Einschlafwälzen und Wachphasen

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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molai
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Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von molai » 20.06.2017, 22:50

Ihr Lieben,

von meiner Schlechtschläfer-Tochter habe ich hier schon mehrfach geschrieben. Nun das Neueste... Ich versuche mich kurz zu fassen,
Tochter 12 Monate, fröhlich-ausgeglichenes gesundes Kind. Familienbett seit Tag 1, Einschlafstillen, mittlerweile auch mal ohne Stillen aber durch Föhn von Papa tagsüber einschlafend. Erst seit neuestem die Möglichkeit, mich wirklich von ihr zu entfernen wenn sie schläft, vorher 12 Monate bei jedem Schlaf daneben gelegen.

Seit 4-5 Wochen gibt es nun hier nachts nur zwei Varianten:
a) Zubettgehen ist eine 1,5 - 3 stündige Tortur für alle Beteiligten. Sie ist hundemüde, kommt aber nicht zur Ruhe. Sie wälzt umher, krabbelt im Bett, stürzt sich im Minutentakt fast vom Bettrand, strampelt, steht auf, wälzt wieder.... Erst lachend, dann zunehmend verzweifelter, da sie so müde ist.
Das ist IMMER so, wenn sie tagsüber 2x geschlafen hat (ja, da könnte man denken sie ist noch zu fit fürs Bett. Aber sie ist ganz klar müde. Und es ist um 20 oder 23 Uhr das gleiche, nur das Kind ist zunehmend verzweifelter). Das Kuriose: IMMER wenn das Einschlafen so mies war, schläft sie nachts herrlich. 1-2x kurz stillen, aber sie schläft direkt wieder.

b) Sie hat tagsüber nur 1x geschlafen (unabhängig von der Länge!) = sie schläft prompt stillend ein, scheinbar friedlich und innerhalb von 10min. Aber IMMER ist sie dann mitten in der Nacht wach, für 2 bis 3 Stunden, und absolviert ihr Turnprogramm, das sie bei Variante a sonst zum Einschlafen macht.

A nervt unheimlich, B macht uns alle so fertig und müde. 3 Stunden Turnen und Bändigen ist um 3 Uhr einfach noch mal ne andere Nummer.

Wir haben vel probiert: Uhrzeit des Zubettgehens nach vorne und hinten verschieben, Schlafdauer tagsüber kürzen oder verlängern... Mama mal ausquartiert und Papa versucht es... Aber es ist immer dieses Muster. Ausgeschlafener und fitter sind wir alle mit A, dem Einschlafdrama, weswegen wir versuchen sie 2x täglich hinzulegen (klappt nicht immer, alles ist soooo spannend).

Wir vermuten, dass diese Unruhe durch das Laufenlernen verursacht wird. Noch läuft sie nicht allein, das dauert aber nicht mehr lange. Sie ist motorisch so extrem unruhig beim Einschlafen, wirft die Beine... Das scheint eine Spiegelung zu sein für uns.
Den Zusammenhang zum Tagschlaf verstehe ich allerdings nicht. Ich hätte ja eher "Nur 1x schlafen = müder = besserer Nachtschlaf" angenommen.

Hat dazu jemand Ideen? Kennt ihr das? Ich bin mittlerweile echt am Ende.
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weresa
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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von weresa » 20.06.2017, 23:18

(Molai)
Ich muss gerade schmunzeln, da ich gerade eben ähnlichen Thread hier angefangen habe.
Das mit dem Mittagsschlaf war bei uns ähnlich. Hat sich aber innerhalb von 2-3 Wochen gegeben bzw umgestellt. Jetzt schläft sie von sich aus nur noch einmal und braucht den nachmittagschlaf nicht mehr. Jetzt ist sie nachmittags zumindest nicht mehr so madig.

Der Rest erinnert klar an unsere Abende... siehe: müde müde? Völlig überdreht.

Ich schiebe es auch aufs laufen oder einen Sprung... Aber bin trotzdem ziemlich genervt.

Und lustigerweise hatte ich vor nem monat auch das Gefühl, dass je ätzender der Abend war desto besser die Nacht. Jetzt sind alle Abende ätzend und die Nächte verschieden...

