Rechte Brust wird verweigert

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Mia90
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Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Mia90 »

Hallo,
ich melde mich nun leider hier mal, wegen einem Problem, das uns nun schon mehrere Wochen beschäftigt. Ich dachte zuerst es wäre nur eine "Phase", aber irgendwie wird es nicht langfristig besser. Habe auch schon viel gelesen hier, aber so richtig etwas das unser Problem schildert, habe ich leider nicht gefunden.
Ich habe meine Hebamme bereits angesprochen, ihre Antwort war für mich leider sehr unbefriedigend ("Viele haben eine Lieblingsseite, gibt auch sehr viele Frauen, die nur einseitig stillen" - mag alles sein. Möchte ich, wenn möglich, aber vermeiden).
Erstmal zu meinem Problem:
Mein Sohn ist jetzt ca 5,5 Monate alt, seit Geburt gestillt, wir hatten nie Probleme, von Anfang an lief alles wirklich traumhaft, keine wunden BW, keine Schmerzen nichts. Ich hatte eher zu viel Milch und einen sehr starken MSR, so dass ich immer nur 1 Seite pro Mahlzeit angeboten habe, die hat er binnen 5-10 Minuten getrunken und ist satt. Anfangs hatte er mit dem starken MSR etwas zu kämpfen und hat oft abgedockt und wieder angedockt, weil er erstmal schlucken musste, das hat sich aber seit längerem gegeben. Mittlerweile trinkt er in einem "Zug" durch.
Es war alles völlig unkompliziert, nur mittlerweile verweigert er seit Wochen die rechte Seite, mal mehr mal weniger. Es gibt Tage, an denen habe ich rechts nur gepumpt, nachts ging es dann problemlos. Dann gibt es Tage, als wäre nie etwas gewesen und er trinkt beide Seiten problemlos, wo ich mich freue, dass es endlich vorbei ist. Doch dann geht es wieder los und heute bspw. hat er weder tags noch nachts rechts getrunken. Manchmal kann ich sie ihm "untermogeln", indem ich ihn zuerst links trinken lasse und dann nachdem der MSR ausgelöst hat nach rechts rüberziehe in den Rückengriff, ab und zu trinkt er dann zumindest etwas ab, aber meist auch nur unter großem Protest (oder eben auch gar nicht).
Mittlerweile belastet es mich wirklich sehr und ich gehe auch schon ziemlich angespannt in die Stillmahlzeit, wenn die rechte Seite dran ist, bzw. biete ich sie ihm jetzt jedes Mal mit an, bin also demnach dauernd "nervös", ob er nun wieder Theater macht oder ob er sie endlich trinkt.
Ich dachte zunächst, es läge an der Beikosteinführung, habe dies dann wieder 2 Wochen pausiert, keine Änderung. Ich kann aber auch nicht mehr genau sagen, seit wann er sie verweigert, ich glaube aber sogar, dass es bereits vor der Beikost angefangen hat. Es war eher schleichend. Also nicht von Anfang an so riguros.
Die Weigerung äußert sich wie folgt: sobald ich ihn vor der rechten Brust positioniere, fängt er an zu meckern, wenn ich ihm dann die BW etwas näher bringe, fängt er bitterlich an zu brüllen. Manchmal dockt er an, wenn ich ihm etwas Milch in den Mund spritze, sobald er aber die BW im Mund hat, drückt er sich wieder weg und brüllt. Manchmal hab ich das Gefühl ihn "ekelt" es förmlich. Wenn ich ihn dann zur linken Brust lege, dockt er sofort gierig an und trinkt ohne Probleme.
Wie gesagt, es gibt auch Tage zwischendurch, da trinkt er problemlos beide Seiten, jedoch ist es sehr selten geworden. Dabei merke ich allerdings, dass er rechts nicht mehr satt wird. Also biete ich grundsätzlich danach noch die linke Seite mit an, wenn er vorher einschläft (v.a. nachts), wird er meist nach ca. 1 Stunde wieder wach und hat Hunger. Das war sonst nie. Beide Seiten konnte ich sonst immer einzeln anbieten.

