Jeden 2. Abend Nachtschreck

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Toastbrotbaby
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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von Toastbrotbaby » 14.07.2012, 00:22

weil das hier das aktuellste Thema zum Nachtschreck ist, dachte ich mir, versuch ich mal hier mein Glueck...

bei uns ist es gerade auch wieder ganz schlimm nachts... letzte nacht ab Mitternacht ueber 2 Stunden und dann 2 Stunden wieder, da aber nicht so lange, vielleicht ne halbe Stunde...

wenn das so lange ist, kann es dann ueberhaupt ein Nachtschreck sein? dachte, dass das kuerzer ist...
momentan lauf ich echt aufm Zahnfleisch, das Schlimmste daran ist aber glaub ich, dass er, wenn er so apathisch ist nicht nur schreit, sondern mittlerweile auch weglaeuft und Sachen zerstoert und sich und mir weh tut...
Leider haben wir tagsueber auch immer wieder so Situationen, er schlaeft momentan vielleicht so 7 Stunden am Tag (er ist letzten Monat 2 geworden) und das ist einfach viel zu wenig, er kommt aber einfach nicht zur Ruhe, unsere eigentlichen Rituale werden ueberhaupt nicht mehr akzeptiert, er ist einfach komplett anti schlafen, alles, was ansatzweise auf Schlaf hinweist (Tragetuch oder Bett oder ne Flasche oder seine Puppe), wird boykottiert...
eigentlich ist er gut drauf, aber es gibt so ein Zeitfenster von 10 Minuten, in dem er zum Schlafen gebracht werden muss, sonst wird es nichts mehr... wenn man das verpasst (und momentan passiert das oft, weil er wie gesagt dafuer sorgt, dass man mit so einschlaefernden Sachen nicht an ihn ran kommt) rastet er tagsueber oder abends genauso aus wie nachts (das macht er aber auch, wenn man mit so Einschlafhilfen kommt, dann halt eher)...

wir hatten frueher schonmal das Problem, da hat er immer, wenn er muede war seinen Kopf ueberall gegen gehauen... nun verletzt er sich nicht mehr selber, dafuer aber mich - blutige Nase gabs schon oefter mal - oder wer oder was sonst noch so da ist...
Als er noch kleiner war, waren wir deswegen beim Osteopathen, der hat uns gezeigt, wie wir ihm andere Impulse geben koennen, aber leider hilft uns das nun auch nicht...
In den Situationen ist Ansprechen oder gar Anfassen das Schlimmste, was man machen kann, dann wird das alles naemlich noch viel viel schlimmer...

So, bitte sagt was Schlaues, ich mag nicht mehr... :(
:D

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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von Cassilda » 14.07.2012, 01:15

Mondenkind hat geschrieben:Nachdem ich jetzt hier gejammert habe, kam es nicht mehr. Sie ist sonst sehr ausgeglichen gerade. Hier ist auch nichts Besonderes los gerade. Ich denke, es ist ein Entwicklungsschritt gerade oder so...


Das ist der SuT- Effekt 8)
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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von Mondenkind » 14.07.2012, 03:15

Jetzt war es wieder 2x.

@toastbrotbaby: da hab leider keinen Rat ((())). Ich würde an Deiner Stelle einen eigenen Thread aufmachen, ich glaub nicht dass hier so viele reinschauen.
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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von Toastbrotbaby » 14.07.2012, 11:14

alles klar, werde ich dann wohl mal tun, danke dir... :-)
:D

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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von MamaLL » 18.07.2012, 09:23

Hallo mondenkind,

Was du berichtest kenne ich von meiner großen. Vorab, es ist total schlimm und traurig mit anzusehen und nicht helfen zu können.

Lea hatte es ein knappes halbes Jahr. Sie hat mitten in der Nacht losgeschrien und man konnte nichts tun. Nach vielen Experimenten habe ichherausgefunden, dass es am besten ist, dass ich bei ihr bleibe. Nichts sagen, einfach stehen bleiben am Bett und da sein. Immer wenn ich was sagte wurde sie noch lauter. Immer wieder mal Körperkontakt probieren, Hand auf den Bauch, Arm streicheln. Auf gut deutsch: RUHIG BLEIBEN! Hatte da viele gespraeche mit der Kinderärztin drüber.

Sie hat dann auch zu einem homöopathischen mittel geraten, ich meine, es war Sulfur.

