Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

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Toffeenutlatte
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Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Toffeenutlatte » 12.01.2018, 23:37

Liebes Stillforum,

seit der Geburt meines Sohnes am 15.11.2017 lese ich hier mit (vor allem in den stillintensiven Nächten ganz am Anfang :wink: ) und habe oft mit dem Gedanken gespielt, ein eigenes Thema zu erstellen. Dazu kam es aber nie, da ich einfach nicht die Muße hatte, entspannt an einem PC zu sitzen und das alles abzutippen, weil mein Sohn permanent an meiner Brust hängt und ich einfach keine Gelegenheit habe. Ich hoffe sehr, dass mir hier noch jemand Rat geben oder helfen kann. Aber nun der Reihe nach:

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

Anfang Dezember habe ich auch noch abgepumpte Muttermilch zugefüttert, aber da die Stillmahlzeiten immer länger dauerten, habe ich einfach keine Zeit mehr zum Abpumpen gehabt. Die Zufütterungsmengen der Muttermilch habe ich deshalb nicht hinzugefügt und seit dem 25.12. kam es auch nicht mehr vor. Ansonsten siehe Tabelle unten.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Unsere Situation nachts ist für mich mittlerweile "optimal" (so wie ich Naivchen mir das Stillen eigentlich vor der Geburt vorgestellt hatte :oops: :lol: ) Nach dem Einschlafstillen (ca. 90 Minuten) schläft er ungefähr drei Stunden, wacht auf, trinkt zwischen 15 und 30 Minuten an einer Brust, schläft wieder ein für weitere zwei oder drei Stunden und trinkt vormittags dann die andere Brust. Oft schläft er danach noch mal für zwei Stunden. Dann ist es mittags und der "Alptraum" geht los. Ab da trinkt er pro "Mahlzeit" beide Brüste und manchmal zwei Stunden am Stück. Bis zum Einschlafstillen bekomme ich eigentlich nur Pausen von 30 Minuten oder vielleicht mal einer Stunde zwischen den Mahlzeiten. Sobald die eine Brust "fertig" ist, wird er quengelig oder zeigt mir zumindest mit Faustlutschen und Zunge rausstrecken, dass er noch Hunger hat. Er hat also eigentlich immer Hunger :( Das macht mich furchtbar traurig, belastet mich und schlaucht mich. Ich versuche ihn ja dauernd anzulegen, aber er hat Hunger, Hunger, Hunger. Laut App stillen wir zwischen sechs und acht Stunden in 24 Stunden.
Nur nachts erlebe ich es, dass er scheinbar zufrieden an der Brust einschläft. Tagsüber hat sich bei ihm jetzt leider auch etabliert, dass er beim Stillen irgendwann sehr zappelig wird und ich Probleme habe, ihn an der Brust zu "halten". Ich würde ihn ja weglegen, aber er hat offensichtlich Hunger, obwohl er dauernd ab- und andockt, mit Armen und Beinen fuchtelt. Vielleicht tut er es nachts nicht, weil er da gepuckt ist?
Auf Anraten meiner Hebamme haben wir ab dem 3.12. zugefüttert. Weil ich zum Vollstillen zurück wollte, habe ich angefangen, Stilltee zu trinken, Bockshornkleekapseln zu nehmen und noch öfter anzulegen. Doch bei unserem Versuch, die Pre wegzulassen, nahm er wieder ab und meine Hebamme sagte, wir müssen wieder zufüttern, weil die Milch einfach nicht reicht.
Im Moment stille ich ihn, mein Freund kommt nach Hause und gibt dem Kleinen die Flasche (meine Hebamme wollte, dass wir mit Medela Calma Sauger zufüttern), da zieht er locker 120 bis 150ml weg - obwohl ich ihn ja gerade noch gestillt habe! :| Das ist zum Verzweifeln.


* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?

Zwischen fünf und sieben Windeln, im Moment ein bis zwei Mal Stuhlgang täglich.

