wie zurück von Flasche an die Brust?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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sonne2908
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wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von sonne2908 »

Guten Tag,

ich schreibe hier, weil ich einen Ratschlag brauche. Meine Tochter wurde durch einen Notkaiserschnitt nach Hellp Syndrom geboren. Ich lag mehrere Tage auf der Intensivstation. Meine Tochter wog nur 2000g und wurde per Magensonde ernährt. Ich habe schon auf der Intensivstation abgepumpt, doch der Milchfluss kam nur sehr schleppend in Gang. Mir ging es auch lange Zeit nicht gut, so dass meine Hebamme mir zum Zu füttern riet. Das haben wir auch gemacht. Erst die Brust dann die Flasche. Zusätzlich habe ich abgepumpt. Die Milchmenge stieg auch stetig an. Nur leider verlor meine Tochter mehr und mehr das Interesse an der Brust. Sie findet die Flasche besser und schreit sich an der Brust weg. Zuletzt hat sie nur noch morgens gesaugt und den Rest des Tages die Flasche bekommen. Ich kann sie ja nicht zum Trinken zwingen. Jetzt will sie aber weder morgens noch sonst wann an die Brust. Sie schaut mich nur mit großen Augen an und ignoriert die Brust total. Beim Pumpen kommen jetzt morgens und abends je nur noch 20ml. Besser als nichts... oft er Pumpen schaffe ich tagsüber leider nicht wirklich, weil mein Baby beschäftigt werden will. Pia-Sophie ist jetzt 5Monate alt. Ich vermisse dass Stillen sehr und bin durch die verlorene Geburtserfahrung durch das Hellp Syndrom eh schon sehr traurig. Nun meine Frage. Gibt es einen Weg zurück zur Brust? Wie kann ich sie wieder zum Saugen an der Brust bringen? Hat das jetzt mit 5Monaten und dem vielen Per Nahrung zu füttern noch Sinn oder bin ich da zu egoistisch? Mein Mann hat mich bezüglich des Stillens von Anfang an mehr gehemmt als gefördert. Weil sie so klein war und es mir lange Zeit gesundheitlich schlecht ging, fand er es nicht so wichtig. Ich bin aber unendlich traurig wie es gelaufen ist und hoffe, dass wir noch eine Still Chance bekommen. Danke für Ihre Hilfe. Gruß Sonja
LottesMama
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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von LottesMama »

Hallo Sonja,

die Profis werden sich mit Sicherheit noch melden, ich wollte dich nur nicht einfach wegklicken. Ob es einen Weg zurück gibt oder nicht, kann ich dir nicht sagen, aber wenn bist du hier in den allerbesten Händen. Oben auf der Seite ist die "Linksammlung Stillwissen" abgepinnt, darin sind auch einige Links zum Thema relaktieren und stillfreundlichen . Vielleicht magst du dir das ja schonmal alles durchlesen, bis die Stullberaterinen sich melden.

Auch eine gute Dokumentation der Gewichtsentwicklung deiner Maus wären wichtig. Die Infos darüber findest du in dem Thread "wie funktioniert Stillberatung im SuT".

Alles liebe,
Rike
Große Schwester, 22.07.12

Kleiner Bruder, 12.10.14
LottesMama
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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von LottesMama »

Ach ja, das "verlorene Interesse an der Brust" klingt sehr nach Saugverwirrung. Auch dazu findest du etliches an Infos in der Linksammlung Stillwissen.
Große Schwester, 22.07.12

Kleiner Bruder, 12.10.14
sonne2908
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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von sonne2908 »

vielleicht sollte ich ergänzen, dass sie jetzt ganze vier Tage nicht mehr an der Brust war. Angeboten habe ich ihr diese mehrmals am Tag. Zuerst kein Interesse und dann hat sie angefangen zu weinen. Wir verwenden Advent Flaschen. Wir haben wie geschrieben von Anfang an zu gefüttert, weil dies von der Hebamme und des KHes empfohlen wurde. Im Nachgang denke ich, dass sie es auch ohne dies geschafft hätte, aber nach dem Schockerlebnis Hellp mit all den Nachwirkungen hatte ich nicht die gesundheitliche Kraft und dass nötige Vertrauen zu meinem Körper. Deshalb bin ich ja auch so unendlich traurig.
honigtopf2010
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Re: AW: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo Sonja,

Ich bin ebenfalls keine Stillberaterin - die melden sich ganz sicher noch. Jede hat ja auch Familie. Du bist hier ganz sicher richtig und auch ich will dir empfehlen die Links, die hier ganz oben im StillForum sind, schon einmal zu durchforsten.

