Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Seifenblasenfrau
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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von Seifenblasenfrau » 03.10.2017, 21:39

Vivi, ganz genau. Geht's früh ins Bett, dann wacht sie wieder früh auf. Es ist beinahe abwechselnd, aber eben nur beinahe.

Dieses Stundenmuster hatte sie früher tatsächlich auch, jetzt leider nicht mehr. Bzw, ich merke sehr deutlich, dass sie 6 Stunden nach dem Aufwachen müde wird (vor zwei Monaten waren es noch 4!), aber oft, so wie auch heute, schläft sie trotzdem nicht ein. Ist aber sehr müde. Wenn sie nachmittags gern schlafen würde, gehen wir ein bisschen raus. Das macht sie zu 99% wieder wach und sie hält dann gut durch bis abends. Also ihre Laune ist grundsätzlich halbwegs stabil, auch wenn der Mittagsschlaf ausfällt. Außer abends kippt es eben und dann ist Schluss mit lustig.

Wie ich sehe, seid ihr alle für ein geregeltes Aufstehen. Dann werde ich das wirklich in Angriff nehmen. Lange arbeite ich ja eh nicht mehr und bis dahin sind dann wenigstens die Tage, an denen ich morgens da bin, geregelter. Sicherlich profitiert sie auch davon, dass ihr Tag rhythmischer und vor allem der Abend einfacher wird. Ich überlege auch schon seit ein paar Tagen, die von Jadzia (in einem anderen Thread) vorgeschlagene Zeittafel einzuführen, damit sie sich selbst einen Überblick verschaffen kann. Oft merke ich, dass ihr wichtig ist, zu wissen, was als nächstes passiert. Aber eben weil ich es oft selbst nicht weiß, ist es für uns beide blöd, so ungeplant in den Tag zu starten. Fahren wir zu Oma oder ist es zu riskant, dass sie im Auto einschläft? Können wir morgens zum Turnen, oder schläft sie noch? Fahren wir abends zum Grillen, oder ist Mausi an dem Tag früh im Bett? Solche Sachen eben.

Ich lese in der Vorschau; untertags schlafen können mein Mann und ich leider beide nicht. Aber das macht auch nichts eigentlich, diese Stunde fehlt uns nicht so sehr. Betreuung haben wir leider nicht in der Nähe.

Ich denke, ich werde tatsächlich versuchen, 7:30 Uhr als feste Aufstehzeit zu nehmen. Das ist ja quasi ausschlafen und meiner Berechnung nach dürfte die Kleine dann um 21:30 Uhr schlafen. Das ist schon mal ein Anhaltspunkt, ich gucke einfach mal ob es funktioniert. Wenn nicht, dann kann ich ja immer noch am Mittagsschlaf drehen. :-) danke euch für den Input.
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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von Seifenblasenfrau » 08.10.2017, 13:46

Seit dem Thread wecke ich sie um 7:30 Uhr. Leider schläft sie noch kein bisschen besser. Sie schläft um 14 Uhr z Mittagsschlaf ein und um 22-23 Uhr abends ein. Ich finde es gerade furchtbar nervig und anstrengend, gebe dem ganzen noch eine Woche Zeit bevor ich dem Mittagsschlaf streiche. Ich brauche nämlich mehr Schlaf als 7 Stunden nachts.
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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von februarkind16 » 08.10.2017, 14:00

Begrenzt du denn den Mittagsschlaf zeitlich? Wie lange schläft sie? 14 Uhr schlafen legen finde ich fast schon zu spät. Also entweder 14 Uhr schlafen legen für max. 15 min, ansonsten würde ich ihn auch streichen.
7 Stunden nachts sind für mich auch zu wenig. Und bis 23 Uhr bin ich selbst nicht mal wach :shock:
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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von Vivilotta » 08.10.2017, 14:07

Falls es nicht klappt, dass sie früher schläft, würde ich den Mittagsschlaf auch streichen. Fini schläft auch erst um 22 Uhr ein, schläft aber so von 12 Uhr 30 bis 14 Uhr mittags. Sie steht aber von selbst um 7 Uhr 30 auf. Ich habe jetzt ein wenig Hoffnung, dass es mit der Zeitumstellung früher wird und bleibt. Zur nächsten Zeitumstellung schaffe ich den Mittagsschlaf dann auch ab, nehme ich an.
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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von auri82 » 08.10.2017, 14:13