15.11. 3300g (Geburt, KH)
18.11. 3000g (U2, KH (Zufütterung per Fingerfeeding von Pre und Muttermilch in der Nacht)
19.11. 3050g (Entlassung, KH)
20.11. 3150g (Hebamme)
21.11. 3310g (Hebamme)
25.11. 3280g (Hebamme)
27.11. 3370g (Hebamme)
1.12. 3350g (Hebamme)
2.12. 3300g (Hebamme) (Zufütterung mit Pre ab dem 3.12.)
8.12. 3550g (Hebamme) (Gewichtsdaten und Stillprotokolle zwischen dem 3. und 8.12. leider nicht mehr bekannt, da meine Hebamme sie mitgenommen hat)
9.12. 7x Stillen, 235ml Pre, 5x Windeln
10.12. 8x Stillen, 305ml Pre, 6x Windeln
11.12. 7x Stillen, 310ml Pre, 5 x Windeln
12.12. 6x Stillen, 300ml Pre, 5 x Windeln
13.12. 3770g (Hebamme), 7x Stillen, 460ml, 7x Windeln
14.12. 8x Stillen, 300ml, 7 x Windeln
15.12. 3820g (U3, Kinderarzt), 5x Stillen, 290ml, 6x Windeln
16.12. 6x Stillen, 355ml, 6x Windeln
17.12. 10x Stillen, 260ml, 5x Windeln
18.12. 8x Stillen, 365ml, 6x Windeln
19.12. 3940g (Hebamme), 10x Stillen, 190ml, 7x Windeln
20.12. 9x Stillen, 260ml, 6x Windeln
21.12. 10x Stillen, 140ml, 6x Windeln
22.12. 4000g (Kontrolle Kinderarzt), 8x Stillen, 130ml, 5x Windeln
23.12. 7x Stillen, 70ml, 5x Windeln
24.12. 7x Stillen, 200ml, 6x Windeln
25.12. 8x Stillen, 80ml, 5x Windeln
26.12. 11x Stillen, 140ml, 5x Windeln
27.12. 10x Stillen, 55ml, 5x Windeln
28.12. 9x Stillen, 70ml, 6x Windeln
29.12. 9x Stillen, 90ml, 9x Windeln
30.12. 9x Stillen, 135ml, 5x Windeln
31.12. 4330g (zu Hause), 10x Stillen, ---, 5x Windeln
1.1. 9x Stillen, 100ml, 5x Windeln
2.1. 4375g (zu Hause), 7x Stillen, ---, 5x Windeln
3.1. 4325g (zu Hause), 9x Stillen, ---, 6x Windeln
4.1. 4345g (zu Hause), 9x Stillen, ---, 8x Windeln
5.1. 8x Stillen, 100ml, 5x Windeln
6.1. 4420g (zu Hause), 7x Stillen, 80ml, 5x Windeln
7.1. 4400g (zu Hause), 6x Stillen, 130ml, 5x Windeln
8.1. 7x Stillen, 155ml, 5x Windeln
9.1. 7x Stillen, 120ml, 6x Windeln
10.1. 7x Stillen, 200ml, 5x Windeln
11.1. 7x Stillen, 150ml, 5x Windeln

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?

In den ersten 24 Stunden klappte das Anlegen überhaupt nicht, trotz großen Bemühens der Hebammen und der Stillberaterin im KH. Am zweiten Tag fing ich dann mit abpumpen an und wenn das Anlegen nicht klappte, fütterte ich die Muttermilch per Fingerfeeding. Andocken klappte bis zur Entlassung am 5. Tag höchstens zwei Mal am Tag und die anderen Versuche nicht, bis eine Hebamme mit einem Stillhütchen kam. Seitdem funktioniert das Anlegen zumindest problemlos und er trinkt jedes Mal.


* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Medela Calma Flasche und Stillhütchen, kein Schnuller (obwohl meine Hebamme sagte, ich solle ihm einen geben, weil es nicht normal sei, dass er nach einer halben Stunde oder Stunde schon wieder an die Brust wolle).

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Die Nachsorge durch meine Hebamme ist (zum Glück) abgeschlossen. Ich war telefonisch mit einer Stillberaterin (LLL) in Kontakt, doch das hat mir nicht so viel geholfen. Am Mittwoch war ich bei einer anderen Stillberaterin (IBCLC), womit wir zum nächsten Punkt kommen...

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Die Stillberaterin stellte einen hohen Gaumen bei meinem Sohn fest und äußerte den Verdacht auf KiSS Syndrom. Wegen des hohen Gaumens empfahl sie, die Größe der Stillhütchen an seinen Mund anzupassen, also Größe L statt M zu benutzen. Wie sie es mir erklärte, klang es so logisch und vielleicht muss ich ja doch noch etwas mehr Geduld haben, aber ich stille jetzt seit etwas mehr als einem Tag mit den größeren Hütchen und es hat sich nichts verändert :( (Meine Versuche, die Stillhütchen loszuwerden, sind bisher übrigens leider immer gescheitert. Ohne Stillhütchen fasst er die Brust nicht.)
Wegen des KiSS möchte mein Freund, dass ich bis nächste Woche warte, weil wir am 18. einen Termin zum Impfen haben und er möchte, dass der Kinderarzt auch einen Osteopathen empfiehlt. Von dem hält mein Freund nämlich so gar nichts. Ich weiß aber nicht, wie ich noch eine Woche rumkriegen soll, ich fühl mich regelrecht "ausgelutscht" :(
Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und habe in der Schwangerschaft auf 125 Mikrogramm gesteigert, Termin zur Kontrolle habe ich auch nächste Woche erst bekommen.