Solidarische Grüße :lol:
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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von sarsimba » 25.07.2012, 18:58

Hallo Mondenkind,

lass dich mal drücken (((()))))
Wir kennen das! Unser Großer hat den Nachtschreck seit er ca. 2 Jahre alt ist zum Glück nur ca. 1-2 mal im Monat, nun wird er 7 Jahre alt und hat hat ihn noch ca. 1-3 mal in 2 Monaten. Es ist echt hart das mitanzusehen.
Es haben sich bei ihm so ca. 3 verschiedene Szenarien herausentwickelt. Meist muss er noch zusätzlich aufs Klo, das haben wir nach langem hin und her herausgefunden, dann muss ich ihn zum klo begleiten und ihn manchmal auch draufsetzen, er weiß nicht dass er aufs klo muss und dann kann es auch mal daneben gehen.... :cry: :cry: Danach ist wieder Ruhe und er schläft ein.
Wenn er nicht aufs Klo muss, dann kann es sein dass er um Hilfe schreit (Mami hilfe bitte hilfe - -ganz schlimm) und im Bett ganz außer sich ist , da darf ihn dann auch niemand angreifen, oder er schreit aber wir können ihn berühren und halten. jedes mal halt etwas anderes. Seit wir das wissen, sind wir schon viel ruhiger. Einfach selbst ruhig bleiben, dabei sein, begleiten und warten bis alles vorbei ist. Für uns ist das die Beste Lösung. Ist aber total hart nichts machen zu können. Aber Mein Mann und ich sind anschließend immer wie benommen und total fertig, vor allem wenn Sohnemann um Hilfe schreit, das zerreist mir jedes mal das Herz und ich kann nichts machen. Am nächsten morgen ist dann immer alles wie vorher. Er selbst weiß ja nichts davon und wir sagen es ihm auch nicht, frage aber immer etwas "hintenrum"nach, ob er sich an einen Traum erinnern kann oder ob er heute nacht wieder aufs Klo musste. Manchmal wundert er sich schon warum er denn keine Unterhose mehr an hat oder die Kuscheltiere im Zimmer verstreut sind, mehr aber auch nicht.

Alles gute euch!
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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von Mondenkind » 27.07.2012, 22:02

Danke für Euren Zuspruch, es ist wieder deutlich seltener geworden. Auf der Kiga-Freizeit (3 Übernachtungen) ist es wohl auch nicht aufgetreten, zumindest hat mir keine Erzieherin was gesagt. War wohl mal wieder nur ne Phase :wink:
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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von Mondenkind » 22.12.2015, 23:11

Über ein Jahr war nichts und jetzt wars grad wieder da :cry: . Mist, ich dachte, wir seien durch. Sie wird bald 8, ich dachte, das hört auf in dem Alter!?!
Weiß das jemand?
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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von linus mama » 23.12.2015, 11:59

Das hört nicht unbedingt in dem Alter auf.
Ich hatte es schon als Erwachsene 3 mal.
"Wer Kinder hat studiert an der Universität Gottes" -unbekannt-
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und Liesbeth* 18.04.14
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Re: Jeden 2. Abend Nachtschreck

Beitrag von clabla » 09.01.2016, 00:22

Hallo, ich bin zufällig auf Deinen Tread gestossen. Weil mein kleiner nachts immer aufwacht.
Ich bin 32 und habe auch den "Nachrschreck" (noch). Es ist ein schlafwandeln seit kleinkindalter bis heute.immer phasenweise auftretend. Keinen Bezug zu Stress oder Ereignisse. Jedenfalls nach der Beobachtung meiner Eltern/ Expartner und Ehemann. Es gab aber auch keinen echten Versuch es herraus zu finden.
Bis ich 7war habe ich dabei eingenässt.
Ich sehe immer spinnen oder Insekten. Scheinbar. Jedenfalls wenn man mich versteht. Ich weiss es oft nicht mehr. Aber wenn ich es noch weiss kann ich selbst wachzustand kaum glauben das es nicht wahr war. Nur der rationale Verstand kann es dann akzeptieren.
Um so älter ich geworden bin umso mehr Kontrolle hab ich und kann mich erinnern.
Geholfen hat mir vieles nur bedingt. Am wenigsten tritt es aber tatsächlich auf, wenn ich nicht allein schlafe.
Übrigens mein Vater hat es auch.
Ich habe ein Bericht vor Jahren darüber gelesen, das schien mir logisch.
Eigentlich gibt es wärend der Traumphase einen Mechanismus im Kopf der den Körper in einer starre hält. Dieser Mechanismus funktioniert bei mir nicht, daher "lebe" ich meine Träume aus.
Da hilft bei mir einfach da sein. In starken Phasen vielleicht nicht allein schlafen.

Ich denke es ist eine ganz normale Aufarbeitung von Tag die einfach ausserhalb statt findet. Auch wenn Hilfeschreie hart sind. Da sein ist wichtig. Jeder träumt viel und intensiv. Weiss es vielleicht nicht mehr.
Ich hoffe es passt für Euch und ihr könnt euch was (beruhigendes) daraus ziehen.

Habe übrigens ein fantastisches Elternhaus und ein schönes Leben. Es hat nicht mit Mangel zu tun. Sondern, jedenfalls bei mir, mit einen Mechanismus der nicht jedesmal anspringt.


P.s. Ich würde es gewöhnlich alles nochmal lesen und korrigieren. Bin aber zu müde und hoffe ihr versteht es trotzdem ein bisschen.
Mupse 23.12.2013

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