Du hast es jetzt erst 5 Tage probiert. Die kommen dir bestimmt sehr lang vor, reichen aber wahrscheinlich nicht aus um sie auf einen Rhythmus einzupendeln.
Ich fand das auch wahnsinnig anstrengend in der Schwangerschaft weil die eigenen Bedürfnisse einfach dringender sind als sonst.
Aber ich würde versuchen, noch ein bisschen durchzuhalten. Tatsächlich ist hier auch eine halbwegs geregelte Tagesstruktur immens wichtig für die 2jährige. Mir fällt das oft schwer, zumal mit Baby und ohne Fremdbetreuung und mit einem unregelmäßig arbeitenden Papa. (nicht Schicht aber mal 8-17 und mal 11-18:30)
Wir haben aber auch eine ziemlich feste Zeit zum Aufstehen. Leider ist das schon zwischen 6 und 6:30, da werden beide Kinder und die Katzen wach. Dafür ist abends um 20:30 spätestens Schluss, egal wie lang der Mittagsschlaf war. Wenn sie gar nicht mittags schläft, und das kommt immer häufiger vor, ist sie abends zwar müde und schläft sehr schnell ein aber hält trotzdem bis ca. 20:00 durch.
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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von Sakura » 08.10.2017, 16:33

Mal eine ganz andere Idee: Du bist (bald) zu Hause, Dein Mann arbeitet in Schichten, und Dein Kind schläft ab und zu bis 11 Uhr morgens.
Ich würde auch denken, dass eine feste, morgendliche Aufstehzeit den Tag rhythmisieren und entspannen könnte. Aber unter Euren Vorzeichen (Mann arbeitet Schicht und irgenwann muss er ja mal schlafen, Du schläfst gern aus, und bald ist da noch ein Baby...): warum ihre morgendliche Aufstehzeit nicht auf 10/11 Uhr legen? Und dann Mittagsschlaf gegen 16 Uhr? Und abends geht ihr 23 Uhr zusammen ins Bett? Oder so ähnlich?

Ich würde auch sagen, dass ein Rhythmus immer besser ist für Kleine Kinder (für Erwachsene ja auch, ich will auch nicht mal 19 Uhr ins Bett gehen, und mal nachts 1 Uhr). Aber WIE der Rhythmus aussieht, das ist fast egal, da würde ich mich nach den Bedürfnissen von allen in der Familie richten, und gerade Schichtarbeit des Papas finde ich da ein wichtiges Argument.

Als meine Große 2 war, hat sie ein paar Monate lang von ca. 22 Uhr bis morgens 8 Uhr geschlafen, und mittags zwei Stunden. Andere fanden das absurd, für uns hat es gepasst. Später hat sich das dann eh wieder geändert, heute mit 6 Jahren geht sie stinknormal 19 Uhr ins Bett.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)


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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von Seifenblasenfrau » 02.11.2017, 20:19

Ehrlich gesagt - es klappt nicht. Ich wecke sie seit nun einem Monat meist gegen 7 Uhr, spätestens um 7:30 Uhr. Der Mittagsschlaf hat sich erfolgreich vorgelegt auf 12 Uhr und wir wecken konsequent nach einer Stunde. Und trotzdem haben wir abends das Halli Galli bis spät in die Nacht, sprich an guten Tagen 22 Uhr und an schlechten 23 Uhr. Es nervt mich immer mehr und ich brauche dringend eine feste Pause am Tag. Ab 20 Uhr bin ich nur noch genervt und will meine Ruhe und Feierabend, bin selbst mega müde. Und muss dann noch ein anstrengendes Kind bespaßen ein paar Stunden.

Ich hatte zwischendurch die Vermutung, dass sie um die späte Zeit übermüdet ist und deshalb nicht einschläft, da haben wir versucht, die um 19 Uhr hinzulegen, aber das klappt erst recht nicht. Da wird im Bett gesprungen und getanzt und alles andere als geschlafen. Und später abends dauert es trotzdem über eine Stunde, bis sie endlich pennt und da sind meine Nerven schon komplett runter, da habe ich keine Geduld mehr für Quatsch im Bett.

Vielleicht noch jemand eine Idee? Ich flippe bald aus, der Schlafmangel geht mir schwanger an die Substanz und die mangelnde Pause erst recht (während des Mittagsschlaf koche ich ihr schnell was zu essen, da habe ich auch keine Pause. Kochen mit ihr ist unmöglich). Ich brauche unbedingt abends noch mal eine Zeit, in der ich mich so richtig entspannen kann ohne ein Flummi auf mir.
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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von februarkind16 » 02.11.2017, 20:38

Du Arme, das liest sich sehr anstrengend :-(.

Ich sehe folgende Möglichkeiten
a) sie ist abends wirklich nicht müde --> da würde wohl nur das Streichen des Mittagsschlafs helfen
b) sie ist überdreht/übermüdet --> sanftes Abendprogramm, immer gleicher Ablauf

Wie geht ihr denn abends vor? Wartet ihr auf Müdigkeitsanzeichen? Wir haben eine feste Bettgehzeit, hier 19:30 Uhr. 19 Uhr gehen wir immer zur Toilette, dann Zähneputzen, Schlafanzug, Gute-Nacht-Geschichte, Gute-Nacht-Lied und noch kurz über den Tag erzählen. Dann ist es ca. 19:30 Uhr. Wenn ich raus gehe, kommt noch für 2 min der Papa rein und dann ist Schluss.
Einen festen Ablauf finde ich seeehr hilfreich. Eigentlich ist ab 18 Uhr alles durchgeplant: 18 Uhr Abendessen, dann evtl. Buch angucken und ab 18:30 Uhr darf er sich am Laptop Lieder-Videos aussuchen oder Sandmännchen-Geschichten, die wir dann bis 19 Uhr gucken. Ab 18 Uhr weiß er also praktisch, dass das Abendprogramm begonnen hat.

