Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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stachelbeeren83
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Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von stachelbeeren83 » 06.10.2017, 15:19

Hallo, ich glaube ich brauche mal Ideen, Inspiration, Rat was unsere Schlafsituation angeht. Meine Tochter ist 2 J und 8 Mon alt. Sie stillt noch, vor allem zum Einschlafen, nachts, nach dem Aufwachen und einmal nachmittags nach der Kita. Seit ihrer Geburt schläft sie bei mir im Bett, mein Mann schläft extra, weil er schnarcht :-) und damit wenigstens einer ausgeschlafen hat. Einschlafen funktioniert zuhause nur per Stillen - alternativ auch auf dem Fahrrad oder im Auto wenn sie sehr müde ist und dann ablegen im Bett. Praktisch bedeutet dass, dass Nachtschlaf bislang ohne mich nicht möglich ist, denn wenn Sie aufwacht, müsste mein Mann ja wieder los mit Rad/Auto. Versuche sie im Bett zum Schlafen zu bekommen (Mittags, Abends) durch meinen Mann oder die Oma sind bislang gescheitert (wir haben nach stundenlangem hin und herwälzen oder wenn sie zulang weinte aufgegeben). Interessanterweise funktioniert Mittagsschlaf bei der Tagesmutter oder in der Kita jedoch... Nun ist es jedenfalls so, dass die Kleine prinzipiell sehr unruhig schläft, noch oft stillt, was ich eigentlich sehr lange abkonnte - ichd ging ja eh mit ihr ins Bett und in den 12 Stunden die ich da lag, hat die Gesamtmenge Schlaf meist gepasst. Wenn sie jedoch krank ist - schon bei leichtem Schnupfen o.ä. - schläft sie allerdings grottenschlecht, stillt ca 50% der Nacht, liegt auf mir etc. Seit 3 Monaten ist sie nun in der Kita (vorher Tagesmutter) und quasi dauererkältet. Seit dieser Zeit schlafe ich so wenig, dass ich mir nicht vorstellen kann, so über den Winter/die Erkältungszeit zu kommen...ich bin ständig müde, arbeiten fällt schwer, keine Kraft etc. Es muss also etwas passieren. Verschiedene Überlegungen stehen im Raum...
1) Abstillen - will ich nicht vollständig, da ich befürchte dass sie dann noch häufiger krank wird (ist ja immunsystemstützend), außerdem schläft sie so echt gut ein und lässt sich nachts beruhigen, ich hab Angst dass es ohne Stillen noch schlimmer wird bzw will im Notfall wieder zur jetzigen Situation zurück können
2) bei Papa schlafen - Papa schnarcht wie gesagt echt laut und verträgt Schlafmangel deutlich schlechter als ich
3) eigenes Zimmer - halte ich für unrealistisch, sie ist wach schon ungern allein in einem Zimmer, sobald sie nachts aufwachen würde, gäbe es Geschrei und einer müsste zu ihr
Meine Idee war jetzt irgendwie so eine Art Kombi. Abends vorm Schlafen (am Besten wahrscheinlich nicht bis zum Einschlafen) und früh nach dem Aufwachen Stillen, auch nach Kita, nachts nicht mehr. Schlafen in eigenem Bett im selben Zimmer wie Papa (= nicht ganz allein, aber eigenes Bett, nicht bei mir um Stillen auszuschließen, Papa kriegt einen Tennisball ins Schlafshirt gegen Schnarchen). Das Ganze evtl. an einem langen Wochenende einführen, wo ich nach dem Abendstillen tatsächlich außerhalb schlafe?
Hm...aber so ganz sicher bin ich irgendwie nicht...und das sollte ich wohl sein, eh wir diese Riesenaktion angehen. Vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrungen, Tipps, Gedanken..vielleicht seh ich so schlafentzogen wie ich bin auch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...
Ich danke euch!

stachelbeeren83
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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von stachelbeeren83 » 06.10.2017, 15:24

Oh Korrektur...meine Tochter ist natürlich jetzt schon 32 Monate...der Schlafmangel;-)

pqr
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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von pqr » 06.10.2017, 16:47

Hallo

Ich kann mir vorstellen, dass nächtliches Abstillen nach Gordon zu Euch passen könnte.
Hierbei gibt es ein recht sanftes schrittweises Vorgehen mit dem Ziel, ein nächtliches stillfreies Fenster zu etablieren. Ausserhalb dieses Fensters kann das Kind weiterhin stillen, das Familienbett kann auch beibehalten werden.
Viele Grüße
pqr

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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von Antifee » 06.10.2017, 21:11

Da lese ich mal interessiert mit... Mein Sohn ist zwar "erst" 25 Monate alt, aber ich merke auch, dass meine innere Bereitschaft für wirklich bescheidene Nächte immer mehr sinkt... aber noch traue ich mich irgendwie nicht richtig an das Thema nächtliches Abstillen ran.
Viele Grüße von Antifee... mit dem kleinen Raben *09/15

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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von Antifee » 06.10.2017, 21:18

Achso, aber einen Gedanken habe ich, den ich gerne mitteilen möchte :wink:
Ich würde nicht zu viel Veränderung auf ein mal zumuten. Kita, anderer Schlafort, andere Person beim schlafen in der Nähe und abstillen quasi gleichzeitig ist schon viel zur gleichen Zeit, oder? Prinzipiell bin ich auch Befürworterin vom Begleiten des Abstillens, also durch die Mutter (irgendwie komplizierter Satz). Dass die Väter das übernehmen finde ich persönlich ein bisschen unfair. Von daher ist das nächtliche abstillen nach gordon vielleicht echt ne Idee für euch.
Viele Grüße von Antifee... mit dem kleinen Raben *09/15

