Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

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Pepe
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Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von Pepe »

Hallo liebe Stillmamas,

unser kleines Söhnchen ist nun 8 Tage alt und eigentlich total entspannt. Er hatte anfangs auf beiden Seiten etwas Schwierigkeiten mit dem Andocken, nachdem der Milcheinschuss vorbei war und die Brüste nicht mehr so prall, hat er es aber super hingekriegt, sich auf der linken Seite festzusaugen. Das dauert jetzt maximal 5 Minuten.

Aber auf der rechten Seite wird es immer mehr zum Drama...vorgestern haben wir es zwei mal innerhalb von 10 Minuten geschafft, aber es dauert mitunter bis zu einer Stunde, heute früh sogar 1,5!

Ich habe alle möglichen Stillhaltungen ausprobiert (ist übrigens das 2. Kind, d.h. bin keine Anfängerin), aber es macht irgendwie nichts einen richtigen Unterschied. Er kann sich auf jeden Fall festsaugen und andocken, aber oft macht er es hastig, saugt nur kurz und lässt schreiend wieder los. Wenn er es irgendwann geschafft hat, trinkt er sehr zufrieden und ausgiebig und er nimmt mittlerweile auch zu.

Meine Hebamme ist auch etwas ratlos bis jetzt, sie meinte, dass er eventuell eine Verspannung haben könnte. Und er dreht den Kopf wirklich immer am liebsten auf die von ihm aus rechte Seite, wenn man ihn auf den Rücken legt...

Was soll ich nur tun? Ihn immer erst kurz an der "Lieblingsbrust" nuckeln lassen, damit er es entspannter an der anderen versuchen kann? Oder nur jedes 2. Mal die Problembrust anbieten? Das habe ich diese Nacht getan um mehr Schlaf zu kriegen, aber das Resultat ist natürlich, dass dann die Problembrust ganz schön spannt am Morgen.

Würdet Ihr zum Osteopaten gehen? Oder irgendwas anderes unternehmen? Bei der U2 wurde nichts ungewöhnliches festgestellt, da hatte ich das Problem aber auch schon erwähnt. Aber das war ja erst sein 5. Lebenstag, da konnten wir das noch nicht so einschätzen. Vielleicht liest ja jemand aus Berlin mit und kann mir lokal was empfehlen.

Wer kennt dieses Problem und hat Tipps für uns? Wäre so dankbar dafür, es macht mich mittlerweile echt traurig, weil mir der Kleine immer so leid tut und für mich ist es auch sehr erschöpfend.

Vielen Dank!!! :5:
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nora84
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Re: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von nora84 »

Hast du mal geschaut, wie stark dein MSR an der Brust ist? Vielleicht ist er sehr stark und deinem kleinen gefällt das nicht. Das war bei uns anfangs zumindest so. Habe dann die erste Milch so laufen lassen und den kleinen Strahlemann danach angelegt.

Ein Besuch beim Osteopathen würde ich auch machen. Wenn nichts ist, weißt du wenigstens Bescheid und wenn was ist, wird es eben behandelt. Der kleine Strahlemann hatte auch ne Lieblingsseite beim Kopf und nach 2 Behandlungen war es gegessen. :)


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Pepe
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Re: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von Pepe »

Danke dir, nein, der MSR ist an der Brust schwächer als an der anderen, glaube ich. Und ich habe es auch schon mit vorher etwas ausstreichen probiert, hat auch nichts geändert. Was macht eigentlich so ein Osteopath genau? Mir hat eine Bekannte mal erzählt, der habe bei ihrem Kind ein Pendel rausgeholt und sie quasi wieder nach Hause geschickt. Das klang für mich eher dubios.

Aber vielleich kann hier jemand einen guten Osteopathen in Berlin empfehlen? Am besten irgendwo in Friedrichshain und Nachbarbezirken davon?
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nora84
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Re: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von nora84 »

Ich war selber auch schon mal in ostheopathischer Behandlung, deswegen wusste ich, was sie macht. Es sind gezielte Handgriffe, die zB Verspannungen in Organen oder Muskeln spüren oder ob Wirbel nicht richtig eingerenkt sind. Und je nachdem was es ist, wird massiert, etc. Als Außenstehender erkennt man da nicht so viel, aber ich fühlte mich danach besser und hatte weniger Beschwerden.

Hoffentlich findet ihr einen guten Therapeuten, der euch helfen kann!


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Liebe Grüsse von Nora
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Re: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von jules89 »

Hallo Pepe,

falls alle Stricke reißen kann ich dich beruhigen: Du kannst dein Kind auch mit einer Brust vollstillen.

Eine Großtante meiner Tochter hat ihre Tochter damals auch nur an einer Brust gestillt (es war auch ihr zweites Kind), weil es wohl nicht anders ging. Sie hat ca. ein Jahr lang gestillt. Die "Kleine" ist inzwischen Mitte 20 :).