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde. Nein, haben es vor langer Zeit mal mit Wasser aus einem Fläschchen versucht (interessehalber), da kaut er nur drauf rum, kann nichts damit anfangen. Nur Beikost (Brei) seit ca. 1 Monat. Die isst er sehr gern.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen? Pro Mahlzeit wie gesagt ca. 5-10 Minuten, er stillt gegen 4, 8, 12 (+Brei), 17, 20, 24 Uhr, variiert auch manchmal ein wenig, aber so ungefähr haut's hin. Schlafen ist sehr unterschiedlich, so zwischen 30Min bis 3 Stunden schafft er tagsüber alles, abends geht es zwischen 19 und 21 Uhr ins Bett und er wird nur zum Stillen "wach".
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang? Jede Windel ist feucht bis nass (wird 4 stündlich gewickelt, außer nachts), Stuhlgang ist sehr variabel, manchmal ein paar Tage nicht, manchmal mehrfach (2x) täglich.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? Von Anfang an keine Probleme, hatte am 3. Tag schon wieder Zunahme und am 5. Tag Geburtsgewicht erreicht. Wie gesagt, war er anfangs vom MSR ein wenig überfordert, hat aber trotzdem stets gut getrunken, keine wunden BW, keine Schmerzen, keine Milchstaus, keine Bauchschmerzen o.ä. Kind war anfangs seeeehr ruhig, hat viel geschlafen und gekuschelt, erst nach ca. 2 Monaten aktiver und mehr wach, aber auch danach meist ziemlich zufrieden und entspannt (Anfängerbaby :mrgreen: )
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Goldi Sauger in Kirschkernform, haben wir eingeführt, da er ein sehr großes Saugbedürfnis hat und nach dem Stillen immer weiter saugen wollte, dann aber extrem schimpfte, weil noch so viel Milch kam. War der einzige Schnuller, den er annahm, alle anderen Versuche wurden verschmäht. Goldi hat er seit er 11 Wochen alt ist.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...? Hebamme wurde gefragt, siehe oben, Osteopathie war ich am Dienstag zuletzt, habe ihr das auch beschrieben, sie sah aber keinen Grund, fand sein Verhalten auch sehr "komisch", Blockade scheint es nicht zu sein, da er sich auch auf der linken Seite liegend (also in Richtung meiner rechten Brust) in den Schlaf wiegen lässt. Und auch im Rückengriff protestiert.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme? Keine Medikamente. Übergewicht ja, nach der SWS noch mehr als vorher (derzeit 105kg auf 165 :( ), nach Geburt 10kg weg (von 27), seitdem tut sich nichts mehr, egal was ich versuche (Sport, Ernährung...)

Er gedeiht an sich super, 8,5kg bei ca 70cm (geschätzt, U5 ist erst am 9.9.), also darum mache ich mir eher keine Sorgen. Mir geht es primär darum, dass ich ungerne rechts abstillen möchte, momentan habe ich aber das Gefühl, dass es dazu führt. Zum anderen habe ich Angst, dass es doch mal zu einem Milchstau kommt (ich pumpe zwar, wenn der Druck zu groß wird und er nicht trinkt, danach ist es auch besser, aber das ist ja nicht das Ziel). Ich kann mir einfach nicht erklären, was er auf einmal für ein Problem mit der einen Seite hat :cry:
Ich weiß nicht, ob ihr mir per "Ferndiagnose" helfen könnt. Falls nicht hatte ich schonmal geschaut, es gibt wohl LLL Stillberaterinnen in der "Nähe", das wäre in Leipzig (vielleicht ist ja eine hier, die mit mir in Kontakt treten könnte?), aber das sind immernoch gut 50km je Strecke. Würde ich auch fahren, aber wenn es anders geht, wäre es natürlich einfacher.
Ist leider etwas lang geworden, entschuldigt... Aber ist ja auch ein sehr ausführliches Thema irgendwie, man weiß ja nie, was nun wichtig und relevant ist und was nicht.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen und bedanke mich jetzt schonmal für eure tolle Arbeit hier! Es ist wirklich klasse, dass ihr so viel Aufwand betreibt und das alles ehrenamtlich. Echt ein tolles Forum hier <3
Liebe Grüße
A. mit J. (*03/2015)
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Mamalinchen
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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Mamalinchen »