Ich lasse einen solidarischen Drücker da und wünsche uns eine gute Nacht und gute Nerven ;)
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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von Carraluma » 20.06.2017, 23:40

Einiges kommt mir sehr bekannt vor.
Meine Große (4J) schläft nachts oft sehr schlecht, wenn sie keinen Mittagsschlaf hatte (ihn aber eigentlich gebraucht hätte) und abends dann sehr schnell einschläft. Sie schreit dann oft eine Stunde nach dem Einschlafen und nachts teilweise auch noch.

Wenn das Einschlafen nach zwei Schlafpausen so lange dauert, bleibt ihr da immer im Bett liegen? Oder habt ihr schon versucht wieder aufzustehen und ruhiges Programm weiter zu machen und es dann nach 1-2 Stunden erst wieder im Bett zu probieren.
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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von IdieNubren » 21.06.2017, 04:04

Du beschreibst fast haargenau meine Tochter - verrückt! Sie ist notorisch total fit und weit, ein sehr fröhliches aufgewecktes Kind, braucht aber dringend viel Schlaf und kann einfach nicht alleine einschlafen. Mittagsschlaf ist hier 2 Stunden und die einigen Male ohne Nachmittagsschläfchen ging nicht gut. Deswegen macht sie relativ spät nachmittags noch ein nickerchen im Tuch, anders schläft sie nicht, im Tuch aber innerhalb von Minuten. Ich wecke die da dann aber auch auf. Abends und mittags kann sie nur eng gehalten im Arm einschlafen, gaanz selten schläft sie noch während dem stillen ein.
Ich bin gerade noch wach, da sie aufgewacht ist und versucht hat alleine wieder einzuschlafen (hat mich immer weg gestoßen, blieb aber liegen) hat leider nicht geklappt :( deswegen waren wir gerade noch auf.
Da unsere zwei gleich alt sind, hab ich keinen Rat, aber einen solidarischen Drücker einer Leidensgenossin ;) mal sehen wie es mit unseren Juni-Kindern weiter geht.
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molai
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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von molai » 21.06.2017, 10:30

Es tut gut zu hören, dass andere das auch kennen! Wenn ich das im Bekanntenkreis anderen Eltern erzähle gucken die nur so :?: und ich fühle mich stets wie ein Alien. Bei allem, was den Schlaf der Kleinen angeht. Wenn ich von anderen was in Richtung Schwierigkeiten beim Schlafen höre dann sind das so Dinge wie "Kind wird immer noch nachts 1-2x wach, was tun" und ich bin immer furchtbar neidisch. Ist natürlich Quatsch, weil alle eigenen Baustellen haben, aber naja.

Carraluma hat geschrieben:Einiges kommt mir sehr bekannt vor.
Wenn das Einschlafen nach zwei Schlafpausen so lange dauert, bleibt ihr da immer im Bett liegen? Oder habt ihr schon versucht wieder aufzustehen und ruhiges Programm weiter zu machen und es dann nach 1-2 Stunden erst wieder im Bett zu probieren.


Haben wir versucht, es macht keinen Unterschied. Sie macht das um 19 Uhr genau wie um 24 Uhr. Problemloses Einschlafen klappt immer, wenn sie nur 1x täglich schlief - dann aber mit besagtem Horror mitten in der Nacht.

Auspowern haben wir auch in allen Varianten durch. Natürlich mit entsprechender Ruhephase und Ritual zum Wiederrunterkommen vor dem Schlafengehen. Nix.

weresa hat geschrieben:Ich muss gerade schmunzeln, da ich gerade eben ähnlichen Thread hier angefangen habe.


Lese ich sofort! Hups! Da hätte ich mich auch dranhängen können, sorry. Ich war gestern nach fast zweistündigem Kampf mit dem betrunkenen Octopuss so durch, dass ich es mir ohne groß zu schauen hier von der Seele geschrieben habe.

weresa hat geschrieben:Und lustigerweise hatte ich vor nem monat auch das Gefühl, dass je ätzender der Abend war desto besser die Nacht. Jetzt sind alle Abende ätzend und die Nächte verschieden...


Na, du machst mir ja Mut! :lol: Die Aussicht auf eine gute, nicht so stark unterbrochene Nacht ist momentan mein gedanklicher Rettungsanker bei dem abendlichen Spökes!


