Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Sophia85
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Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von Sophia85 » 11.12.2017, 13:50

Ich brauche mal ein paar Ratschläge...

Unser Sohn kann scheinbar in seinem Bettchen nicht mehr schlafen. Bisher ging das nachts problemlos und nur tagsüber nicht, jetzt ist es so, dass er auch nachts den bloßen Versuch, ihn hinzulegen, mit Schreien quittiert. Warte ich, bis er tief schläft und bette ihn dann um, wacht er nach spätestens 20 Minuten auf und weint, robbt an die Gitter heran und angelt nach mir.

Er ist jetzt schon seit 2 Wochen erkältet, lernt grade krabbeln und bekommt das nächste Zähnchen. Das sind die einzigen Gründe, die mir für sein Verhalten einfallen. An Hunger / Durst glaub ich nicht, weil er keineswegs alle 20 Minuten stillt, oft nimmt er die Brust nur ganz kurz zum Trost, kuschelt sich an, und schläft dann selig ein. Kalt fühlt er sich auch nicht an.

Schmerzmittel bringen nichts, Nasentropfen gebe ich regelmäßig, scheinen aber auch nicht groß zu helfen.

Kurzum, es sieht so aus, als ob er, zumindest für eine Weile, zu mir ins Bett ziehen muss. Jetzt das Problem: Ich kann mit Kind im Bett nicht schlafen. Erstens hab ich Angst, dass was passiert. Rausfallschutz gibt es nur an einer Seite durch sein Gitterbett, das Fußende ist offen und auf der anderen Seite sind seine Wickelsachen und nur am Wochenende mein Mann. Außerdem hab ich eine SIDS-Panik, die sich gewaschen hat, und unsere Matratze ist relativ weich, zudem brauche ich so einiges an Kissen im Bett.

Außerdem will das Kind nicht nur bei mir schlafen sondern auf mir, bevorzugt mit Brust im Mund. Ich bin aber Seitenschläfer. Und liegend stillen finden wir beide unbequem.

Irgendwelche Ideen von euch Familienbett - Erfahrenen, wie das trotzdem klappen kann? Ich war die letzten Nächte wach, es geht so nicht weiter. Und Schreien lassen ist für mich keine Option, schon gar nicht, wenn der Kleine krank ist und ein paar gute Gründe hat, warum er die Nähe aktuell besonders braucht.
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Kleine
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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von Kleine » 11.12.2017, 14:07

Eine Seite vom Gitterbett öffnen, seine Matratze auf die Höhe deiner bringen und etwas mehr an der Kante schlafen. So kann er nach dir greifen und Du kannst seine Hand zur Beruhigung auf ihn legen. Hat bei uns bei beiden Kindern funktioniert.
LG
Anika

mit Grinsebacke (04/11) an der Hand, Mini-Kämpfer (11/14) im Arm und Kampfkuschelkater, Apportierkatze sowie rotem Einohrtiger auf dem Schoß

Sophia85
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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von Sophia85 » 11.12.2017, 14:16

Die Gitter gehen leider nicht abzubauen... Sonst wäre es einfach. Die Matratzen sind schon gleich hoch.
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Serafin
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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von Serafin » 11.12.2017, 14:22

Wir haben einfach ein richtiges großes Bett an unserem dran stehen. Und so 2,4 m liegefläche. Kind liegt in der Mitte oder am Rand, an dem das Bett an der Wand steht. Also Bett an die Wand schieben, dann ist eine Seite zu. Auf der anderen Seite und unten bis auf ein kleines Stück haben wir so rausrollschutz drin stecken. Der hält nicht vor mutwilligem drüberklettern ab, aber kullernde Kinder würd er aushalten.

Dann ziehe ich eine dicke Jacke an zum schlafen und decke mich nur bis zur Brust zu. Decke schön feststopfen. Sich selbst und Kind mit Stillkissen abpolstern hilft vielen hier. Kissen sind eh bei deinem Kopf, Kinderkopf ist auf höhe der Brust.

Und ganz erhlich: Ich würd mir lieber ne andere Matraze kaufen, wenn dich das beruhigt, als weiterhin schlecht zu schlafen. Guter Schlaf ist nämlich unbezahlbar.