Hallo Mia,

Ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber ich habe hier nun das 2. unkomplizierte Stillkind mit Lieblingsseitte. Rechts ist der MSR bei mir irgendwie stärker, deshalb mochten beide Kinder anfangs lieber links trinken. Rechts musste ich viel mit der Stillposition herumprobieren, weil offenbar ein Strahl doof in den Rachen spritzte. Links ging immer. Irgendwann im 2. Halbjahr war die rechte Seite dann beliebter, weil die Milch dort schneller fließt. Links hat die Kleine immer an der Brustwarze gezogen und mit den Händen an der Brust gedrückt :roll: Deshalb stille ich inzwischen zu 80% nur noch rechts. Finde ich nicht weiter schlimm. Einen starken Unterschied sieht man nicht.
Kriegst du Probleme an der verweigerten Brust?
Sonst würde ich versuchen, das Ganze entspannter zu sehen. Das Stillen wird sich sicher noch weiter verändern mit der Beikost und vieles andere auch. Auf die meisten Dinge hat man selbst wenig Einfluss, diese Phasen muss man einfach hinnehmen. Vielleicht merkt dein Baby ja auch deine Anspannung. Hast du mal beobachtet, wie deine Stimmung ist, wenn er die Seite trinkt oder nicht?

Viele Grüße
Lina
Mamalinchen mit Sonnenschein (06/2011) und Schneeflocke (01/2014)

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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Lösche Benutzer 10826 »

Hallo!
Bei meiner kleinen war es ganz genauso. Nur das es die linke Brust war. Es ging auch erst mit vier, fünf Monaten los. Geholfen hat nicht wirklich etwas. Manchmal ging es, wenn ich sie in Footballhaltung angelegt habe. Manchmal ging es einfach so und manchmal gar nicht.
Alles was ich versucht habe, hatte nicht wirklich erfolg. Irgendwann habe ich gar nicht mehr darüber nachgedacht. Und jetzt fällt mir auf, dass es gar kein Problem mehr ist. Ich weiss aber gar nicht, seit wann. Ich habe es wirklich vergessen, weiter darüber nachzudenken!
Allerdings trinkt sie doch etwas lieber rechts. Ich habe das Gefühl,dass die milch da schneller kommt...wer weiss...auf jeden Fall ist es kein Problem mehr!
Lg
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Mia90
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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Mia90 »

Mamalinchen hat geschrieben:Hallo Mia,

Ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber ich habe hier nun das 2. unkomplizierte Stillkind mit Lieblingsseitte. Rechts ist der MSR bei mir irgendwie stärker, deshalb mochten beide Kinder anfangs lieber links trinken. Rechts musste ich viel mit der Stillposition herumprobieren, weil offenbar ein Strahl doof in den Rachen spritzte. Links ging immer. Irgendwann im 2. Halbjahr war die rechte Seite dann beliebter, weil die Milch dort schneller fließt. Links hat die Kleine immer an der Brustwarze gezogen und mit den Händen an der Brust gedrückt :roll: Deshalb stille ich inzwischen zu 80% nur noch rechts. Finde ich nicht weiter schlimm. Einen starken Unterschied sieht man nicht.
Kriegst du Probleme an der verweigerten Brust?
Sonst würde ich versuchen, das Ganze entspannter zu sehen. Das Stillen wird sich sicher noch weiter verändern mit der Beikost und vieles andere auch. Auf die meisten Dinge hat man selbst wenig Einfluss, diese Phasen muss man einfach hinnehmen. Vielleicht merkt dein Baby ja auch deine Anspannung. Hast du mal beobachtet, wie deine Stimmung ist, wenn er die Seite trinkt oder nicht?

