Kommentare zum Familienbett?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von Klarrti » 14.11.2017, 19:12

Also sie möchte Zweisamkeit, deswegen muss das Kind sich schon an Einsamkeit gewöhnen? Armes Baby.
mit der Löwin 08/16 an der Hand.

Sibi
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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von Sibi » 14.11.2017, 19:16

Wir hatten lange ein Familienbett mit Kind 1.Mit den Zwillingen wurde es zu eng und mein Mann zog aus. Das fand ich dann doof und zog hinterher, wobei ich des nachts dann zurück zu den Kindern wanderte und da blieb. Inzwischen haben wir Eltern uns das Schlafzimmer zurückgeholt, die kleinen Kinder schlafen ab 18 Uhr im Kinderzimmer, das große Kind in seinem Zimmer oder auch im Kinderzimmer. Und ja, ich genieße es, mein Schlafzimmer bis 22/23 Uhr für mich zum Lesen, Reden und was auch immer nutzen zu können und mit meinem Mann einzuschlafen und nicht von Anfang an eingequetscht zwischen zwei extrem störungsempfindlichen Babys zu liegen.
Sibi mit Märztochter 2011, Februartochter 2017 und Februarsohn 2017

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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von QuäntchenGlück » 14.11.2017, 20:52

Ja, ich hatte auch irgendwie ein blödes Gefühl bei dem Kommentar. Als ob ich damit, dass er bei mir schläft den fehlenden Partner kompensiere.
Und als ob ein Baby im Elternbett ein Störfaktor ist, den man schnell wieder loswerden möchte.
Ich Frage mich ja, ob es wirklich kleine Babys (< 1 Jahr) gibt, die wirklich ein eigenes Bett bevorzugen?
Ich meine, die sind doch noch so hilflos...
Mein Sohn prüft nachts noch so oft, ob ich da bin. Wir kommunizieren nachts auch ganz viel im Halbschlaf. Und ich liebe es morgens zu sehen wie er aufwacht. Wir sind definitiv noch nicht bereit für getrennte Betten.

Aber was rede ich, ich hab ja sonst auch niemanden. :D
:21: 02/2017

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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von QuäntchenGlück » 14.11.2017, 20:56

Sibi hat geschrieben:
14.11.2017, 19:16
Wir hatten lange ein Familienbett mit Kind 1.Mit den Zwillingen wurde es zu eng und mein Mann zog aus. Das fand ich dann doof und zog hinterher, wobei ich des nachts dann zurück zu den Kindern wanderte und da blieb. Inzwischen haben wir Eltern uns das Schlafzimmer zurückgeholt, die kleinen Kinder schlafen ab 18 Uhr im Kinderzimmer, das große Kind in seinem Zimmer oder auch im Kinderzimmer. Und ja, ich genieße es, mein Schlafzimmer bis 22/23 Uhr für mich zum Lesen, Reden und was auch immer nutzen zu können und mit meinem Mann einzuschlafen und nicht von Anfang an eingequetscht zwischen zwei extrem störungsempfindlichen Babys zu liegen.
Schlafen deine beiden durch oder musst du zum stillen/Flasche geben rüber? Und schlafen sie zusammen? Stören die sich nicht gegenseitig? (Ganz wertfrei, reine Neugier)
:21: 02/2017

Sibi
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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von Sibi » 15.11.2017, 10:31

QuäntchenGlück,
ne, die schlafen nicht durch. Die ruhigste Phase ist bis 22/23 Uhr. Ab Mitternacht schlafe ich meist bei den Kindern. Umso wichtiger ist mir aber der ruhige Abend mit meinem Mann, wo wir keine Rücksicht auf schlafende Kinder nehmen müssen. Stören tun die beiden sich leider, wenn sie beginnen, nach mir zu suchen…

Ich bin durchaus überzeugt vom Familienbett, weil ich glaube, dass es für die Kinder am geborgensten ist. Aber ich weiß, dass jeder seine Grenzen hat, auch kräftemäßig. Ich bin recht resistent, was Schlafmangel angeht, aber ich habe gerade zur Zeit jedes Verständnis für Eltern, die mit 9/10 Monaten alles daran setzen, dass ein Kind ohne Stillen möglichst lange allein schläft. :roll: Man kann tagsüber auch nur bedürfnisorientiert und geduldig sein, wenn man ein Minimum an Erholung bekommt.
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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von Zööö » 15.11.2017, 11:15

Unsere kleine is locker dreimal wach bevor wir überhaupt ins Bett gehen. Sind abends immer im Wohnzimmer und dann alle im Fb. Unsere beiden wecken sich tatsächlich äußerst selten, liegt aber auch am großen Bett und der Decke zwischen den Kindern. Aber eig wird meistens geweint, bevor Zur Schwester gekrabbelt wird (bzw das eig nur morgens)
Viele Grüße
ich und
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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von Yelma » 15.11.2017, 11:23

Kommt vielleicht auch auf den individuellen Charakter des Kindes an.