Und so klein ist dein Kind auch nimmer. Meinst wirklich, dass sich das Kind nicht wehren würd, wenn es nicht passt? Man gewöhnt sich echt schnell dran, dass die mit drin liegen. Steinzeitgene und so...
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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von IdieNubren » 11.12.2017, 14:33

Er ist jetzt schon seit 2 Wochen erkältet, lernt grade krabbeln und bekommt das nächste Zähnchen. Das sind die einzigen Gründe, die mir für sein Verhalten einfallen.
Na das sind für so ein Baby aber 3 wahnsinnige wichtige Gründe nachts auf keine falll auch nur einen cm von mama abzurücken 😄
Zumindest meine lag da glaub die meiste Zeit der Nacht auf mir (ich hab's mir mit dem stillkissen halb liegend zurecht gemacht, irgendwann ging dann seitlich arm und arm - so schlafen wir heute noch)
Ich hatte auch ne SIDS Angst, bis zu dem Moment wo das Baby zum Pattex Baby mutierte. Dann hab ich viel gelesen, der Baby Schlaf bei Mama ist sicherer als man durch die Empfehlung denken möchte. Ganz wichtig dabei ist dass man nicht unter Drogen steht, keinen Alkohol trinkt und nicht raucht. Das lässt sich aber sehr schwer empfehlen, deswegen geht man auf Nr sicher und empfiehlt das babybett. Ich hab es auch wie serafin gemacht und in nem dicken Pulli geschlafen, damit mir nicht kalt wird und ich mich samt Kind Zudecke. Bei uns ist aber auch das Gitter abgebaut und rangerückt. Ich würde mir das nochmal überlegen ob es sich nicht lohnt in irgendeine Art "Anstellbett" zu investieren - entweder gleiche ne Riesen Liegewiese oder ein 140x70 Bett (dass sich umbauen lässt) oder gleich ein 200x80 Bett dass dann mal. Ins Kinderzimmer umzieht.
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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von Sophia85 » 11.12.2017, 15:11

Danke für die Ideen.

Diverse Anschaffungen sind überlegenswert, ich brauche aber eine Lösung für jetzt. Obenrum warm anziehen und Decke nicht so hoch werde ich mir merken.

Ich werde mal versuchen, uns mit Stillkissen eine Art Nest zu bauen. Vielleicht muss ich mich einfach nur an das Schlafen auf dem Rücken bzw halb sitzend gewöhnen.

Seitlich auf dem Arm klingt spannend - liegt das Kind da auf der Matratze oder erhöht auf einem festen Kissen oder so?

Ich glaube, die Angst bekomme ich in den Griff, wenn es nur gemütlich genug wird - da siegen Faulheit und Müdigkeit dann doch. Tabletten nehme ich keine, Alkohol auch nicht und wir sind Nichtraucher. Und ich wache sonst ja auch von jedem Pieps auf, den das Kind von sich gibt.

Dass er gute Gründe hat, bei mir zu sein, finde ich auch. Ich würde es so gerne ermöglichen. Nur muss ich halt selber auch mal schlafen... Und mein Mann kann nicht viel helfen, der muss arbeiten und früh aufstehen.
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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von pqr » 11.12.2017, 15:39

Matraze auf den Boden legen, dann fällt das Rausfalllproblem weg. Eventuell eine günstigere härtere Matraze dafür kaufen, wenn temporär. Warm mit Strickjacke anziehen und Halstuch, dann nur bis Hüfte zudecken.
Festere Kissen kaufen, z.b. Nackenkissen oder Dinkel.
Für liegend Stillen nochmal versuchen, die Haltung zu optimieren, z.b. über Stabilisierung von Rücken und Knie mit (festen) Stillkissen.
Viele Grüße
pqr

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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von Pontiki » 11.12.2017, 19:45

Ich finde auch, dass du das Stillen im Liegen nochmal versuchen solltest. Das macht es, finde ich, so viel einfacher. Du musst dir dafür ja gar nicht angewöhnen, auf dem Rücken zu schlafen. Lege dich auf eine Seite, drehe dein Kind zu dir (Bauch an Bauch) Und docke es an. Ich habe meinen unteren Arm dabei nach oben ausgestreckt unter meinem Kopf liegen. Das Baby liegt auf der Matratze oder z. B. bei Schnupfen auch mal auf einem Keilkissen.
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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von Sophia85 » 11.12.2017, 19:59

Beim Stillen im Liegen komme ich irgendwie mit dem Arm nicht klar. Egal was ich damit mache, es wird immer unbequem, oft schläft er auch ein. Hinzu kommt, dass der Kleine mit Kissen regelrecht eingemauert werden muss, um auf der Seite liegen zu bleiben, er dreht sich oft weg und dockt so auch häufig ab und meckert.
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Re: Tips für "Familienbett - Anfänger" gesucht.

Beitrag von FräuleinPfoetchen » 11.12.2017, 20:03

Zum Rausfallproblem:
Bett an die Wand/ in eine Zimmerecke rücken?
Als mein Mann auf Geschäftsreise war, haben wir das Bett an die Wand gerückt, weil er als Rausfallschutz fehlte. Inzwichen haben wir unser Familienbett komplett in eine Zimmerecke verschoben, damit zwei Seiten zu sind.
Mama vom Hampelmann, *Dez. 2016

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