Viele Grüße
Lina
Hallo Mamalinchen,
Danke für deine Antwort und Erfahrungen.
Naja, sobald er anfängt sich wegzudrehen, zu versteifen und zu brüllen, werde ich schon angespannt. Vorher versuche ich mich möglichst nochmal "abzuschütteln"(toef durchatmen, Schultern lockern), damit ich ohne Anspannung und unvoreingenommen herangehe.
Naja ich muss rechts halt immer wieder abpumpen, weil ich schon schmerzhafte Verhärtungen an der Seite bekomme. Gestern hat er nach dem pumpen immer nach dem Becher gelangt, habs ihm dann angeboten und er hat alles (80ml) getrunken [emoji57] ist halt "lustiger" aus dem Becher...
Ein deutlicher Größenunterschied ist leider auch da, weil links eh immer schon etwas größer war und nun da ja auch die größere Nachfrage besteht... sieht schon komisch aus.
Ich hab halt Sorge irgendwie, dass links mal "etwas sein könnte" und es dann gar nicht mehr geht oder so... klingt vielleicht blöd... ist schwer zu beschreiben.

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Elena
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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Elena »

Ich kann deine Sorge verstehen, mnag dich aber etwas beruhigen: Alle meine drei Kinder haben solche Phasen gehabt. mehr oder weniger stark, aber alle etwa in dem Alter. Teilweise ging Stillen tagsüber nur im Gehen mit Rumschuckeln. :roll: Zuhause macht man das ja eine Weile mit, aber unterwegs hat mich das gestresst. Ich habe es auf Probleme mit Schnupfen oder mit Zähnen geschoben.

"Dass mal links was sein könnte" ist zwar nicht unmöglich, aber irgendwie unwahrschenlich. Dir fällt ja nicht über Nacht die linke Brust ab oder so. Wie gesagt, ich verstehe deine Sorge, aber wenn es wirklich Probleme geben sollte, nimmst du die in Angriff, wenn sie da sind. :)
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Mia90
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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Mia90 »

moonrise hat geschrieben:Hallo!
Bei meiner kleinen war es ganz genauso. Nur das es die linke Brust war. Es ging auch erst mit vier, fünf Monaten los. Geholfen hat nicht wirklich etwas. Manchmal ging es, wenn ich sie in Footballhaltung angelegt habe. Manchmal ging es einfach so und manchmal gar nicht.
Alles was ich versucht habe, hatte nicht wirklich erfolg. Irgendwann habe ich gar nicht mehr darüber nachgedacht. Und jetzt fällt mir auf, dass es gar kein Problem mehr ist. Ich weiss aber gar nicht, seit wann. Ich habe es wirklich vergessen, weiter darüber nachzudenken!
Allerdings trinkt sie doch etwas lieber rechts. Ich habe das Gefühl,dass die milch da schneller kommt...wer weiss...auf jeden Fall ist es kein Problem mehr!
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Hallo moonrise,
Danke auch für deine Antwort! Es hilft schon ein wenig,zu wissen, dass es bei anderen auch so war...
Irgendwie hatte ich mir etwas anderes erhofft, außer "warten".. ich bin eher ein Macher-Typ. Einfach nur aushalten und warten fällt mir schwer, vor allem, weil er jedes Mal so ein Theater darum macht. Er brüllt, als hätte ich ihm sonstwas angetan, nur weil er die Brust vor der Nase hat. Denk dann immer, dass ich was falsch mache, oder was nicht stimmt, aber links dockt er ja sofort hungrig an.

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Mia90
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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Mia90 »

Elena hat geschrieben:Ich kann deine Sorge verstehen, mnag dich aber etwas beruhigen: Alle meine drei Kinder haben solche Phasen gehabt. mehr oder weniger stark, aber alle etwa in dem Alter. Teilweise ging Stillen tagsüber nur im Gehen mit Rumschuckeln. :roll: Zuhause macht man das ja eine Weile mit, aber unterwegs hat mich das gestresst. Ich habe es auf Probleme mit Schnupfen oder mit Zähnen geschoben.

