Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

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pqr
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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon pqr » 17.07.2017, 14:45

Ich denke, für eine tolle Vater-Kind -Bindung nutzt auch regelmäßiges Tragen in der Tragehilfe. Und Kuscheln und Spielen kann Papa ja auch.
Wenn Füttern notwendig sein sollte, klappt auch stillfreundliches Füttern mit Becher oder Softcup oder Löffel und ab Beikoststart auch Beikost durch den Papa.
Flasche ist hier nicht notwendig nur für die Bindung finde ich, es gibt so viele gute Alternativen.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015

Christianleis
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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon Christianleis » 17.07.2017, 15:11

Hi, der Papa kann näturlich durch eine Milchpumpe am Pumpvorgang beteiligt werden, dies ist auch einer der vielen Vorteile.

***Werbung gelöscht***

Mit freundlichen Grüßen Christian L.
:D :sling_doppel_2: :3:

AnaR
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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon AnaR » 17.07.2017, 15:57

Ich würde mich da weitestgehend auch FloppyDisk anschließen und einfach schauen, wie sich euer Leben dann gestaltet, wie das Stillen funktioniert, wie eure Bedürfnisse sind. Das kann man schwer vorhersehen, ebenso wie die unterschiedlichen Präferenzen der Kinder.
Bei uns hat die Große jegliche andere Nahrung außer Milch direkt von der Brust verweigert, bis sie ein Jahr alt war (also keine Flasche, kein Bechern, keine Beikost, kein Wasser...). Mit drei Monaten durfte ich sie mal aus medizinischen Gründen 24 Stunden lang nicht stillen (blöderweise ohne mich vorher darauf vorbereiten zu können), da wäre ich echt froh gewesen, wenn sie die Flasche (oder irgendwas anderes: Löffel, Becher, Spritze...) akzeptiert hätte. Es ist aber nicht gesagt, dass das mit früherer Gewöhnung geklappt hätte... Dass es bis zu ihrem ersten Geburtstag aufgrund dessen unmöglich war, länger als eineinhalb Stunden von ihr getrennt zu sein, war in unserem Alltag kein allzu großes Problem, das kann aber auch unterschiedlich sein.
Für die Beziehung zum Vater hat das übrigens überhaupt keine Rolle gespielt. Wenn es nicht um Hunger ging, war er eigentlich meiner Einschätzung nach immer schon ihre erste Bezugsperson. Wie viele andere schon erwähnt haben: Es gibt ja eine ganze Menge anderer Dinge, die Väter mit ihren Kindern machen können. ;-) Und ich fand eigentlich auch meine eigene Beziehung mit ihr nach dem Abstillen wesentlich inniger.
Den Kleinen wollte ich dann doch eher frühzeitig auch an die Flasche gewöhnen, um einfach eine Notlösung parat zu haben, falls ich aus welchen Gründen auch immer ausfalle. Habe, glaube ich, mit ca. 4 Wochen angefangen, mit Handmilchpumpe abgepumpt und ihn ein bis zwei Mal pro Woche mit der Flasche gefüttert. Inzwischen mache ich das nur mehr ganz selten, wenn ich gerne länger weg sein möchte (2-3 Stunden), weil der Papa sich wohler fühlt, wenn er weiß, es gibt im Notfall auch Milch. ;-) Bei uns hat das mit dem Kleinen problemlos funktioniert, mir ist aber völlig klar, dass das ein gewisses Risiko war bzw. ist.
Mir persönlich wäre das Abpumpen, damit der Papa regelmäßig füttern kann, zu mühsam. Als Backup finde ich es aber super praktisch - bin aber auch in der glücklichen Situation, dass es bisher problemlos klappt und das Stillen nicht beeinträchtigt, das ist keine Selbstverständlichkeit.
So ist's bei uns. Nicht wirklich eine Empfehlung, nur eine individuelle Erfahrung. Ich denke, du kannst wirklich mal entspannt abwarten und dann entscheiden, was am besten zu eurem Alltag passt. :-) Inzwischen wünsche ich dir eine schöne Schwangerschaft!
Es grüßt Ana
mit
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Söhnchen *11/2016

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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon Anas » 17.07.2017, 18:49

Oh, na hier ist ja was los! :)

Vielen Dank euch allen für eure Erfahrungsberichte und Meinungen. Das war auf jeden Fall schon mal hilfreicher Input und am Ende habt ihr sicher Recht - erst mal schwanger sein und dann schauen wie es läuft.
Übrigens war das auch nicht seine Idee mit der Flasche, das ist auf meinem Mist gewachsen ;) Aber was man sich vorher so denkt und was dann wirklich passiert... Stimmt schon.