Was ich an unserer Stillbeziehung verbessern möchte: Eigentlich wollte ich immer vollstillen, aber von diesem Gedanken versuche ich mich zu lösen, um Druck rauszunehmen. Allerdings möchte ich mehr Stabilität, ohne Angst haben zu müssen, dass mein Milchfluss sofort versiegt oder zumindest weniger wird. Ich wünsche mir natürlich, dass mein Sohn endlich satt wird und ich nicht mehr dauerstillen muss, um ihn einigermaßen glücklich zu machen. Ich wollte die Stillhütchen loswerden, um die Milchproduktion anzukurbeln, aber wenn es nicht ohne geht, behalte ich sie eben. Allerdings schmerzt das Stillen mit den größeren Hütchen ab und zu (ich habe dann die Abdrücke der Öffnungen auf der Brustwarze, wie kleine Blasen).
Soll ich die Zufüttermenge erhöhen? Wie halte ich noch eine Woche bis zum nächsten Arzttermin durch? Danach muss ich ja wahrscheinlich auch wieder warten, bis ich zum Osteopathen kann oder das Ergebnis meiner Schilddrüsenwerte habe.
Es tut mir leid, dass das alles so lang geworden ist, aber es musste einfach mal raus. Die ganze Situation macht mich fertig, weil ich immer wieder an mir zweifle und mich schlecht fühle, wenn mein Kleiner nicht satt wird. Ich bin einfach ratlos und schrecklich unglücklich - möchte doch nur ein Mal erleben, dass er satt und zufrieden "von der Brust abfällt" :(

Rosanna
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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Rosanna » 13.01.2018, 01:55

Hallo,

herzlichen Glückwünsch 😊.

Ich bin nur eine Mama keine Expertin. Meine Tochter ist 2,5 Jahre und wir stillen noch, was total schön ist, was ich so lange nicht geplannt habe.

Die ersten Monate habe ich sie nur gestillt oder sie hat an der Brust geschlafen nur so lange sie ihre Lippen nich an der Brust hatte... mich wundert also nichts. Es ist das Bedürfnis der Nähe, Trost, Beruhigung, Essen, Liebe...

Irgendwann war es besser/weniger und trotzdem wieder Phasen, Zahnen, Bauchschmerzen und Dauerstillen. Es war wunderschön und anstrengend, ich konnte nicht einmal auf die Toilette... Tragen hat uns sehr geholfen, trägst du?

Meine hat beide Brüste am Stück getrunken und bis zur 1,5 St. am Stück... also ein Extremfall 😂.

Hilft es dir das zu wissen? Du bist nicht alleine. Das ständige an der Brust sein zu wollen heisst nicht, dass du zu wenig milch hast... s. o. Essen, Liebe, Trost

Anfangs habe ich Hütchen benutzt aber meine Hebamme hat mir davon abgeraten, weil dadurch das Stillen gefährdet wird. Anfangs war es schwer, dann waren wir aber ohne auch sehr glücklich. Keine Hütchen, keine Schnuller, keine Flaschen, nicht mal Trinklernbecher, keine Silikonsauger, weil danach hat sie meine Brüste gebissen.

Nur normale Becher oder Löffel. Du muss nicht zufüttern, wenn du gerne und lange stillen möchtest würde ich es nicht tun so lange es gesundheitlich nicht notwendig ist.

Ich habe 8 Monate vollgestillt und dann einfach Gemüse als Stück in die Hand gegeben und von Anfang an Familientisch.

Ich würde auch nicht abpumpen, wenn es nicht dringend notwendig ist. Die Menge passt sich finde ich am besten an durch direktes stillen, du muss nicht messen... erspart Stress, an der Brust direkt trinkt das Baby so lange es braucht :5: .

Am Sonsten war bei uns nur Löffel und Becher keine Flasche.

