ich benötige eure Hilfe bitte. Seit dem 4. Tag nach der Geburt meiner Tochter Paula, wird sie bereits zugefüttert.
Ich würde aber so gerne Vollstillen.
Seit 12 Tagen füttere ich nun mit dem BES zu anstatt mit der Flasche. Das klappt meist ganz gut, obwohl sie durch die Schläuche doch oft irritiert ist.
Paula ist jetzt 10 Wochen alt und wiegt 4950 Gramm.
Zugefüttert wird Paula mit PRE Beba HA. Muttermilch hat sie abgepumt erst einmal bekommen, da ich erst seit vorgestern eine Pumpe habe.
Die Ausbeute war aber sehr mau. Gerade mal 30ml, beide Brüste, nach 3 Stunden Stillpause.
Zu meiner GEschichte. Ich war bereits negativ vorbelastet durch die Stillerfahrung mit meiner ersten Tochter Emma, vor 2 Jahren.
Sie wurde nach der Geburt von mir getrennt, da sie eine Infektion hatte und auf die Neugeborenenstation verlegt wurde.
Stillen nach Bedarf war hier nicht möglich, da ein 4 STundenrytmus vorgegeben war. Sie wurde vom ersten Tag an zugefüttert und bekam auch gleich einen Schnuller. Ihre Schlafphasen waren sehr ausgeprägt, 4-5 Stunden am Stück.Auch mit Abpumpen im Krankenhaus und später zu Hause konnte ich die Milchmenge nie ausreichend erhöhen. Allerdings hatte ich auch keine vernünftige Stillberatung durch die Hebamme.
4 Monate konnte ich wenigsten eine Zwiemilchernährung auf die Beine stellen, danach war Ende. Emma hat die Brust irgentwann verweigert.
Bei Paula sollte alles anders werden, allerdings hatte ich mir geschworen mich nicht zu stressen, sollte es nicht klappen.
Deshalb standen Flächschen und PRE Nahrung bereit zu Hause.
Der Stillstart war vorbildlich. Sie hat im Kreissaal regelrecht nach meiner Brust gesucht und auch sehr kräftig gesaugt.
Ich habe sie sehr häufig angelegt, eben immer wenn ich den Eindruck hatte sie müsste gestillt werden.
Da meine erste Tochter immer einen Nucki benutzte, gab ich Paula auch ab dem 2. Tag einen Schnuller, in Absprache mit den Stillberaterinnen. Laut deren Aussage wäre das kein Problem, da Paula ja prima stillen würde.
Ein fataler Fehler wie sich dann vor gut 3-4 Wochen heraus stellte.
Am 3. Tag schrie Paula viele Stunden, bis sie schliesslich Heiser war. Eine Krankenschwester brachte dann 20ml Tee, welchen sie in wenigen Minuten wegtrank. Sie hatte schlicht weg einen riesen Hunger.
Danach war gerade mal 30 Minuten Ruhe.
Ich schaffte es aber mit Stillen bis zum nächsten Abend, die kleine Maus satt zu bekommen und zu beruhigen.
Am 4. Tag kamen wir dann nach Hause und am Abend war nichts zu machen. Tragen, Stillen alles half nichts, sie hörte nicht auf zu schreien.
In meiner Verzweiflung habe ich ihr dann 50ml Pre gegeben, die sie in wenigen Minuten in sich hineinschlang.
Das war der Anfang vom Ende
Aufgrund meiner vorherigen Stillerfahrung, war ich der Meinung ich hätte sowieso nicht genug Milch und beschloss es eben wie bei Emma zu handhaben. Leider ging der Plan nicht auf.
Emma hatte keine Probleme mit dem Wechsel Brust zur Flasche und Nutzung eines Schnullers.
Paula hingegen entwickelte zügig eine Saugverwirrung, so dass sie vor 3-4 Wochen begann, meine Brust nur noch anzuschreien.
Wenn überhaupt, trank sie 1-2 Minuten an jeder Seite. Von Stillen also keine Rede mehr.