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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von Khaleesi » 06.10.2017, 21:45

[quote="Antifee] Dass die Väter das übernehmen finde ich persönlich ein bisschen unfair. [/quote]

Warum? Mein Mann war von Anfang an involviert, wir haben uns ab der ersten Nacht mit dem nächtlichen Rumtragen abgewechselt.
Als es mir gesundheitlich schlecht ging, musste ich nachts abstillen und dringend schlafen. Er hat es dann übernommen und wir sind fest davon überzeugt, dass es deswegen auch direkt so erfolgreich war. Mein Sohn hat mit mir einfach das Stillen verbunden, dem Papa gelang es viel schneller, ihn zu beruhigen.
Ab morgens um 4, spätestens 5 Uhr habe ich dann übernommen und gestillt und mein Mann konnte noch einige Stunden schlafen.

Ich würde das immer wieder so machen.
LG,
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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von stachelbeeren83 » 07.10.2017, 14:38

Danke für eure Antworten. Aktuell schwanke ich hps. zwischen zwei Varianten - Nächtliches Abstillen nach Gordon durch mich oder aber durch den Papa...
Beim nächtlichen Abstillen frag ich mich halt, wie die Kleine verstehen soll, dass nun die 7 Stunden Zeitfenster ohne Stillen sind...sie kann schließlich nicht auf die Uhr schauen. Da könnte man evtl. eine Art Zeichen etablieren, die sie auch versteht (hat da jemand eine Idee?). Ich befürchte auch, dass sie bei Verweigern der Brust (oder nur frühzeitigem Abdocken, das wäre ja Schritt eins) sich so aufregt, dass sie völlig wach wird. Sie ist recht temperamentvoll, wenn es nicht nach ihren Vorstellungen geht und wenn sie einmal wach ist, ist die Nacht meist gelaufen (wie gesagt, Schlafen ist generell ein Problem, deswegen bin ich ja auch so ängstlich, was Veränderungen diesbezüglich angeht). Und irgendwie hab ich gerad das Gefühl gar keine Kraft mehr zu haben für solche Nächte...
Also vielleicht doch den Papa ranlassen? Der riecht auch nicht nach Milch;-) An sich haben die zwei eine gute Beziehung, mein Mann ist viel in die Betreuung eingebunden. Kita-Start war Mitte Juli, ist also auch eine Weile her nun schon und sie geht eigentlich sehr gern...Aber irgendwie fühlt es sich halt auch seltsam an, sich aus der "Verhandlung um die Milch" einfach so hintenrum rauszuschleichen...Hm

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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von Antifee » 07.10.2017, 14:56

Khaleesi hat geschrieben:[quote="Antifee] Dass die Väter das übernehmen finde ich persönlich ein bisschen unfair.
Warum? Mein Mann war von Anfang an involviert, wir haben uns ab der ersten Nacht mit dem nächtlichen Rumtragen abgewechselt.
Als es mir gesundheitlich schlecht ging, musste ich nachts abstillen und dringend schlafen. Er hat es dann übernommen und wir sind fest davon überzeugt, dass es deswegen auch direkt so erfolgreich war. Mein Sohn hat mit mir einfach das Stillen verbunden, dem Papa gelang es viel schneller, ihn zu beruhigen.
Ab morgens um 4, spätestens 5 Uhr habe ich dann übernommen und gestillt und mein Mann konnte noch einige Stunden schlafen.

Ich würde das immer wieder so machen.[/quote][/quote]

Du hast recht, ich habe das etwas unkonkret formuliert. Wenn die Voraussetzungen so sind wie bei uns (Abends und nachts geht nur Mama), dann finde ich es unfair, weil zwei Veränderungen gleichzeitig für das Kind zu bewältigen sind. Wenn es so ist wie bei euch, ist das was anderes.
Viele Grüße von Antifee... mit dem kleinen Raben *09/15

pqr
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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von pqr » 07.10.2017, 15:12

Manche Familien verwenden spezielle Nachtlichter als Zeichen. Es gibt z.b. solche, bei denen Sterne für die Nachtphase und für die Tagphase Sonne angezeigt wiird.
Bei uns genügte Klarheit bei mir.
Wenn ich überzeugt gesagt habe, die Brust schläft jetzt (und morgen früh gibt es wieder) wurde das erstaunlich gut akzeptiert mit der Zeit.
Man kann auch beim letzten Stillen schon darauf hinweisen, wenn man mag.
Viele Grüße
pqr

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Re: Ideen zur Verbesserung Schlafsituation (Tochter 26 Mon, stillt noch, Familienbett)

Beitrag von stachelbeeren83 » 09.10.2017, 13:49

Lieben Dank für eure Kommentare. Das mit dem Nachtlicht ist eine Idee. Und ich werde vermutlich auch schon ein paar Tage vor der eigentlichen Veränderungen beginnen mit der kleinen darüber zu sprechen. Mhh. Trotzdem bin ich noch unsicher, was schwieriger ist: aktzeptieren dass Mama auf einmal keine Milch rausrückt oder gleich neben Papa liegen (zu dem sie ja auch einen guten Draht hat). Da muss ich noch mal in mich gehen und mit meinem Mann diskutieren (der ja eher Verfechter der Variante "bei Papa schlafen" ist)

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