Das ist erstmal nur mein Erfahrungsbericht um dich zu e entmutigen. Viele Mamas, viele Kinder, viele Wege 😘

Gruss
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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Rosanna » 13.01.2018, 02:25

P. S meine Tochter ist 2.5 J. und ich stille sie noch ca. 8 x Pro 24 h.... Als Baby habe ich sie ca. 11 x pro 24 h gestillt
um 6 Uhr, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 24, 2, 4 und natürlich noch das Dauerstillen 😂.

Dein Kind war vor der Geburt pausenlos in deinem Körper fand es schön und vertraut jetzt möchte sich dein Kind nicht trennen sondern weiterhin direkt an deinem Körper gedeihen , weil es bei dir so schön ist.

Vielleicht wird es ruhiger in einem Tragetuch direkt an deinem Körper 😉.

Gruss
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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Glyzinie » 13.01.2018, 11:05

Was mir auffällt: Dass er nachts nur eine Seite trinkt und immer dieselbe? Und erst vormittags wieder die andere. Oder verstehe ich das falsch?

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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Rosanna » 13.01.2018, 11:31

Übrings meine Tochter hat die linke Seite bevorzugt und die rechte mochte sie nicht bis nur wenig drin war und sie schnell aufgegeben hat.

Das stillen funktioniert über nachfrage also habe ich immer mit beiden Brüsten und immer mit Rechten angefangen und nach 3 Minuten wechsel bis dann irgendwann die rechte richtig gut funktionierte. Die rechte habe ich ihr dann zum Nuckeln gegeben, was gut geholfen ist. Nach unseren letzten Stillproblem ist die Rechte wieder nur wenig gefragt, weil wohl wenig drin ist... Ich biete ihr immer sls erste die Rechte...
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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Klarrti » 13.01.2018, 13:13

Es wird sich bestimmt bald eine Stillberaterin melden, ich wollte nur 2 Sachen da lassen. Ich hatte mit meiner Tochter in den ersten 3 Monate ganz heftige Clusterzeiten , 1-2 mal ging es sogar über 6 Stunden. In der Zeit hat sie inmer wieder mal geschlafen, wollte aber die Brust nicht loslassen. Sie kannte keinen Schnuller und hat auch nie was anderes genommen un ihr Saugbedürfnis zu befriedigen. Ich war mir aber ziemlich sicher, dass es zumindest bei uns nicht an Hunger lag.
Zum andere möchte ich schon mal ein Link da lassen, was die Flasche leer trinken betrifft: https://www.stillkinder.de/trinkt-ein-s ... r-flasche/

Zum Gewicht kann ich so nichts sagen, aber ich bin mir sicher, dass dir hier gut geholfen wird, egal ob mit Vollstillen oder der richtigen Zufüttermenge.
Und beim Zappeln an der Brust kann manchmal sein, dass dein Baby abgehalten werden möchte. Denn eigentlich möchten Babys ihre Träger nicht anpinkeln, wissen aber auch nicht, dass die Windel das verhindern würde. Kannst mal versuchen es entweder in der Windel in die Abhalteposition zu bringen oder diese tatsächluch ausziehen und über Waschbecken oder ein Töpfchen abhalten. Ich bin mir sicher, hätte ich mich vor 1 1/2 Jahren schon mit windelfrei beschäftigt, hätte ich meiner Tochter einiges an Unruhe ersparrt.
mit der Löwin 08/16 an der Hand.

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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Toffeenutlatte » 13.01.2018, 18:16

