Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Joanna79
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Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von Joanna79 » 25.10.2017, 23:21

Hallo Mädels,

ich brauche mal Euren Rat. Bzw. Brainstorming-Futter [emoji6]

Letzte Woche haben wir nachts abgestillt (erste Nacht Mi-Do). Der bescheidene Plan war, eine vierstündige Stillpause von 22-02 Uhr einzuführen. Ich schlafe im Gästezimmer im Keller und gehe entweder nach oben, wenn mein Mann anruft oder wenn ich irgendwann in den frühen Morgenstunden wach liegen sollte ;-)
(Mein Körper hat in den ersten Nächten wohl beschlossen, dass sooo viel Schlaf auf einmal nicht gut sein kann. [emoji23] Nach 5-6 Stunden war Schluss...)

Es läuft eigentlich ganz gut - die erste Nacht war natürlich schrecklich [emoji15] Aber schon nach zwei Nächten bin ich erst nach 5 nach oben gegangen, teils freiwillig, teils nicht ;-)
Der Purzel wacht immer noch sehr oft auf - bis ich ins Bett gehe, sicher alleine 2-3 Mal. Da wird er weiterhin gestillt - ist vielleicht kontraproduktiv, keine Ahnung. Mein Mann wünscht es sich so; hat Angst, dass der Kleine Hunger leidet... (Erstaunlicherweise isst er tagsüber nicht mehr als vorher. Das hatte ich eigentlich erwartet. Das nur nebenbei.) Naja, vorläufig behalten wir das in dieser Art noch bei.

Auch danach wacht er noch oft auf. Aber mein Mann schafft es irgendwie, ihn zum Weiterschlafen bewegen - manchmal wird lautstark protestiert und er wiegt ihn auf dem Arm; manchmal schläft er auf seinem Bauch weiter; in guten Nächten (okay, bisher in einer [emoji6]) hat Handauflegen gereicht.

Naja, bis auf die Tatsache, dass der Kleine NICHT wieder einschläft, nachdem ich zum Stillen gekommen bin, sondern 1 h WACH!!! ist (dazu mache ich vielleicht noch mal einen Thread auf) alles wunderbar, wir machen erst Mal so weiter. Ich fühl mich wie neugeboren. [emoji4]
ABER: Am Freitag wird mein Mann außer Haus schlafen! Das steht schon ewig fest und wir hatten es beide verplant - was mach ich denn jetzt? Wieder stillen? Mache ich damit alles wieder kaputt?
Die oben genannten Maßnahmen, ihn zum Schlafen zu bringen, funktionieren bei mir höchst selten. Also eigentlich fast nie. Bei mir geht nur Stillen, Tragen, Kinderwagen - da wär mir doch stillen eigentlich am angenehmsten... Mal abgesehen davon, dass die Große auch noch da ist, wir am nächsten Tag (Samstag) arbeiten müssen und ich vorher auch noch alles für den Babysitter bereit machen muss...
Ich habe die Große noch mal eine Woche lang nachts gestillt, als sie nachts schon abgestillt war und der letzte Backenzahn kam, der hatte es in sich. Da war das Abstillen aber sicher schon zwei Monate her und der "Wiedereinstieg" hat problemlos geklappt. Aber jetzt sind wir ja noch nich so lange dabei...
Also doch eher in die Trage...? Ich sehe mich schon die halbe Nacht mit ihm rumspazieren...danach schläft es sich so schwer weiter...
Was würdet Ihr machen?
(Der Termin meines Mannes lässt sich nicht absagen oder verschieben und er kann nicht nach Hause kommen.)

Vielen Dank im Voraus für Euren Input!

LG
Joanna


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soda
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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von soda » 26.10.2017, 06:53

Hab ich das richtig verstanden:
Stillpause von 22 bis zum Morgen.
Kind schläft die meiste Zeit der Nacht mit Papa seitdem.
(Vermutlich: er soll in der Nacht nicht allein schlafen (?) )

Ich würde spontan die einfachste Lösung wählen. Bei mir sähe das vermutlich so aus:
Alles so anfangen wie immer. Kind erklären, dass
- entweder: nachts die Mama zu ihm kommt, wenn er was braucht (falls er allein schlafen soll)
- oder: nachts die Mama bei ihm schläft (ohne Kommentar)
Wenn er wach wird und durch kuscheln nicht schläft, würde ich stillen. Die eine Nacht hätte bei uns kein Problem dargestellt.
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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von pqr » 26.10.2017, 07:20

Also grundsätzlich stehen nächtliches Abstillen und Mama schläft bei Kind nicht im Widerspruch.
Du könntest dem Kleinen sagen, dass erst morgens wieder gestillt wird, Du aber kuschelst und evtl. trägst.
Da es aber nur vorübergehend ist, könntest Du auch generell tragen oder eben für die kurze Zeit doch wieder stillen, wenn es sonst zu stressig ist.
Viele Grüße
pqr

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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von Leja » 26.10.2017, 08:04

Meiner war viel älter, als wir nachts abgestillt haben, also ist das nicht so ganz vergleichbar.... Ich hab weiterhin bei ihm geschlafen und ihm, wenn er in der Nacht aufgewacht ist erklärt: "solange es dunkel ist möchte ich nicht stillen - du darfst wieder trinken, wenn's hell ist". Das hat ganz gut geklappt.
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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von Maja » 26.10.2017, 08:49

Für die eine Nacht würde ich mich einfach dazulegen ubd im Zweifel ohne jeden Kommentar stillen. (Und damit so viel Schlaf wie möglich bekommen.) Kinder können ausgesprochen gut unterscheiden, wer sie gerade betreut, und von daher unterbricht das den "Papa-Rhythmus" nicht, wenn Mama etwas anderes macht.
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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von Joanna79 » 26.10.2017, 14:47

Danke Euch!