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Sabina
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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon Sabina » 17.07.2017, 20:39

Bei meinem Grossen haben wir das auch so gemacht. Ab sechs Wochen haben wir ab und zu mal abgepumpt und per Flasche gefüttert. Das hat meinen Mann beruhigt und mich auch, wenn ich mal im Rückbildungsturnen war oder so. Das hat einwandfrei funktioniert! Es gibt also auch Kinder ohne Saugverwirrung. Aber lasst es doch wirklich auf euch zu kommen. Wenn das Baby da ist, ist alles wieder anders!

Die Mittlere hat übrigens bis sie mit zwei Jahren oder so danach gefragt hat keine Flasche gekannt.

Bei der Jüngsten möchte ich wieder irgendwas 'backup'-mässiges zur Hand haben. Ich glaube aber eher, dass wir dazu eine paar Einzelportionen Pulvermilch anschaffen werden. Es wird sowieso recht selten notwendig sein und wirklich mehr der Sicherheit von Papa und mir dienen. Heute ist die Maus 13 Tage alt und ich kann mir noch nicht vorstellen mal mehr als 1 h von ihr getrennt zu sein!


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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon conil » 17.07.2017, 20:46

Hier mal ein anderer Erfahrungsbericht:
Ich habe das gemacht. Mir war das Risiko einer saugverwirrung durchaus bewusst. Bei meiner Tochter habe ich es gemacht um abends mal ein bisschen raus zu kommen, bei meinem Sohn habe ich als er 8 Wochen alt war meine Dr Arbeit in einer 200km entfernten Stadt verteidigt und war 8 Stunden weg. Vorher hatte ich genug Vorräte angelegt und es hat gut geklappt. Seit er aber mehr mitbekommt nimmt er die Flasche nicht mehr, so kanns gehen. Im Moment bekommt er etwas fingerfood und stillt sonst voll.
Ich würde da nicht so dogmatisch rangehen. Ich habe Phasen in denen ich mein Baby nicht zu Hause lassen möchte und immer mal wieder Phasen in denen mir ein Kinoabend ohne Baby extrem gut tut und mit meinen Kindern ging/geht das... mein Sohn wartet mittlerweile auf mich.
Lass alles auf dich zukommen. Alles kann, nichts muss und es wird sowieso anders als du denkst :-)
Alles alles Gute
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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon Sibi » 17.07.2017, 22:04

Anas hat geschrieben:Ich möchte unbedingt stillen, hatte aber auch die Idee, zusätzlich (nach einer Weile jedenfalls) abzupumpen, damit der Papa auch mal füttern kann. Ich denke mir, dass das für die Vater-Kind-Bindung ja sicher toll wäre, und natürlich auch praktisch, weil man sich so die Betreuung flexibler gestalten könnte. Jetzt hab ich hier schon ein bisschen quer gelesen und bin von den ganzen Problemen, die eine zusätzliche Flasche so mit sich bringen kann, doch etwas verunsichert.

Sollte man solche "Experimente" ganz sein lassen? Ich dachte, man kann es ja mal ausprobieren und wird schon sehen, wie es klappt. Ich möchte aber natürlich nicht riskieren, dass das Stillen dann nicht mehr klappt...
Kann man zu dem Thema überhaupt pauschale Aussagen treffen? Hat jemand Erfahrungen mit dem Flaschenfüttern durch den Papa?


Bei Kind 1 hat das gar nicht funktioniert - Kind hat Flasche und Papa stundenlang angeschrien. Der Papa-Kind-Beziehung hat's langfristig nicht geschadet - ab ca. 1,5 Jahren hat Kind erkannt, dass der Papa der Tollste der Welt ist. Abgestillt habe ich mit >2 Jahren.