Vielen Dank schon mal für eure Antworten und Glückwünsche :)
Irgendwann war es besser/weniger und trotzdem wieder Phasen, Zahnen, Bauchschmerzen und Dauerstillen. Es war wunderschön und anstrengend, ich konnte nicht einmal auf die Toilette... Tragen hat uns sehr geholfen, trägst du?
Ja, ich habe ein Tragetuch. Er schläft darin auch meistens ein. Ich fühle mich dann nur schlecht, weil es mir vorkommt, als würde ich ihn damit trotz Hunger "hinhalten" :| Er zeigt mir ja, dass er trinken will, deswegen mache ich es nicht so oft.
Hilft es dir das zu wissen? Du bist nicht alleine. Das ständige an der Brust sein zu wollen heisst nicht, dass du zu wenig milch hast... s. o. Essen, Liebe, Trost
Meine Hebamme hat zu wenig Milch "diagnostiziert", darum bin ich so verunsichert...
Anfangs habe ich Hütchen benutzt aber meine Hebamme hat mir davon abgeraten, weil dadurch das Stillen gefährdet wird. Anfangs war es schwer, dann waren wir aber ohne auch sehr glücklich. Keine Hütchen, keine Schnuller, keine Flaschen, nicht mal Trinklernbecher, keine Silikonsauger, weil danach hat sie meine Brüste gebissen.
Da hatten wir heute Nacht einen kleinen Durchbruch :D Er hat ohne Hütchen getrunken - nur leider natürlich mit der falschen Technik, sodass mir jetzt die BW total wehtun. Und als ich es jetzt tagsüber versucht habe, hat er ganz oft an meiner BW gezerrt und gezogen, dass ich dann doch wieder das Hütchen genommen habe, weil es so geschmerzt hat. Außerdem muss ich ihm dauernd die Brust festhalten, damit sie ihm nicht wegrutscht und ihn am besten auch noch. Das geht ganz schön auf meinen Nacken. Aber ich probiere weiter.
Übrings meine Tochter hat die linke Seite bevorzugt und die rechte mochte sie nicht bis nur wenig drin war und sie schnell aufgegeben hat.
Bei mir kommt links wohl weniger Milch, deswegen trinkt er lieber rechts. Ich habe anfangs immer versucht, zuerst links anzubieten, aber ich hab keine Veränderung bemerkt, deshalb achte ich jetzt nur noch drauf, dass er an einem Tag ungefähr gleich lang an beiden Brüsten ist.
Was mir auffällt: Dass er nachts nur eine Seite trinkt und immer dieselbe? Und erst vormittags wieder die andere. Oder verstehe ich das falsch?
Naja, es kommt darauf an, welche er beim Einschlafstillen zuletzt hatte, dann bekommt er nachts dementsprechend die andere. Es kann also mal die Linke und mal die Rechte sein.
Ich war mir aber ziemlich sicher, dass es zumindest bei uns nicht an Hunger lag.
Zum andere möchte ich schon mal ein Link da lassen, was die Flasche leer trinken betrifft: https://www.stillkinder.de/trinkt-ein-s ... r-flasche/
Da er nach der Flasche auch noch Hunger hat, sich permanent die Hände ablutscht und an ihnen saugt, gehe ich bei uns halt von Hunger aus. Gepaart mit der Tatsache, dass er eben abgenommen hat, als wir nicht zugefüttert haben.
Und beim Zappeln an der Brust kann manchmal sein, dass dein Baby abgehalten werden möchte.
Er zappelt leider auch weiter, wenn er mit Pupsen oder Windel füllen fertig ist, aber ich werde mich dazu trotzdem mal schlau machen, danke!

dingsda
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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von dingsda » 13.01.2018, 19:24

Toffeenutlatte hat geschrieben:
13.01.2018, 18:16
Was mir auffällt: Dass er nachts nur eine Seite trinkt und immer dieselbe? Und erst vormittags wieder die andere. Oder verstehe ich das falsch?
Naja, es kommt darauf an, welche er beim Einschlafstillen zuletzt hatte, dann bekommt er nachts dementsprechend die andere. Es kann also mal die Linke und mal die Rechte sein.
stillst du nachts nur einmal oder mehrmals aber immer die gleiche brust?
mit kleinem rabauken seit 2/2016

Rosanna
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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Rosanna » 13.01.2018, 19:27

Hallo,

ich hatte gebissene, gerissene, blutige Brustwarzen... aber meine Tochter hatte zu wenig Gewicht es war schon kritisch, wenn es sich innerhalb von paar Tagen nicht bessert müsste ich zufuttern und ich habe die Hebamme so verstanden, dass sich das Kind viel mehr anstrengen muss und die Brust wird nicht so gut zur Milchproduktion angeregt... also trotz schmerzen ohne Hütchen habe ich gestillt die Brustwarzen mit offenen Wunden gelüftet ( nackt rum gelaufen) und mit dm Brustwarzensalbe eingecremt es hat sich nach paar Tagen gebessert.

Das Kind kriegt noch verwirrung, wenn du es mal so mal so machst... entweder em1-2 Tage warten bis es geheilt ist oder komplett umsetzen. Ich weiss es ist schwer...

Ich weiss inzwischen warum meine Brustwarzen so wund waren, weil meine Tochter sehr hastig und nicht die gesamte Brustwarze geschnappt hat.