"Dass mal links was sein könnte" ist zwar nicht unmöglich, aber irgendwie unwahrschenlich. Dir fällt ja nicht über Nacht die linke Brust ab oder so. Wie gesagt, ich verstehe deine Sorge, aber wenn es wirklich Probleme geben sollte, nimmst du die in Angriff, wenn sie da sind. :)
[emoji1] nein, abfallen wird sie wohl nicht, das stimmt...
Da hast du ja auch ganz schön was mitgemacht... ich käme wahrscheinlich gar nicht auf die Idee dabei zu laufen [emoji15]
aber ja, unterwegs stresst mich das Ganze noch mehr. Zu hause sitz ich dann einfach komplett oben ohne und versuche sie ihm unterzujubeln während des trinkens. Aber so abgebrüht bin ich dann doch nicht,das überall/öffentlich zu machen [emoji1]


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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Elena »

[quote="Mia90"] Denk dann immer, dass ich was falsch mache, oder was nicht stimmt [\quote]

Ich finde es eigentlich supernervig, wenn "erfahrenere" Mütter Müttern mit dem ersten Kind mit Sprüchen wie "Du wirst schon sehen" und "beim ersten Kind dachte ich auch noch" kommen. Aber ich hoffe, du nimmst es mir jetzt nicht übel, wenn ich genau das mache. :oops: Also: Beim ersten Kind habe ich mir auch noch viele, viele Gedanken gemacht. Mein Kind und mich sehr genau beobachtet, merkwürdiges Verhalten problematisiert und den Fehler bei mir gesucht. Man ist es ja irgendwie gewohnt, seinen Job so gut wie möglich zu machen, also will man auch als Mutter gute Arbeit abliefern. Irgendwann sagte mir eine "erfahrenere" Mutter, sie hätte in den ersten Monaten so oft ihr schreiendes Kind rumgetragen und irgendwann sei die Erkenntnis gekommen, dass sie es überhaupt nicht richtig machen könne in dem Sinne, dass sie das Schreien "abstellen" könnte. Sie könnte sich richtig verhalten und das Kind rumtragen, aber das Kind würde eben trotzdem schreien. Weiter gebe es an der Situation nichts zu optimieren. Und damit fiel ganz viel Druck von ihr ab. Daran musste ich dann auch öfter mal denken, wenn mein Kind irgendein Problem hatte, dass ich nicht lösen konnte. Die Zeit hat alle diese Probleme dann geheilt. :lol:

Google doch mal "Brustschimpfphase". Das ist eine psychologische Erklärung für das Anschreien der Brust. Es klingt bei dir ein bisschen anders, weil er ja nur eine Seite anschreit und auch schon etwas älter ist, aber vielleicht ist es trotzdem interessant.
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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Mia90 »

Elena hat geschrieben:
Mia90 hat geschrieben: Denk dann immer, dass ich was falsch mache, oder was nicht stimmt [\quote]

Ich finde es eigentlich supernervig, wenn "erfahrenere" Mütter Müttern mit dem ersten Kind mit Sprüchen wie "Du wirst schon sehen" und "beim ersten Kind dachte ich auch noch" kommen. Aber ich hoffe, du nimmst es mir jetzt nicht übel, wenn ich genau das mache. :oops: Also: Beim ersten Kind habe ich mir auch noch viele, viele Gedanken gemacht. Mein Kind und mich sehr genau beobachtet, merkwürdiges Verhalten problematisiert und den Fehler bei mir gesucht. Man ist es ja irgendwie gewohnt, seinen Job so gut wie möglich zu machen, also will man auch als Mutter gute Arbeit abliefern. Irgendwann sagte mir eine "erfahrenere" Mutter, sie hätte in den ersten Monaten so oft ihr schreiendes Kind rumgetragen und irgendwann sei die Erkenntnis gekommen, dass sie es überhaupt nicht richtig machen könne in dem Sinne, dass sie das Schreien "abstellen" könnte. Sie könnte sich richtig verhalten und das Kind rumtragen, aber das Kind würde eben trotzdem schreien. Weiter gebe es an der Situation nichts zu optimieren. Und damit fiel ganz viel Druck von ihr ab. Daran musste ich dann auch öfter mal denken, wenn mein Kind irgendein Problem hatte, dass ich nicht lösen konnte. Die Zeit hat alle diese Probleme dann geheilt. [emoji38]

