frühstück mit den breimamas

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Sakura
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frühstück mit den breimamas

Beitrag von Sakura »

ich war heute mit 6 mamas frühstücken, unsere kinder sind alle zwischen 6 und 8 monaten alt. alle babys reif geboren, 1 flaschenmama, die restlichen 6 stillmamas, die alle von geburt an ohne gedeihstörungen voll gestillt haben. thema war - natürlich - (duch)schlafen und..... brei. frau gab sich gegenseitig tipps, wie sie diesen oder jenen brei oder überhaupt brei in das kind hinein bekommt, alle hatten ab dem 5. monat brei gefüttert, oder es mindestens versucht. ich war die exotin, die noch zu 99% voll stillt. zwei der still-brei-babys waren so dünn, dass sogar der KiA gemeckert hatte, eines hatte zwischen dem 6. und 8. monat nur im zwestelligen grammbereich zugenommen. was mir aufgefallen ist: die stillkinder, die den meisten brei gefüttert bekamen, waren die, die auf einmal am schlechtesten zunahmen. und was ich noch bemerkeneswert fand: der KiA verordnete gegen das schlechte zunehmen noch mehr brei, und noch weniger stillen. die zwei babies, die am meisten gestillt wurden und den wenigsten brei bekamen, waren die dicksten. beim flaschenkind war übrigens kein unterschied feststellbar.

nun ist das natürlich keine statistisch relevante sample-größe, aber bemerkenswert fand ich das allemal. vor allem, nachdem ich zuhause auf meine ungeöffneten breigläschen schaute (ja, ich hatte welche gekauft, aber püppi mag keinen brei, und ich zwinge sie nicht): brei hat durch die bank ca. 50% mehr kalorien als kuhmilch (die kalorisch doch ungefähr vergleichbar mit menschenmilch ist, oder????)

also ist es unabhängig vom kaloriengehalt DOCH so, dass babys mamamilch am besten vertragen/verwerten????? oder kriegen sie einfach mehr davon? die eine mama meinte, sie stillt 6 mal am tag, und füttert 2 mal 200g brei, oft auch deutlich mehr brei, wenn das kind guten hunger hat. das sind doch 400-500g brei, und ist doch damit vom volumen her vergleichbar mit meinem kind,das 10 mal oder mehr pro tag stillt, oder????

(ach ja. und keines der kinder schläft annähernd durch. nicht das flaschenkind, und auch nicht das kind, das abends 300g brei verdrückt. nur so am rande :-))
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blueberry
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von blueberry »

Brei hat 50% mehr Kalorien als Milch? Echt? Was ist denn das für Brei? Ich meinte immer gelesen zu haben, dass die meisten Breie, die man Kindern so am Anfang gibt, eine geringere Energiedichte haben als Muttermilch und man das Kind quasi "auf Diät" setzt, wenn man Brei nicht ZUSÄTZLICH zur Milch gibt, sondern wirklcih anstatt (sprich: Mahlzeiten ersetzt). Lasse mich aber auch gern eines besseren belehren, verfolge also hier mal gespannt mit.

Mein Baby ist übrigens sehr proper, hat aber auch BEIkost nur in homöopathischen Dosen zu sich genommen (wenngleich er an allem sehr interessiert war und fast alles mal angeleckt oder durchgekaut hat - nur eben nicht geschluckt :wink: ), bis er reichlich ein Jahr alt war, und wurde weiterhin ganz normal nach Bedarf gestillt, egal wie viel er gegessen und Wasser getrunken hat.
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Karinke
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von Karinke »

Ich sehe das Problem darin, wie Jusel es mal beschrieben hat:
Der Kindliche Darm ist noch nicht reif genug, die Nährstoffe aus dem Brei aufzunehmen. Somit braucht er viel mehr Brei um auf ein Vernünftige Mass nährstoffe zu kommen. Dies Füllt den Magen mehr und nimmt dem Appetit. also wird weniger gestillt, was schlussendlich zur Gewichtsreduktion führt. Daher ist meine Devise: Mein Kind weiss, wieviel Essen ihm JETZT gerade gut tut. Das kann ICH nicht einschätzen, also entscheidet mein Kind darüber. Ich biete nur an. Entscheiden tut mein Kind.
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avoila
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von avoila »

meine Maus ist zart und wollte bis zum 8./9. Monat nichts von Beikost wissen.
Auch jetzt isst sie nur spärlich...
Stillkind = propper - das lässt sich meiner Meinung nach nicht pauschal sagen. Dann dürfte es hier im Forum ja quasi keine dünnen Babies geben ;-) Individuelle Veranlagung.