Bei den Zwillingsbabys haben wir uns den Stress gar nicht erst gemacht - vielleicht würden sie die Flasche nehmen. Vielleicht aber auch nicht. Bisher war es nicht nötig, also wozu sich den Abpumpstress machen. Eine Pumpe ist aber da, falls wir es doch mal ausprobieren (müssen). Die Babys sind jetzt schon 5 Monate - ich denke, wir werden die Vollstillzeit ohne Pumpen schaffen und dann kann der Papa die gesamte Beikost gern übernehmen.
Sibi mit Märztochter 2011, Februartochter 2017 und Februarsohn 2017

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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon Serafin » 17.07.2017, 22:06

Sibi hat geschrieben:dann kann der Papa die gesamte Beikost gern übernehmen.

Vorallem das aufräumen hinterher 8)
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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon LilyGreen » 17.07.2017, 22:38

Du hast ja schon sehr viele antworten bekommen. Ich möchte trotzdem noch meine persönliche erfahrung ergänzen.

In meiner vorstellung ließ sich mein baby toll betreuen. In meiner vorstellung konnte ich ein bis zwei abende ohne baby verbringen.
In der realität hab ich knapp 4 liter milch weggekippt, als madame 10 monate alt wurde. Sie hat nie, nie, nie milch von außerhalb der quelle akzeptiert. Wenn sie stillen wollte, wollte sie stillen. Und sie wollte mama, wenn sie mama wollte. Insbesondere nachts. Obwohl sie den besten papa hat, den man sich wünschen kann. Er war die ersten 4 monate voll zu hause und hat bis zu ihrem 9. lebensmonat reduziert gearbeitet. Er hat sie auf seinem bauch schlafen lassen. Getragen. Gewickelt. Gekuschelt.
Die beiden haben eine tolle bindung, ohne dass er ihr flasche geben konnte.

Ich würde nicht nochmal abpumpen. Selbst wenn sie milch von papa akzeptiert hätte. Die zeit, in der sie als einzige nahrungsquelle darauf angewiesen sind, ist super kurz. Abpumpen ist unspaßig. Der reinigungsaufwand ist ätzend.
Und es gibt wirklich mehr als genug betätigungsfelder für papas.
+ Nuggeltier (6.16)

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Re: Abpumpen, damit auch Papa füttern kann?

Beitragvon arula » 17.07.2017, 22:57

Hallo Anas,
herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Wie die anderen schon schrieben, lasst es einfach auf euch zukommen. Bindung entsteht durchmehr als füttern. Meine "Große" war ein Flaschenkind. Natürlich konnte da mein Mann das Fläschen geben. War nett sich die Nächte zu teilen. Das Spülen, saubermachen, auskochen blieb dennoch an mir hängen (sehr nervige Arbeit).
Die Kleine wird von Anfang an voll von mir gestillt. Nach ca. 8 oder 9 Wochen haben wir es mit Fläschen und abgepumpter Milch probiert. Leider haben wir die Rechnung ohne unsere Tochter gemacht. Sie lehnt alles außer Brust vehement ab, fängt an zu würgen und wird richtig wütend. Mittlerweile kann ich auch nicht mehr abpumpen (Handpumpe), da nix rauskommt (obwohl ich genügend Milch habe). So ganz ganz langsam fängt sie an aus dem Becher zu trinken. Naja und Beikost ist eh ein Thema für sich. Brei und füttern... Nein Danke. Lieber will sie selbst rummümpeln. Also hat mein Mann wenig Chancen sie zu füttern. Trotzdem haben die beiden eine gute Bindung. Er kann sie beruhigen (auch wenn ich dabei bin), sie in den Schlaf begleiten, kuscheln mit ihr, spielen mit ihr... Er hat sie von Anfang an viel getragen (Tuch oder Tragehilfe), wickelt sie und Babdezeit ist generell Papazeit.
Du siehst es geht auch ohne Fläschen geben. :)
Alles Gute
arula
arula mit Motte (06/2014) und Schnuffeline (12/2016)


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