Google doch mal "Brustschimpfphase". Das ist eine psychologische Erklärung für das Anschreien der Brust. Es klingt bei dir ein bisschen anders, weil er ja nur eine Seite anschreit und auch schon etwas älter ist, aber vielleicht ist es trotzdem interessant.
Nee ich nehm es dir nicht übel [emoji1] ist halt schwierig. Ich bin eigentlich gar nicht so ein "ich mach mir selbst Stress, weils Kond weint" typ... momentan ist grad wohl 26Wochen Schub und da kommt natürlich noch mehr weinen dazu. Das halte ich komischerweise sehr gut aus. Wenn er völlig aufgewühlt ist,bin ich wirklich die ruhe selbst und lass ihn halt "erzählen. Ich halte ihn einfach nur, wir wippen leicht auf dem Pezziball (Gott lobe den Erfinder[emoji1] ) und weiß,dass ich nicht mehr machen kann. Das ist auch ok für mich.
Aber das stillen war immer so unser "Steckenpferd"... das war das, was immer und super klappte... meine 2 Freundinnen mit Baby hatten leider immer Probleme und von überall wurde mir suggeriert,dass es schwer würde und weh tut (Schwiema:"ich hab die ersten Wochen beim Anlegen nur geweint und auf ein Handtuch gebissen, stell dich drauf ein, das ist immer so").... und dann ging es so reibungslos und unproblematisch (und völlig schmerzfrei).. ich war einfach nur erleichtert und stolz auf uns. Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, das einfach hinzunehmen. Wenn ich dann mit meiner Freundin darüber rede, sagt sie "so hat es bei mir auch angefangen, dann ging nachher gar nichts mehr"... das schürt vermutlich unterbewusst diese Angst "dass links mal was ist".
Brustschimpfphase hatte ich auch schon von gelesen, klang zuerst schlüssig... und dann fand ich einen Artikel, der etwas über die "Erfinderin" dessen erzählt... und wie sie zum Thema stillen und Babys dachte [emoji15] da ist es mir anders geworden und ich kann dieser Theorie nichts mehr abgewinnen ("das Baby hat Gewaltphantasien seiner Mutter gegenüber und beschmiert es in seiner Phantasie mit exkrementen....." so in der Art)....

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Elena
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Re: Rechte Brust wird verweigert

Beitrag von Elena »

Ja, die ursprüngliche Erklärung zur Brustschimpfphase kommt mir auch etwas irre vor, obwohl ich das, was du schreibst, gar nicht gelesen hatte. :shock: Aber immerhin zeigt es, dass es Phasen des Brustanschreiens häufig gibt und dass es durchaus psychologische Dinge sein könnten, die dahinter stecken.

Toll, dass es bisher so unkompliziert geklappt hat bei euch! Bei meiner Großen habe ich anfangs etwas gekämpft, lange mit Stillhütchen gestillt usw. Sie hatte mit etwa 7 Monaten auch einen mehrtägigen Stillstreik, wo ich mir wirklich Sorgen gemacht (und hier zum Glück kompetente Hilfe bekommen!) habe. Danach ging es aber sehr unkompliziert weiter. Und meine beiden jüngeren Kinder hatten zwar diese nervigen Schimpfphasen, aber es gab keine ernsthaften Probleme - letztendlich habe ich bei ihnen aber auch immer darauf vertraut, dass sich alles einrenkt. Nachdem der Stillstreik bei der Großen überwunden war, habe ich ziemliches Vertrauen gehabt, dass es weiterhin gut klappt. Und so war es auch.

Ihr habt die kritische Zeit ja auch längst hinter euch und einen guten Stillstart gehabt. Ich denke nicht, dass du dir ernsthaft Sorgen ums Weiterstillen machen musst. Aber total nervig ist das Theater ja! Vielleicht hat ja ein Experte hier noch einen Tip, was ihr versuchen könnt. Aber du hast ja schon einiges durchprobiert, was ich vorgeschlagen hätte (Rückengriff). Vielleicht habe ich es überlesen - stillst du auch im Liegen? Vielleicht ist das auch einen Versuch wert. Vielleicht findest du auch noch Tips, wenn du hier nach "StillstreiK" suchst. Dein Kind streikt ja nicht vollständig, aber so ein bisschen eben doch. Und vertrau darauf, dass sich das wieder einrenkt!
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