Ich lese in eurem Forum hin und wieder mit, bin ansonsten im CH Geborgensein-Forum unterwegs. Heute melde ich mich mal hier, weil ich mit Julia Kontakt hatte und sie mich gebeten hat, einen eigenen Thread zu eröffnen und ich glaube bei unserem Vorhaben, kann ich jede Hife gebrauchen!
Am 13.12. kam unser zweites Kind per KS zur Welt. Ich hatte ganz fest gehofft, diesmal stillen zu können aber wir hatten fast die selben Probeme wie schon beim ersten Kind und am 27.12. habe ich es aufgegeben. Ich habe es aber immer total bereut, hab stundelang geheult und mich schliesslich als es mir physisch langsam besser ging angefangen zu überlegen, ob ich nicht einen Relaktationsversuch starten möchte.
Julia hat mir schon per PN einige Fragen beantwortet (VIELEN DANK JULIA) und ich habe hier auch schon einige der Links und Threads zu diesem Thema gelesen. Und ich glaube ich werde es ab Morgen wirklich versuchen, ob ich unsere Stillbeziehung doch noch irgendwie retten kann.
Hier meine Stillgeschichte:
Unsere Tochter kam am 13.12.12 per KS zur Welt und wog 3810g
Der Milcheinschuss war so am 15. und 16. allerdings nicht so heftig wie ihn andere Frauen beschreiben, meine Brüste wurden einfach schwerer aber nicht verhärtet oder so.
Am 17.12. tratt ich aus der Klinik aus mit einem zufriedenen Kind, das voll gestillt wurde.
Der erste Tag zuhause ging Problemlos, die Hebamme war zufrieden. Nur schlief die kleine fast ununterbrochen und machte Stillpausen bis zu 6h wenn ich sie nicht weckte.
Am nächsten Tag 19. 12. hatte ich Fierber und einen Milchstau links, genau dortwo ich beim ersten Kind die Mastitis hatte. Mit viel Bettruhe und 3h abpumpen bds und den üblichen Massnahmen konnten wir den Stau dann lösen und auch die Milchproduktion ausreihend anregen. innerhalb von 2 Tagen fühlte ich mich besser. In dieser Zeit wude unsere Tochter sehr Trinkfaul, sie lutschte nur noch an der Brust oder schlief nach 3-4 Schlucken ein. erst dachte ich, sie mag den Geruch vom Pasta Boli Wickel nicht aber sie zeigte auch nach abklingen des Milchstaus immer wenger interesse. Die Tips und Tricks sie zum trinken zu motiviere zogen nicht. Ich pumpte weiterhin ab und fütterte die MuMi mit der Flasche zu.
Die Hebamme meinte ich solle mich etwas gedulden, bis die kleine die Spinalanästhesie verstoffwechselt hat, dann trinke sie schon besser. Trotzdem mussten wir an Weihnachten anfangen puMi zuzufüttern da sie zuwenig zunahm und die von der Brust getrunkenen Mengen waren kaum noch messbar (habe sie aus Neugierde 3-4 mal gewogen...) abpumpen konte ich nicht noch mehr.
Zur gleichen Zeit begannen mir die Brüste wieder zu schmerzen, obwohl die wunden BWs schön abgeheit waren. Die hebamme meinte es könnte ein Soor sein und wir begannen die Behandlug mit Daktarin Gel. Am 26. hate ich höllische Schmerzen und einen ausgerägten Soor an beiden BWs sowie am Gesäss der Kleinen. Am 27. 12. hatte ich erneut Fieber und Milchstau und enschloss mich am Abend mit Dostinex abzustillen und den Soor mit Diflucan zu behandeln (ich wusste nicht, das es systemische Medis gibt die Stillverträglich sind
Unterdessen nimmt die kleine gut zu (werde sie morgen nochals wägen und euch das genaue Gewicht mitteilen) wie viel sie genau trink weiss ich nicht, wir Schöppeln nach bedarf und da geht viel kalte PuMi den Abfluss runter... braucht ihr die genaue Trinkmengenangabe?
Als ich Julia die PN schickte, ging es noch um die entscheidungsfindung, ob ich es überhaubt versuchen soll. Aber unterdesse haben wir uns entschieden es wirklich nochmals zu versuchen.
Ich habe die unterstützung von GG (er hat noch 2 Wochen Ferien) und sogar meine Mutter hat mich aufgemuntert, es jetzt wo es mir besser geht, nochmals zu versuchen und sie war eine der ersten die mein Stillkampf nicht mehr mitansehen konnte, obwohl sie zu mir nie direkt etwas gesagt hat... meine Hebamme ist eine liebe Freundin von mir und wird mich auch unterstützen, allerdings hat sie noch nie eine Frau bei der Relaktation begleitet. Zudem habe ich noch eine Freundin an de Seite mit viiiieeel Stillwissen. Und ich werde auch noch der LLL beraterin anrufen, mit der ich schon in der Schwascha kontakt hatte.
Ausgerüstet sind wir mit einem BES, Stillhütchen, und auch 2 oder 3 verschiedenen Saugern. Ich habe noch Stiltee da und Milchbildungsapseln mit Bockshornkleesamen, Kermeswurzel und Schwarzkümmel auf die ich eigentlich gut angesprochen habe. Zudem hat mir meine Hebi gesagt Motilium sei auch gut zur Milchbildung, das hätte ich auch noch da... (hat da jemand Erfahrung damit?)
Eine gute Milchpumpe mit doppelpumpset, besorgen wir uns morgen noch im KH.
Sonst noch etwas was ich unbedingt zur Hand haben muss?
Ja, nun die Frage, wie sollen wir starten?
Habe gelesen zur Milchbildung 8-10mal 10-20min abpumpen im Tag, auch nachts.
Die Kleine schläft meist von 2.00 Uhr bis ca. 6.00 oder 7.00 Uhr darf diese längere Pause sein oder soll ich den Wecker stellen?
Wie oft soll ich sie ansetzen, solange noch keine nennenswerte Milchmenge fliesst? Jedes mal vor dem Pumpen? (ich kann z.Z. mit den Fingern einige Tropfen ausstreichen und diese Tropfen leckt/saugt sie mir dann auch von der Brust. Sie macht teilweise auch noch die richtigen Trikbewegungen an der Brust, nuckelt aber meist wie an der Flasche. Nach 2-3min verliert sie das interesse an der Brust, (logisch kommt ja nix...))
Wie oft soll ich sie ansetzen mit dem BES?
Am frühen nachmittag und um Mitternacht hat sie immer so Phasen in denen wir ein ausgeprägtes cluster-feeding haben Sie trikt dann ca 20-50ml schläft 10-20min und trinkt dann wieder einige ml. Soll ich sie dann auch jedesmal ansetzen? am Morgen und am Abend hat sie eher Zeiten in denen sie 80-100ml aufs mal trinkt.
So jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Antworten! Würde mich auch wahnsinig freuen von jemandem zu hören, bei dem die relaktation erfolgreich war.
Liebe Grüsse Nicole
PS. ich komm leider nicht so häufig zum schreiben, wenn ihr mal nichts vom mir hört, bitte nicht gleich denken ich hätte aufgegeben...