Es stellte sich herraus, dass die Leiterin des ELBA Kurses den ich mit Paula besuche, auch als ehrenamtliche Stillberaterin arbeitet.
Sie machte mir Mut, dass auch ich stillen kann und schlug mir vor mich doch mal ein ganzes Wochenende mit Paula ins Bett zu verkrümeln und den Schnuller sofort weg zu lassen.
Das habe ich dann auch gemacht und siehe da, nach dem Wochenende trank Paula wieder viel besser und ich schaffte die ein oder andere Nacht - und / oder Morgenmahlzeit sogar ohne Zufüttern.
Sie erzählte mir auch von dem BES. Sofort war ich Feuer und Flamme für diese Art der Zufütterung und besorgte mir ein BES um zu testen, ob es bei mir und Paula funktioniert.
Glücklicherweise bekam ich Kontakt zu einer Forumsteilnehmerin die beide Kinder einenn langen Zeitraum mit BES gestillt hat. Sie zeigte mir wie ich das BES benutze und gab mir praktische Tips an die Hand, sowie drei gebrauchte BES, damit es mit der Reinigung einfacher ist.
Nach nun 12 Tagen Ernährung mit BES, was meist gut klappt, würde ich gerne die Zufütterungsmenge runter fahren.
Nur weiß ich einfach nicht, wie ich das machen soll.
Könnt ihr mich dabei unterstützen ?
Zur Zeit stillen wir im Schnitt 7-8 mal pro Tag. Mehr bekomme ich meistens nicht hin. Dazu ist noch anzumerken, dass meine erste Tochter ja erst 2 Jahre alt ist und ein ruhiges Stillen sehr schwer ist.
Gerne würde ich Paula ständig anlegen, aber in der Praxis funktioniert das nur, wenn Emma bei meinen Schwiegereltern ist oder in der Zeit wo sie schläft. Ansonsten muss ich mich ja auch um Emma und alles andere wie Haushalt kümmern.
Echt schwierig sich soviel Zeit frei zu schaufeln. Aber wenn nötig würde ich es versuchen.
Ich stille sie fast nur im Rückwärtsgriff. So trinkt sie am besten mit und ohne BES.
Im liegen funktioniert auch ganz gut. Allerdings hat sie eine Schokoladenseite. Sie schaut fast nur nach rechts und nur mit Animation nach links.
Deshalb fällt ihr das Stillen im Wiegegriff auf dem Stillkissen auf ihrer linken Seite sehr schwer. Auf ihrer rechten Seite geht es einigermaßen.
Stillen ohne Stillkissen im Wiegegriff funktioniert gar nicht, auch nicht ohne BES. Das macht das STillen in der Öffentlichkeit fast unmöglich.
Am 30.5 haben wir deshalb auch einen Termin bei einem Osteopath.
Die Schlafphasen am Tag liegen zwischen 30 Minuten und 4 Stunden. Alles ist möglich und es gibt noch keinen wirklichen Rytmus.
Die Wachphasen liegen zwischen 1-2 Stunden.
Es dauert mit BES in der Regel 45 Minuten bis sie gestillt ist.
Ohne BES wenn es ihr reicht, meist 20-30 Minuten.
Ergänzend ist noch hinzuzufügen, dass ich Übergewichtig bin. Zur Zeit bei einer Körpergrösse von 1,69, 104 kg.
Nach Entlassung aus dem Krankenhaus, hat sich bei mir eine Gestose im Wochenbett eingestellt und der Wochenfluss hatte fast gänzlich gestoppt.
So dass ich 6 Tage nach der Geburt, ambulant im Krankenhaus Vorstellig wurde.
Ich bekam Beta Blocker zur Senkung des Blutdrucks ( 180/100 ) und Zytotek 6 Tage, 3 Stück am Tag um den Wochenfluss wieder in Gang zu bringen. Es ging mir sehr schlecht und ich kam nicht wieder richtig auf die Beine. Nach jeder Einnahme von Zytotek hatte ich Schüttelfrost und ausserdem durch die GEstose rasende Kopfschmerzen.