@soda: ja, richtig verstanden. Er soll nicht alleine schlafen, natürlich nicht. [emoji4] Er schläft mit Papa im Familienbett.
Ich habe vergessen, zu schreiben, wie alt er ist - 14 Monate. Ich habe nicht das Gefühl, dass er schon so weit ist, zu verstehen, was ich ihm erkläre. Aber hey, es kann ja nicht schaden - versuchen werde ich es.
Ich glaube, ich werde es erst mal - also beim ersten Aufwachen, wenn ich vielleicht noch wach bin ;-) - mit der Trage versuchen und ansonsten wohl stillen. Und hoffen, dass es uns nicht auf Nacht 1, sondern höchstens Nacht 2 zurückwirft... Das möchte ich weder dem Kleinen noch meinem Mann noch mal zumuten müssen...


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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von Joanna79 » 26.10.2017, 14:49

Maja hat geschrieben:Kinder können ausgesprochen gut unterscheiden, wer sie gerade betreut, und von daher unterbricht das den "Papa-Rhythmus" nicht, wenn Mama etwas anderes macht.
Das kann ich voll unterschreiben. Sieht man ja schon daran, dass Papas Tricks bei mir nicht funktionieren. [emoji6]
Nur die allererste Entwöhnungsnacht, die wirklich nicht schön war (dabei ging es da nur um 4 h); die möchte ich uns allen gerne ersparen.



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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von Kohlmeise » 26.10.2017, 16:20

Huhu,

Bei uns ähnliches Alter, ähnliche Situation (ich schlafe den größten Teil der Nacht mit dem Großen im Familienbett, Papa mit dem Kleinen im Wohnzimmer). Wenn Papa weg ist, das kam bisher 2 mal vor, wird die gesamte Nacht alle 60-90 Minuten gestillt. Beide Nächte haben die anschließenden Nächte mit dem Papa nicht verschlechtert. Ich glaube, der Kleine ist schon daran gewöhnt, wie es mit Papa läuft und da kann er unterscheiden... Ich würde also einfach machen, was für Dich am bequemsten ist und mir keine Gedanken machen, welche langfristigen Folgen das hat.

Du kannst ja mal berichten, wie es war... Meiner ist dann zwischen 4 und 5 wenn Papa ihn mir zum Stillen bringt übrigens auch immer ne Stunde wach. Da feilen wir noch an einer Lösung :wink:
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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von Maja » 26.10.2017, 18:42

Der innere Schlafdruck ist am frühen Morgen nicht mehr so hoch, da wirkt so eine ja eher starke "Störung" bzw. Unruhe eher weckend als früher in der Nacht. Eventuell kommt auch noch Frühstückshunger dazu. Von daher kann es sich lohnen, an den Tageskalorien noch mal zu drehen (vor allem vormittags bis nachmittags, nicht unbedingt primär abends) und/oder den ersten Stillzeitpunkt früher oder eben deutlich später zu legen (was bei u2-Kids dann aber manchmal(!) Zum Bedarf einer Nachtflasche führt).
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Re: Nachts abgestillt - Hilfe, Mann außer Haus! Wie weiter...?

Beitrag von Joanna79 » 26.10.2017, 22:32

Kohlmeise hat geschrieben:Huhu,

Bei uns ähnliches Alter, ähnliche Situation (ich schlafe den größten Teil der Nacht mit dem Großen im Familienbett, Papa mit dem Kleinen im Wohnzimmer). Wenn Papa weg ist, das kam bisher 2 mal vor, wird die gesamte Nacht alle 60-90 Minuten gestillt. Beide Nächte haben die anschließenden Nächte mit dem Papa nicht verschlechtert. Ich glaube, der Kleine ist schon daran gewöhnt, wie es mit Papa läuft und da kann er unterscheiden... Ich würde also einfach machen, was für Dich am bequemsten ist und mir keine Gedanken machen, welche langfristigen Folgen das hat.

Du kannst ja mal berichten, wie es war... Meiner ist dann zwischen 4 und 5 wenn Papa ihn mir zum Stillen bringt übrigens auch immer ne Stunde wach. Da feilen wir noch an einer Lösung :wink:
Huhu, Kohlmeise, das ist ja interessant! Dass man in den frühen Morgenstunden schlechter wieder einschläft, wie Maja schreibt, kenne ich von mir selbst. Ich hab auch meinen Mann schon gebeten, früher zu reagieren - also nicht erst zu warten, bis klar ist, dass er nicht mehr zum Schlafen kriegt. (Er hat es nicht ganz verstanden, das muss ich ihm noch mal erklären.) Ein paar Mal bin ich ja selbst schon nach oben gegangen, weil ich wach war und ohne dass er bereits wach war - das hat allerdings keinen Unterschied gemacht...komisch.
(Heute früh hat es funktioniert, da hat er weitergeschlafen und ich lag erst mal wach [emoji36])
Wenn er dann nach einer Stunde wieder einschläft, schläft er z.T. echt lange weiter. Wäre schön, wenn wir nicht leider aufstehen müssten... *seufz* Letzte Woche waren Ferien, da ging es.
Lustig finde ich es aber schon - bei meiner Großen war das Stillen in den frühen Morgenstunden eher der Garant für ein nicht zu frühes Aufstehen-Müssen...
Aber das mit den Kalorien werde ich mal im Auge behalten - wer weiß, wieviel Milch da eigentlich noch kommt. Tagsüber ist er ja auch 5-6 h in der Krippe.


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