz sein zu können, beim anderen mal, weil es eine bastelaktion gab. beide kinder wissen das und beide kinder können bereits kritisch gucken (die kleine plappert eher nach, die große kann es seit sie 3,5 oder 4 ist). da hängt ein schild und es steht drauf "x leben in großen gruppen und durchstreifen ein gebiet von 100 km2" und vor einem ist ein kleiner alter käfig mit einer grundfläche von 50qm mit zwei tieren drin und vertrockneten ästen und davor stehen mama und papa und söhnchen und töchterchen und die eltern flöten "guck mal wie lustig der guckt" ... NEIN! jedem müßte dann doch irgendwie ein fragezeichen im kopf aufleuchten und ein schrei entweichen. wie kann man das tun, wer gibt einem das recht, ein lebewesen derart nicht artgerecht zu halten und wie ... entschuldigung ... blöd muss man sein in zusammenhang text-bild nicht irgendwie auf die diskrepanz aufmerksam zu werden.

d.h. meine kinder waren bisher 5x in einem tierpark (davon waren sie 1x so klein, dass sie nichts mitbekommen haben) ... sie haben sich übrigens kaum für die tiere interessiert, die da in ihren ecken saßen oder auf und ab liefen ... vielleicht lag es auch daran, dass ich nicht "gezwitschert" habe "ssscccchhhhhhaaaaaauuuuuuu nuuuuuurrrrrrr" ... sie fanden meistens die streichelzoos ganz gut und die super spielplatzanlagen und dort haben wir uns auch die meiste zeit aufgehalten.

von daher: ich bin für eine bewusste und kritische vermittlung der welt ... und da passen keine zoos und zirkuse als "freizeitaktivität" rein.

p.s.: hier gibt es eine kleine (winzige) anlage mitten im wohngebiet und die halten tiere in kleinen käfigen ... keine ahnung wieso das erlaubt ist ... aber es gehen dort immer wieder gerne eltern mit ihren kindern hin??? ich kapiere es nicht. so lange dem menschen nicht möglich ist die eigenen landes- und haustiere artgerecht zu versorgen, sollen sie tiere aus anderen ländern doch dort lassen wo sie sind. und wenn tiere ohne zoos aussterben würden, dann ist es so. wenn der mensch lebensräume von tieren vernichtet führt dies nun mal dazu, dass die tiere verschwinden ... aber klar, der mensch vernichtet nicht nur lebensräume, sondern er ist der mächtigste überhaupt und sammelt dann noch ein paar tiere zusammen, um sie sich schön hinstellen zu können und sagen zu können, die gab es früher ... ausgewildert werden die wenigsten tiere jemals können, abgesehen davon, dass dies bei zoogeburten schwierig ist ... fehlt ja der lebensraum ... :twisted:

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von Hauptstadtkind » 28.04.2009, 18:44

Wie ist das eigentlich mit großen Wildtierparkanlagen? Davon gibt es ja einige in Deutschland.

Re: Tierquälerei im Tierpark und Zoo

von Sagittaria » 28.04.2009, 18:35

Ich war mit Anna in Köln im Zoo und muss sagen, ich habe noch nie einen Zoo gesehen, der so schöne, große Gehege hatte :shock:

Und ich habe nicht ein Tier gesehen, das eine Marotte hatte, w ie man sie sonst oft sieht.

Die Giraffen z.B. waren mit einer ganzen Herde Antilopen zusammen und die Antilopen hatte was erschreckt und die Herde ist durchgegangen und die Giraffen sind ebenso quer durchs Gehege galoppiert! Ich kenne sonst keinen Zoo, wo die Giraffen nur annähernd den Platz haben um zu galoppieren - und das war ein älteres Gehege, das eigentlich ziemlich klein war im Vergleich zu anderen.

Nach oben