Zu allem Überfluss musste ich ca. 2 Wochen Ibuprohen hoch dosiert einnehmen, da mir unter der Geburt die Knochenhaut und Knorpelschicht über dem Steißbein gerissen ist.
Also keine guten Voraussetzungen für die Milchbildung.
Zu Beginn der Zufütterung mit BES und vor meinen 2 Wochenenden die nur mir und Paula gehörten, habe ich im Schnitt 400-430 ml PRE zugeüttert über einen Zeitraum von 24 Stunden.
Hier ein genauer Überblick über die letzten Tage was den Stillalltag betrifft.
19.05
6 mal Stillen, 370 ml PRE
9.30: Stillen, 40ml
11.30: Stillen, 10ml
14.15: Stillen, 90ml
17.30: Stillen, 70ml
21.15: Stillen, 90ml
3.00: Stillen, 70ml
20.05
7 mal Stillen, 220 ml PRE
9.00: Stillen, 20ml
11.15: Flasche 60 ml ( da in der Arztpraxis im Wartezimmer )
14.30: Stillen, 70ml
17.30: Stillen, 70 ml
22.30: Stillen, nur linke Brust
3.15: Stillen
6.15: Stillen
21.05
6 mal Stillen, 250ml PRE
10.00: Stillen, 100 ml
14.30: Stillen
16.30: Stillen, 70 ml
19.00: Stillen, 60ml
22.00: Stillen, 60ml
5.00: Stillen, 60ml
22.05
9 mal Stillen, 215ml PRE
9.30: STillen
11.00: Stillen ( zum Einschlafen )
12.30: Stillen, 75 ml
13.45: STillen ( zum Einschlafen )
14.45: Stillen ( 45 Dauerstillen zum Kuscheln und Schlafen )
17.30: Stillen, 70 ml
21.30: Stillen, 70 ml
1.15: Stillen
4.15: Stillen
23.05
7 mal Stillen, 360ml PRE
6.15: Stillen, 80ml
10.30: Stillen, 70ml
13.30: Stillen, 70ml
17.30: Stillen, 70ml
20.30: Stillen, 70ml
22.00: Stillen ( zum Einschlafen )
5.15: Stillen
2 x Stuhl, 5 x Pipi
24.05
7 mal Stillen, 300 ml PRE
9.30: Stillen
10.30: Stillen, 60ml
13.30: Stillen, 50ml
16.15: Stillen, 60ml
20.30: Stillen, 70ml
22.30: Stillen nur rechte Brust zum Einschlafen
12.00: Pumpen 30ml
5.15 Stillen, 60ml
1x Stuhl, 5x Pipi
25.05
8 mal Stillen, 340 ml PRE
9.45: Stillen, 30ml MUM, 30 ml Pre
11.20: Stillen, 20ml
12.30: Stillen ( zum Einschlafen )
13.15: Stillen, 70ml
17.45: Stillen, 100 ml
19.30: Stillen ( zum Einschlafen )
20.15: Stillen, 60ml
21.15: Pumpen 10ml
3.15: Stillen, 20ml
1xStuhl, 5x Pipi
Ich habe mit Absicht alles so ausführlich aufgeschrieben, damit ihr euch ein besseres Bild machen könnt.
Ausserdem habe ich mir Bockhornkleesamen bestellt und hoffe damit die Milchbildung noch anzuregen.
Denkt ihr Domperidon könnte mir ebenfalls helfen die Milchmenge zu steigern ?
Sehr ihr eine realistische Chance nach fast 10 Wochen zufüttern noch ans Vollstillen zu kommen ?
Alternativ würde ich beim BES bleiben, um zumindestens eine vernünftige Zwiemilchernährung bei zu behalten.
Abschliessend würde ich noch gerne wissen, welchen Menge ein 10 Wochen altes Baby in 24 Stunden trinkt und ob es sein kann, dass die Windeln nicht mehr so voll mit Pipi sind als vorher, wo ich grössere Mengen mit Flasche zugefüttert habe.
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.
Alles Liebe und ich bin gespannt auf eure Antwort.