Liebe Grüße
Bonbon
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Re: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von Bonbon »

Hast du den kleinen Mann schon mal an der Problembrust genauso trinken lassen wie an der Lieblingsbrust?
Also mit Kopf nach links und Füsse nach rechts von dir aus gesehen, und so an die rechte Brust legen?
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Mohnblume
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Re: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von Mohnblume »

ich würde auch mal das ausprobieren was bonbon empfohlen hat. ich bin aus berlin, hab aber leider keine erfahrung mit osteopathen. evtl könntest du mal im berlin- unterforum gezielt fragen?


-----------mobil
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Re: AW: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut ando

Beitrag von LeelaMinzz »

Ohje, ich hatte das gleiche mit meiner Mini(3.Kind;-)). Das hat mich fast wahnsinnig gemacht und ging viele Wochen. Der Osteopath konnte nicht wirklich helfen, obwohl etwas festgestellt hatte.
Physiotherapie hat geholfen.
Ein-Brust-Stillen kam für mich nicht in Frage, weil wir 8Monate später unsere Hochzeit geplant hatten und ich da echt nicht mit einer MiniBrust und einer Großen sein wollte.
Jedenfalls ging auf der einen Seite das Stillen nur im Liegen, bis die Kleine ihren Kopf drehen konnte.
Damit sie nicht nur noch mit Milch von der einen Richtung rechnet , habe ich sie mal von der einen Und mal von der anderen Seite aus gestillt und dafür hält ihren ganzen Körper zu mir gedreht und eine HandtuchRolle hinter sie gelegt, um sie bequem zu stützen. Das ging. Unterwegs ging halt nur die "Bequeme" . Als sie vier Monate alt war, habe ich endlich rausgwhabt, wie man im Tt stillt. Da gingen dann auch beide. Mit sechs Monaten war es dann gut.
Die Physiotherapeutin bzw die Praxis ist spezialisiert auf Babys. In der Nähe vom U-Bhf KurfürstenSTRAßE NICHT KUDAMM.

Wenn Du magst such ich Dir den Kontakt raus.

Hey, und noch alles Gute zur Geburt! :smile:

LG Leela

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Crystal
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Re: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von Crystal »

Genau das hatten wir auch in den ersten 2 Wochen mit meiner Maus. Nur dass ich das Gefühl hatte, sie mag die Seite nicht :-( Dockte auch schlechter an und mit mehr Kopfwackeln, Genöle,... Hatte aber keine Blockaden.
Meine Hebi meinte nur, ich soll diese Brust immer als erstes geben, dann erst die "gute". Dauerte dann eben länger :( . Auch wenn sie nur für ein paar Minuten an der Nichtgemochten bleibt und dann lange an ihre Lieblingsseite darf. Das Problemchen hatte sich dann komischerweise nach ein paar Tagen erledigt und nun werden beide gleich bearbeitet :lol: Nachts habe ich das aber nicht gemacht. Meine kommt von Anfang an alle 1,5 - 2,5 Stunde und die wollte ich schlafen.
LG Crystal mit Kind '13
Emi1401

Re: Neugeborenes will? kann? nur an einer Brust gut andocken

Beitrag von Emi1401 »

Das Problem hatte ich mit meiner Maus auch. Sie nahm von Anfang an nur eine Brust. Bei der U3 stellte der Kinderarzt dann eine Blockade (Kiss-Syndrom) fest, das war auch der Grund warum Sie Abends immer geschrien hat und im Kinderwagen nicht liegen wollte. Der Arzt hat mir geraten zum Osteopathen zu gehen. Da waren wir dann auch als sie etwa 4 Monate alt war und in 5 Minuten war alles erledigt und der Wirbel wieder eingerenkt. Seit dem hatten wir auch endlich ein zufriedenes und ruhiges Baby, das viele Schreien hat einen echt fertig gemacht!
Allerdings hat sich das Stillproblem mit der einen Brust nicht mehr korrigieren lassen, so dass ich sie bis heute, sie ist mittlerweile 21 Monate alt, immer noch mit der einen Brust stille. Hoffe beim nächsten Baby, das bald kommt auch mit der anderen Brust stillen zu können.
Würde an deiner Stelle also auf jeden Fall einen Osteopathen aufsuchen, vielleicht ist ja auch gar nichts, aber dann kannst du dahingehend schon mal beruhigt sein und die Sache zieht sich nicht noch ins Kindesalter hinein. Der Osteopath sagte auch, dass die Behandlung viel schneller geht und einfacher ist umso früher man damit anfängt. Wir waren später nur noch zu Kontrollterminen da.
Hoffe du findest bald die Lösung für dein Problem !!!
Lg
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