Welche Eigenschaften sollte nun ein Tragetuch besitzen?
- Das Tragetuch sollte diagonalelastisch gewebt sein, damit es sich der Körperform unseres Kindes optimal anpasst. Gleichzeitig darf es aber auch bei ständigem Gebrauch und langer Tragedauer nicht ausleiern. Besonders bewährt hat sich hierbei die Kreuzköper-Webtechnik, bei der in beiden Fadenrichtungen (Kette und Schuß) stabile Zwirne eingearbeitet sind. Das wirkt sich insbesondere dann positiv aus, wenn Kinder mit größerem Gewicht getragen werden: Das Tragetuch sitzt fester und muß nicht so oft nachgezogen werden.
Ebenfalls auf dem Markt sind Tücher in der aufwendigen Jaquard-Webtechnik. Bei dieser Webtechnik werden sehr schöne Muster erzielt. Hervorzuheben ist die besondere Elastizität in der Diagonalen. Die Tücher in Jaquard-Webtechnik tragen sich hervorragend bei der Verwendung der Kreuzbindeweisen. Die Weichheit und besondere Elastizität des Tuches kann es allerdings beim Tragen eines älteren und schweren Kindes erforderlich machen, das Tuch öfters nachzuziehen, um den korrekten Sitz des Tuches zu gewährleisten.
- Die Tuchkanten des Tragetuches sollten doppelt umnäht sein. Dies garantiert, dass das Tuch immer in Form bleibt und dass die Tuchkanten nach dem Festziehen auch fest gezogen bleiben.
- Die Rohbaumwolle darf nicht mit Pestiziten und Insektiziten behandelt worden sein. Das Tuch muß mit ungiftigen und schwermetallfreien und hautverträglichen Farben eingefärbt sein. Das Gewebe ist nicht vorgebleicht, chemisch ausgerüstet oder in irgendeiner Weise nachbehandelt worden.
- Erleichternd beim Binden können Markierungen in der Mitte des Tragetuches sein und verschiedenfarbige Ober- und Unterkanten, ebenso ein „vorn“ und „hinten“ des Tuches. Allerdings bekommst Du beim Tragen so schnell Routine, dass diese kleinen Hilfsmittel nicht wirklich nötig sind.
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