Ansonsten vielleicht versuchen, ob es eher mit "aufregenden" Aktivitäten wie später Spielplatzbesuch oder toben oder eher ruhigen Aktivitäten wie Buch angucken klappt.

Wie schlaft ihr? In einem Zimmer oder hat sie ein eigenes Zimmer? Vielleicht zögert sie es absichtlich raus, damit ihr alle zusammen ins Bett geht und sie nicht alleine schlafen muss?

Wenn alles nichts bringt, würde ich probieren, dem Kind klar zu machen, dass es jetzt Zeit ist für die Nachtruhe. Wenn es noch nicht müde genug zum Schlafen ist, muss es sich alleine still in seinem Kinderzimmer beschäftigen und du kommst dann z.B. noch mal 22 Uhr zum endgültigen Gute-Nacht-Sagen. Evtl. ein Hörbuch anmachen, Wimmelbücher bereit legen oder eben einfach Kuscheltiere/Puppen.

Ich wünsche euch, dass es schnell besser wird!
Mama mit Strampelmaus (02/15)

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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von Heggs » 02.11.2017, 21:17

Vielleicht liegt es am Mittagsschlaf. Das wurde bei allen meinen Kindern in diesem Alter schwierig. Da blieb nur die Wahl zwischen abends lange wach und Mittagsschlaf streichen und dafür einen anstrengenderen Nachmittag in Kauf zu nehmen. Ich habe das von Kind zu Kind unterschiedlich gehandhabt, je nachdem wie es in unseren Alltag passte. Bei dritten habe ich den Mittagsschlaf dann recht zügig gestrichen, weil ich ja mit den Großen morgens für raus musste und mir das abends einfach zu spät wurde. Ich war dann nicht fit. Zu Hause hat das nachmittags schlecht geklappt. Wir mussten dann ab einer bestimmten Zeit bis zum Abendessen auf den Spielplatz um die Müdigkeit am Nachmittag zu überbrücken. Irgendwann wurde das dann besser.

Ehrlich gesagt habe ich immer alle Mütter beneidet deren Zwei- oder gar Dreijährige Mittagsschlaf hielten und abends trotzdem problemlos zu einer "vernünftigen" Zeit einschliefen. Bei meinen funktionierte das einfach nicht. :oops:
Lieben Gruß von Heggs mit ihrer Großen 2008, den beiden Rabauken 2010 und 2014 und dem Frühlingswunder im Bauch. :D

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Re: Tag besser strukturieren in Übergangsphase zwischen Mittagschlaf und ohne

Beitrag von Seifenblasenfrau » 02.11.2017, 21:32

Unser Abend ist auch ziemlich geregelt. Wir essen ebenfalls um 18 Uhr ca, bis wir den Tisch abräumen und so ist es 19 Uhr. Dann sitzen wir noch auf dem Sofa und gucken uns Bücher an oder puzzeln was. Um 20:00 Uhr beginnen wir damit, sie bettfertig zu machen, um 20:30 liegt sie im Bett. Dann singen wir noch ein Lied nach Wahl, ich lese ein Buch vor und dann machen wir das Licht aus. Sie schläft in ihrem Bett direkt neben meinem, kann jederzeit aussuchen, bei uns zu schlafen und macht das auch oft. Ängste spielen da eher keine Rolle.

Kind alleine ins Schlafzimmer setzen, da sehe ich keine Chance. Sie kann sich nicht mal am Tag ne Minute alleine beschäftigen, abends darf ich sie keine Minute alleine im Raum lassen.

Ich glaube irgendwie dass sie den Mittagsschlaf noch unbedingt braucht, vor allem wenn sie so früh aufsteht. Sie schläft im Auto oder Fahrradanhänger schon um elf Uhr ein, im Bett eher um 12. Wenn sie um 12 nicht ins Bett kann, dann weint sie viel und um 13 Uhr kippt die Laune. Würde ich danach Autofahren (was sich im Dorf weitab jeder Zivilisation nicht vermeiden lässt) dann würde sie sofort einschlafen, ebenso beim Kuscheln oder Bücher lesen. Das ist also im Moment eher unwahrscheinlich.

Ich beneide auch alle Mütter, deren Kinder problemlos schlafen. Und deren Kinder problemlos abends früh im Bett sind trotz Mittagsschlaf. Das war hier schon immer schwierig. Deshalb sehe ich da auch wenig Aussicht auf Besserung. 22-23 Uhr einschlafen, das liegt ihr im Blut. Das war schon immer so, im Bauch, als Baby und noch heute. Bloß ist mir das zu spät, ich bin um 20 Uhr schon knülle.
mit wilder Mausi 08/15 und Bauchbaby 2018

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