Ich drücke euch, die ihr das kennt, auch und wünsche Durchhaltevermögen. Ich hoffe so sehr, dass das aufhört, wenn sie richtig läuft. Dann kommt zwar garantiert der nächste Knüller um die Ecke, aber was will man machen.
Mit Krümel (06.2016)

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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von weresa » 21.06.2017, 11:48

Ach Quatsch - deine pendelt sich jetzt bestimmt konstant auf super Nächte ein :)

Unsere ätzenden Nächte sind auch im Vergleich zu "früher " ziemlich rar geworden. Man gewöhnt sich nur so schnell an den Luxus von nur 1-2x wach und findet alles andere dann plötzlich katastrophal. (Ist bei mir zumindest so) und ihre zahnungsnächte gehören gerade halt auch dazu... Das zehrt an meinen Brustwarzen und sie ist dann wenn's ganz schlimm ist 1-2 Stunden wach und ich muss mich motivieren sie abzulenken. :lol:

Ich hab hier in meinem Umfeld übrigens ziemlich viele "schlechtschläfer". Langsam glaube ich, dass das, bis auf die glücklichen ausnahmen, einfach die (zu sich) ehrlicheren mütter sind ;)

Halte uns auf dem Laufenden- vielleicht entdeckt ja eine von uns das universale Wundermittel. ;)
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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von vivi » 21.06.2017, 12:10

Ich hab keinen Rat, wollte dir aber einen Drücker dalassen ((()))
Abendlicher Terror oder nächtliches Turnen klingt beides gleich fies. Ich wünsch dir , dass es bald besser wird (vielleicht wirklich , wenn das Laufen klappt?)
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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von LilyGreen » 21.06.2017, 15:53

Du könntest von meinem junibaby schreiben. Horror trifft es.
Die idee, dass es mit dem laufen lernen zusammenhängt, gefällt mir. Ich habe genau wie du den eindruck, dass ihr körper nicht zur ruhe kommt. Sie verursacht das gezappel gar nicht willentlich. Im tuch ist es ähnlich. Sie ist definitiv müde, will schlafen und weint. Andererseits "fährt ihr gehirn nicht runter" - wie mein mann sagt. Sie sieht einen ball, vogel, schaukel, what ever und macht begeistert "DADADA"...
(Und ich freue mich grade auf heute abend. Sie hat bis jetzt nicht gepennt, der mittagsschlaf ist nämlich oft ein ähnlicher, stundenlanger kampf.)
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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von chris1179 » 22.06.2017, 11:54

Hallo,

das liest sich sehr anstrengend und erinnert mich an die Babyzeit bei meinen Kindern.

Meine beiden hatten lange Probleme, im Bett bzw. im Liegen "einfach so" einzuschlafen, auch, wenn jemand daneben lag und Händchen gehalten hat oder sie sogar im Arm hatte.

Bei der großen Tochter bin ich dann oft noch ein paar Minuten im Dunkeln hin- und hergelaufen, also zwischen Schlafzimmer und Küche z. B. und hab leise mit ihr geredet. So kam sie dann oft ein bisschen runter und wir konnten uns bald hinlegen und noch mal stillen. Das hat nicht immer geklappt, aber doch oft. Als sie dann 1,5 Jahre alt war, habe ich das Einschlafstillen beendet und ihr vorgelesen bzw. noch mit ihr über den Tag gesprochen. Sie konnte damals schon gut sprechen, da war das kein Problem. Sie ist dann meistens beim Erzählen irgendwann eingeschlafen, aber gedauert hat es auch.

Die kleine Tochter hat erst sehr viel später mit Sprechen angefangen, bei ihr musste lange Zeit beim Einschlafen alle ganz still sein. Und sie ist bis ca. vor einem halben Jahr immer in meinem Arm eingeschlafen und ich konnte sie zum Glück nach einiger Zeit dann in ihr Bett ablegen.

Ich drücke die Daumen, dass es bald besser wird bei Euch!!!
Liebe Grüße

Christina
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Re: Einschlafwälzen und Wachphasen

Beitrag von molai » 22.06.2017, 12:52

Vielen Dank! Wir hatten gestern auch wieder die Variante betrunkener Octopuss zum Einschlafen, aber immerhin war die Nacht trotz Hitze in Ordnung.

Mein Mann hat gestern mal wieder versucht, sie schon durch Herumtragen so müde zu machen, dass sie schon halb schläft, wenn er sie zum Stillen zu mir ins Bett legt, aber sie hat dann nur geweint und auf die Schlafzimmertür gezeigt und sich da immer weiter reingesteigert... Da hat er dann abgebrochen.
Mit Krümel (06.2016)

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