Pupsi schläft zB sehr gut, solang sie nicht alleine ist. Im Normalfall ist sie nur zweimal wach und stört sich nicht an uns, nichtmal wenn der Nachbar bohrt oder hämmert, liegt sie allein, ist sie nach ner halben Stunde wach und total Geräusch empfindlich, da wacht sie schon auf, wenn ich mit Schuhen rumlaufe.
Ich muss also nix machen ausser da sein damit sie problemlos schläft. Mein Mann schläft auch immer durch, weil sie nur wühlt, gestillt wird und sofort weiterschläft.

Ich bin mir aber bewusst, dass das bei anderen Kindern anders ist und ich denke auch, da muss jeder die für sich passende Lösung finden.

Ich schlafe allein auch schlechter, mich beruhigt atmen und rascheln auch, ich hab also auch Verständnis dafür, aber bei uns ist es eben so für alle Beteiligten besser. Andere Familien müssen halt Kompromisse finden, damit alle gut schlafen und ich will das auch nicht werten.
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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von königsmadl » 15.11.2017, 12:30

Alleine Schlafen ist für mich persönlich schon fast gruselig. Früher haben meine Schwester und ich oft zusammen geschlafen, auch wenn wir uns tagsüber sehr oft gekloppt haben.
Aber die Schlafgeräusche von anderen stören mich sehr, vor allem, weil ich immer als letzte einschlafe.
Aber ohne meine Kinder atmen zu hören könnte ich nicht schlafen. Und das hört man leider durch ein Babyfon nicht. Sonst wäre der Große schon längst ausgewandert worden. Der schläft seit einem halben Jahr von 21-8 durch. Aber woher weiß ich, dass er schläft, wenn ich NIX durch das Babyfon höre?
Aber vielleicht wäre es mal einen Versuch wert.

Unsere Hebamme meinte bei der Abschlussuntersuchung als sie unser Matratzenlager sah, dass sie jetzt versteht, warum ich nie so müde bin wie andere Frischlingsmamas. Kein Wunder bei 4 betten und dem Wickeltisch am Nachttisch.
Keine Ahnung, wie der genaue Wortlaut war, aber irgendwas wie Survival-Camp für Wöchnerinnen :)

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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von QuäntchenGlück » 15.11.2017, 19:41

Sibi hat geschrieben:
15.11.2017, 10:31

Ich bin durchaus überzeugt vom Familienbett, weil ich glaube, dass es für die Kinder am geborgensten ist. Aber ich weiß, dass jeder seine Grenzen hat, auch kräftemäßig. Ich bin recht resistent, was Schlafmangel angeht, aber ich habe gerade zur Zeit jedes Verständnis für Eltern, die mit 9/10 Monaten alles daran setzen, dass ein Kind ohne Stillen möglichst lange allein schläft. :roll: Man kann tagsüber auch nur bedürfnisorientiert und geduldig sein, wenn man ein Minimum an Erholung bekommt.
Damit hast du völlig recht! Bei mir kommt auch immer in schlaflosen Zeiten, die Frage hoch, ob es besser wäre, wenn ich mein Kind in sein eigenes Bett legen würde. Und manchmal bin ich so müde, dass mir seine Bedürfnisse komplett egal werden und ich einfach nur meine Ruhe möchte (oder auch aggressiv werde). Obwohl ich ihn gerne bei mir habe. Die Frage, wie es wäre, wenn er nicht bei mir schlafen würde, bleibt.
:21: 02/2017

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Re: Kommentare zum Familienbett?

Beitrag von molai » 24.11.2017, 11:38

Es war kein Kommentar zum Familienbett (eher der Gegenkommentar), aber im Kontext passt es hier noch am Besten:
wir waren zu Besuch bei Verwandten, von denen mein Mann und ich uns eine Menge blöde Sprüche zum Familienbett (und Stillen. Und Tragen. Und BLW. Und und und) anhören mussten. Ihr eigenes Kind ist nun fast 4 Monate alt. Wir saßen am Esstisch beisammen und die Mutter erzählte dann amüsiert, ihr Sohn würde nun "Mama" sagen - nein, keine Lautfolgen Mamamama, sondern eindeutig "Mama" und immer zielgerichtet, nämlich "Immer nur wenn er jammert und was will." (Wunderkind halt)
Und dann fiel dieser Satz: "Das hat er heute beim Mittagsschlaf auch gemacht, als wir ihn haben schreien lassen. Maaaaaamaaa, Maaaaama, hahaha, so ganz jammerig und leidend". Mir blieb kurz die Luft weg, mein Mann stockte auch kurz. Niemand von uns beiden hat etwas gesagt, die Verwandtschaft ist auch nicht sonderlich kritikfähig, um es gelinde auszudrücken. Ich fand den Moment so schlimm, dieser hämische amüsierte Ton, sie hat quasi ihr Kind und sein Leid richtig ausgelacht. Er tat mir so leid und tut es noch. Aber WIR, WIR sind die Seltsamen in deren Augen.
Ich überlege immer noch, ob und wie ich das Thema beim nächsten Treffen anspreche.
Mit Krümel (06.2016)

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