Damals hat es so gut funktioniert bei uns: Bequem am Tisch hinsetzen, das Kind auf dem Tisch seitlich hinlegen, mit der Hand bzw. Daumen und Zeigefinger habe ich ich die Brust so gefasst, dass ich ihr die gesamte Brustwarze in den Mund schiebe dann sagte ich zu meiner Tochter mach "Fisch" also den Lippen so öffnen hat sie schnell verstanden, weil ich die Brustwarze gegeben habe nur, wenn sie den Fisch richtig gemacht hat...

während ich die Brustwarze reingeschoben habe habe ich den Zeigefinger mit reingeschoben um meine Brustwarze von vorzeitigen Biss zu schützen erst wenn die Brustwarze richtig drin war habe ich den zeigefinger rausgenommen und gesagt, dass sie jetzt darf.

Das hat sie schnell gelernt und später die Lippen geöffnet und auf das Kommando gewartet ab da waren die Brustwarzen gesund.

Bei uns heisst nicht bei euch, es sind nur meine Erfahrungen

Gruss
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Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Qwertzuiopü » 13.01.2018, 22:08

Hallo,
Ich verstehe so gut, dass dich das mitnimmt! Ich hatte vor der Geburt eine sehr andere Vorstellung vom Leben mit Baby als ich das nun erlebe. Und denke immer wieder, dass ich irgendetwas falsch mache. Gerade die ersten Monate, in denen mein Körper allein verantwortlich für die Ernährung meines Kindes ist, habe ich viel lernen müssen.

Zum Gewicht wird dir sicher noch eine Stillberaterin helfen können. Ich schreibe dir Mal meine Gedanken zu dem, was du erzählst. Aus meinen persönlichen Erfahrungen, bin natürlich keine Spezialistin.

Meiner persönlichen Erfahrung nach klingt das Verhalten deines Babys nicht ungewöhnlich. Wir haben die ersten 6-8 Monate ca 12-16 Mal in 24h gestillt, 6-8h Stilldauer sind am Anfang laut meiner Hebamme zu erwarten.
Und dazwischen war viel Unruhe, die durch Tragen besser wurde. Gerade auch, um Mal als Mama ne Pause zu bekommen, ist so ein Tragetuch spitze. Wenn mein Kind Hunger hatte, hat er sich nicht mit dem Tragetuch"betrügen" lassen. Und wenn du denkst, er hat doch wieder Hunger, und du hast kurz durchgeatmet,legst du ihn im Zweifelsfall halt auch nach einer halben Stunde wieder an. Die Muttermilch ist ja schnell verdaut.

Osteopathie: ich habe im stillcafe im Ort nach Empfehlungen gefragt. Ich habe osteopathie für Esoterik gehalten, aber nach den Behandlungen waren unsere Probleme deutlich geringer.

Milchmenge: Wenn du deine Milchmenge steigern willst, zumindest ohne medizinische Probleme, ist es mWn wichtig, beide Brüste anzubieten (und dafür das Kind im Zweifelsfall nochmal ein bisschen zu wecken), besonders auch nachts viel zu stillen, und, lieber häufiger und kürzer zu stillen. Und anscheinend auch: ohne Stillhütchen.

Zufüttern: Ich glaube, ihr solltet weniger auf einmal zufüttern, für gestillte Babies könnte das zuviel sein. (Und dadurch die Milchproduktion zu wenig anregen, den Magen dehnen oä) und hast du schon Mal über stillfreundliche Zufütter-Methoden nachgedacht?

Andocken ohne Stillhütchen: mein Sohn konnte erst seeeehr spät selbständig richtig andocken. Und auch mit meiner Hilfe hat es lange gedauert, bis er den Mund voll Brust hatte statt nur der Spitze. Hast du den Dreh schon raus? Mir hat asymmetrisches anlegen, "laid-back nursing" und die Stillberaterin sehr dabei geholfen...

Für die Stabilität und Sicherheit: mir hat ein regelmäßiger Besuch im stillcafe enorm geholfen. Damit wusste ich implizit, dass nichts grob verkehrt läuft mit Entwicklung und Gewicht, und ich habe enorm von den Erfahrungen der anderen und den Tipps der Stillberaterin profitiert. Ich glaube, inzwischen gibt es in sehr vielen Krankenhäusern solche Angebote. Auch, hier im Forum das Gewicht kontrollieren zu lassen, ist da hilfreich. Und wenn DU dich sicher, informierter, besser fühlst, profitiert auch dass stillen enorm, finde ich.

Viele Grüße und gute Nacht,
Katharina
Wirbelwind (07/16), *(05/15)

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