Abstillen: wie am schonendsten?

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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 07.12.2017, 08:33

Hallo Karla,

Ich wünsche deinem Mann gute Besserung.

Ich denke, dass es so ganz ohne Tränen leider nicht geht. Das Abstillen ist ja ein Ablöseprozess, du begleitest ihn aber liebevoll, das ist das, was am Ende zählt.
Wahrscheinlich würde ich auch erst das Stillen in der Nacht weglassen, Kinder akzeptieren im Halbschlaf viele Sachen etwas besser.

Alles Gute für diese anstrengende Zeit.

Liebe Grüße
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 12.12.2017, 12:21

Hallo Karla,

Wie geht es euch?

Viele Grüße
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 28.12.2017, 21:05

Hallo Karla,

Wie geht es euch, wie war euer Weihnachtsfest?

Viele Grüße
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von KarlaP » 28.12.2017, 23:27

Hallo SchneFiMa,

vielen Dank für dein Nachfragen! Entschuldige bitte die späte Rückmeldung. Ich hoffe, du und deine Familie hattet schöne Feiertage!?
Uns geht es ganz gut. Ich habe mir abends nur nicht gut die Zeit nehmen können zu schreiben, da ich viel bei dem Kleinen drin geblieben bin.

Seit fast zwei Wochen nun, stillen wir nur noch zum Einschlafen abends aber nicht mehr in der Nacht. Das klappt inzwischen sehr gut und der Kleine schläft nun eigentlich komplett durch die Nacht. Ich bin selbst total erstaunt aber es war viel weniger schwierig, als ich dachte. Die ersten Nächte haben mich schon sehr gefordert aber ich war auch gerade ziemlich erkältet als wir damit angefangen haben. (Der Kleine hatte allerdings seine Erkältung gerade hinter sich und ich hatte Sorge, dass sonst wieder irgendwas sein könnte wie Zähne usw., wenn ich das noch länger schiebe. Außerdem sitzt mir die Zeit ja etwas im Nacken.)

Ich hatte ihm das ihm das während des Tages und auch am Abend gesagt und erklärt, dass er zum Einschlafen noch Stillen kann, dann in der Nacht aber nicht mehr. Ich bin mir ziemlich sicher, das er das zumindest emotional wirklich verstanden hat. Es ist ja nun auch schon 3 Monate her, dass wir langsam mit dem Abstillen begonnen haben und ich glaube, die Zeit hatten wir einfach noch gebraucht. Ich merke entwicklungsmäßig bei ihm auch einen großen Sprung seitdem.

In der ersten Nacht habe ich ihn dann 2,5 Std. getragen nachdem er wach geworden war. Was mich sehr erleichtert hat war, dass er nicht so schlimm geweint hat. Ich bin mit ihm aufgestanden, als er aufgewacht war und ich ihn im Bett nicht beruhigen konnte. Tragen war aber total ok für ihn er wollte dann bloß nicht liegen (und auch nicht aus der Flasche trinken) und ist aber auch erstmal nicht beim Tragen eingeschlafen. Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, mich mit ihm in den Schaukelstuhl zu setzen. Das hat super geklappt. Er hat dann bei mir im Arm gelegen, Blickkontakt gesucht und mein Gesicht befühlt bis er dann recht schnell beim Schaukeln eingeschlafen ist - sogar ganz ohne weinen.

Die nächsten Nächte hat er sich ganz schnell viel öfter sofort im Bett beruhigen lassen, meist ging das mit Ankuscheln oder Handkontakt. Er hat dann selbst eher den Kontakt zu meinem Mann gesucht, ich glaube, da war er dann weniger im Konflikt. Wenn wir dann doch aufstehen mussten, weil es im Bett nicht ging, hat er dann recht schnell auf dem Arm im Schaukelstuhl weiter geschlafen. Dann habe ich ihn nach einer Weile wieder ins Bett tragen können. Nur wenn er in den Morgenstunden aufgewacht ist, hat das nicht geklappt. Da war sein Schlaf einfach zu leicht und er ist sofort wieder aufgewacht, wenn ich ihn im Bett ablegen wollte. Da habe ich ihn dann bis zum Morgen im Schaukelstuhl im Arm halten müssen. Seit ein paar Nächten klappt es aber, dass wir ihn im Bett bis min. 5.30 Uhr "ziehen" können und dann stehe ich einfach mit ihm auf, wenn er denn so früh wach wird.

Ich bin total froh, dass das so gut klappt und ich auch die ganze Zeit bei ihm bleiben konnte und wir da nicht getrennt voneinander waren. Inzwischen kann ich auch im Bett mit ihm kuscheln oder ihn in den Arm nehmen und ihn beruhigt die Nähe aber er sucht nicht mehr nach der Brust. Ich glaube, dass er das ganz gut weggesteckt hat. Während des Tages merken wir schon, dass er sich momentan stärker bei mir rückversichert und er möchte oftmals nicht, dass ich den jeweiligen Raum verlasse aber da kann ich ja gut darauf eingehen.

Nun überlege ich, wann und wie wir das Einschlafstillen aufhören können. Ich glaube, inzwischen würde es wahrscheinlich mit in den Schlaf tragen und dann ablegen funktionieren. Mein Mann darf ihn ja immer noch nicht tragen aber mit ihm im Schaukelstuhl schaukeln, würde schon gehen. Ich frage mich halt, wie man ihn sanft daran gewöhnen kann im Bett einzuschlafen. Zum Mittagsschlaf trage ich ihn bisher auch noch in den Schlaf. Inzwischen legt er sich auch öfters schonmal z.B. neben meinen Mann hin und versucht zu schlafen. Wenn er aber fast in den Schaf gerutscht ist, schreckt er hoch und muss dann auch hochgenommen werden.

Hat damit jemand hier Erfahrungen? Wie habt ihr das gelöst?

Ich bin ja prinzipiell ok damit ihn noch eine Weile zum Einschafen zu tragen. Aber ich frage mich ob es auch einen anderen Weg geben kann, wo man ihm das dann nicht auch wieder mühevoll abgewöhnen muss. Außerdem glaube ich, er ist manchmal wirklich bemüht (oder einfach super müde) und versucht es selbst einzuschlafen. Es klappt dann aber nicht und er ist dann so hilflos und frustriert. Wie machen das denn andere Familien, wo bei der Mama zum Einschafen gestillt wird aber auch der Papa ins Bett bringt?

Ich wünsche dir und deiner Familie einen schönen Jahresausklang! Vielen Dank dir!

Liebe Grüße
Karla

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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von Brianna » 29.12.2017, 00:33

Beim Großen ging auch nach dem Abstimmen länger nur Mama. Hier später mal nur Papa. Die Kleine akzeptiert auch kuschelnd mit Papa und Bruder im Familienbett einschlafen, aber nur, wie wenn ich wirklich weg bin.
J 05/13 L 12/15

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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 10.01.2018, 12:52

Hallo Karla,

Deine Antwort ist mir irgendwie durchgerutscht, entschuldige bitte!

Vielen Dank, wir hatten schöne Feiertage und sind auch gut ins neue Jahr gerutscht. Wie war es bei euch?

Deine Schilderungen klingen ja ganz positiv, auch wenn noch ein paar Fragen offen sind. Aus eigener Erfahrung kann ich dir da keine Antworten geben. Eventuell ist es aber möglich, die Tragezeit immer etwas zu verkürzen und es ihm dann auch zu erklären?

Ihr macht das so gut, weiter so!

Viele Grüße
SchneFiMa
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