Gemüse pur, ohne Fettzugabe (Öl), hat weniger Kalorien als Mumi. Wie das nach dem Anreichern mit Öl aussieht, kann ich nicht sagen.
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LaraKessel
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von LaraKessel »

das kommt ganz aufden Brei an. EIn reiner gemüse-kartoffelbrei hat wesentlich weniger Kalorien als Muttermilch (die knapp 300 kj hat.)
Hab grad auf unser "not"gläschen geschaut.
Blumenkohl-kartoffel von Alnatura hat 142 kj, also weniger als die hälfte.
Mais-Kartoffel-Biopute von Hipp dagegen 311kj also etwas gleichviel.
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Sakura
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von Sakura »

avoila hat geschrieben:Stillkind = propper - das lässt sich meiner Meinung nach nicht pauschal sagen
das wollte ich auch gar nicht sagen. was ich sagen wollte: alle kinder haben, als sie vollgestillt wurden, GUT zugenommen, und haben, seit sie brei bekommen, probleme mit dem zunehmen, und zwar umso mehr probleme je mehr brei sie bekommen. unabhängig von ihrem ausgangsgewicht. es ging nicht um das absolute gewicht, sondern ums zunehmen.

der brei, auf den ich fix geschaut habe, war gute nacht brei (milch+getreide) mit 76kcal, und frucht-getreide-brei mit 68kcal. und die FETTARME kuhmilch, die ich hier habe, hat 48kcal.
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LaraKessel
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von LaraKessel »

ok kcal sind bei mumi etwa 72, nur mal als vergleichswert. Und mumi wird natürlich viel leichter verstoffwechselt.
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Sibi
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von Sibi »

Ich habe hier so ein Fliegengewicht, das kaum isst. 8 Monate und gerade mal so 7 kg. ca. 500 g Zunahme in 9 Wochen. Brei ist doof, Familientisch ok, aber nur bei Lust und Laune und in (kleinen) Maßen. Satt macht nur Milch.

Ich war heute beim KiA (Kind kränkelt) und hatte schon wieder Angst, was da kommt. Es kam auch wieder die übliche Frage nach dem Essen (Antwort siehe oben - wir bieten an, aber sie mag wenig). Aber er gab gar kein Ratschlag im Sinne von "mehr Brei", sondern fragte, wie die Eltern als Babys waren (nämlich schmal), ob es Unverträglichkeiten bei den Eltern gibt (nein) und ob wir regelmäßig Essen anbieten (ja). Dann schaute er sich an, wie das eigentlich kranke Kind robbte, hockte und versuchte zu krabbeln und befand, dass alles ok ist.
Was ich angenehm fand: Er meinte nicht, am Essen drehen zu müssen sondern hätte bei Verdacht auf irgendein Problem eben Diagnostik gemacht. Ich finde ja dieses Mästen, nur weil ein Kind nicht nach Norm zunimmt schrecklich. Wenn dagegen ein Verdacht auf ein gesundheitliches Problem besteht, für das die geringe Zunahme ein Symptom sein könnte, ist Diagnostik ja der richtige Weg.

Im Untersuchungszimmer waren die Kinder alle etwas größer, aber durchaus im Krabbel- und Kleinkindalter. Da habe ich innerhalb von 30 minuten:
- ein stillende Mutter mit Minibaby,
- eine Mutter, die ihrem Kind Salzstangen gab, dazu irgendein rotes Getränk aus der Flasche,
- ein Kind mit Rosinenbrötchen und
- ein Kind mit Brötchen gesehen.
Die "Salzstangen"-Mama lief dann mit dem wohl 1jährigen Kind durch die Praxis - Kind auf Zehenspitzen, die Arme hoch über dem Kopf. :roll:

Ich gebe zu, ich fühlte mich zum ersten mal komisch, als ich mein Kind nach der Untersuchung im Wartezimmer stillte...

Ups, offtopic. :oops:

Aber der häufige Ratschlag, Brei zu füttern, wenn das Kind nicht zunimmt, ist angesichts der häufig niedrigeren Kaloriendichte schon komisch.
LaraKessel
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von LaraKessel »

Achso mein Kind hat im 7. Monat auch ein paar wochen insgesamt keine 100g zugenommen. Das hatte aber nix mit Beikost, Bewegung und Krankheit zu tun sondern war einfach so. Fand ich aber nicht schlimm, er wiegt genug (11kg) und dafür hat er dann bald mit Gewalt zugenommen.
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zierfisch
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Re: frühstück mit den breimamas

Beitrag von zierfisch »

Also ich kanns von meinem Wursti bestätigen. Er FRISST. Er kriegt Beikost nach Bedarf als Fingerfood. Und er isst ALLES. Er kaut und schluckt und zwängt alles in seinen Mund - und wehe, man nimmt ihm das dritte Stück aus der Hand, weil er sonst noch dran ersticken könnte, dann ist ALARM!!!!
Wenn ich mir aber den Stuhl angucke (jaaaa, ich bin da etwas "fanatisch" und komisch, weil der Große zichmal Magen-Darm hatte und ich uns bei jeder KLITZEKLEINEN Veränderung schon wieder im Krankenhaus seh), dann sind dann die "gekauten" Stücke zwischen dem MuMi-Stuhl. Also völlig unverdaut. Ich würde also mal davon ausgehen, dass da verwertungstechnisch NICHTS passiert.
Wenn also ein Kind mit "Gewalt" möglichst viel Brei und dafür keine Milch mehr kriegt, wenn es grad 6 Monate alt ist, finde ich da nicht viel Verwunderung, dass dann Gewichtsmäßig nichts mehr passiert.
Bärchen (09/08) & Mäuserich (04/11)
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