Bitte mach dir keine Vorwürfe
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
honigtopf2010
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Re: AW: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo Sonja,

Ich bin ebenfalls keine Stillberaterin - die melden sich ganz sicher noch. Jede hat ja auch Familie. Du bist hier ganz sicher richtig und auch ich will dir empfehlen die Links, die hier ganz oben im StillForum sind, schon einmal zu durchforsten.

Bitte mach dir keine Vorwürfe, ihr hattet mit der Diagnose keinen leichten Start. Ich verstehe schon, dass dein Mann da einfach froh war, dass er euch beide noch hat. Ich verstehe aber auch deine Trauer. Die solltest du vielleicht in Gesprächen mit Fachleuten aufarbeiten. Ich hatte mit meiner Hebamme da eine gute Ansprechpartnerin, aber das ist ja nicht immer so. Ob es einen Weg zurück zum Stillen gibt, und wie dieser aussehen kann, das werden die Stillberaterinnen mit dir durchgehen. Und nein, das ist nicht egoistisch, sondern ein natürlicher Wunsch. Jeder zusätzliche Tropfen Muttermilch ist für dein Kind gut und richtig. Vielleicht hast du jetzt in diesen Tagen die Möglichkeit viel mit ihr nackt im Bett zu kuscheln? Außerdem im Halbschlaf anlegen. Das sollen schon mal zwei Tipps sein.
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sonne2908
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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von sonne2908 »

Danke schon jetzt. Ich habe mir die Tipps durchgelesen und werde die Milch morgen nicht aus der Avent Flasche, sondern aus einem Trinklernbecher geben. Vielleicht klappt es ja, wenn sie nur noch bei mir saugen kann. Hab nur Angst, dass sie sich verschluckt, hat ja bisher noch nie ohne Nickel getrunken. Ich versuche es einfach...:-)
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blueberry
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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von blueberry »

Auch ich bin keine Stillmoderatorin hier - da diese auch selbst alle Familie haben, sind sie sicherlich in der Weihnachtspause, werden sich aber wieder hier melden, sobald sie Zeit haben. Darum einige wenige Gedanken schonmal vorweg:

Wenn Du mit "Trinklernbecher" etwas mit Schnabel oder ähnlichem meinst, ist aber auch das nicht "saugfrei" und darum nicht viel besser als Flasche - im Gegenteil, jetzt mit etwas wieder anderem zum Saugen zu beginnen, halte ich für ungünstig - Dein Kind kennt ja wahrscheinlich schon Flaschensauger, Brust und SChnuller (?) und hat sich nun schon komplett auf die Flaschensaugtechnik umgestellt (Stichwort "Saugverwirrung"). Da nun mit noch einer wieder neuen Trinktechnik zu beginnen, die AUCH wieder Saugen beinhaltet (wie bei üblichen Trinklernbechern mit Schnabel/Trinkhalm/...-Aufsatz), ist m.E. nicht ratsam und bringt Euch nicht weiter. Richtiges Bechern - mit einem kleinen Schnapsglas, Eierbecher, Flaschenabdeckungsbecher, ... - wäre da schon sinnvoller. Wobei fraglich ist, ob ein Kind, das GAR nicht mehr an die Brust geht, von jetzt auf gleich wirklich stillfreundlich und saugfrei ernährt werden kann.

Vielleicht magst Du Dir nochmal gut die Infos zu "Stillfreundliche Zufüttermethoden" durchlesen. Auch wenn bei Dir nun noch Milch kommt (wir wissen hier jetzt aber noch nicht genau, wieviel Du je gestillt hast etc. - siehe unten letzter Link), wäre es vielleicht nützlich, wenn Du Dir die Infos zum Stichwort Relaktation aus der Linksammlung Stillwissen durchliest und Dir schonmal Gedanken machst ("Vorüberlegungen zu Relaktation" und "Voraussetzungen für Relaktation").

Vielleicht wäre das BES (Brusternährungsset von Medela) was für Euch. Zumindest belesen könntest Du Dich schonmal dazu und überlegen, ob Dir das sympatisch ist. Falls es für Euch infrage kommen sollte, wäre es nötig, dass Du Dir diese Broschüre bestellst: http://www.breastfeeding-support.de/de/eltern-info.htm

So, das ist nun eine ganze Menge Sachinfos, durch die Du Dich vielleicht jetzt über die freien Tage zwischen den Jahren durchlesen kannst, bis sich hier unsere Stillmoderatorinnen wieder melden (weiß nicht, wann das sein wird).

Es tut mir sehr leid, dass Eure Geschichte so schlecht verlaufen ist :( und Ihr offenbar stillberatungstechnisch nicht an sehr fähiges Personal geraten seid :| . Klar, muss ein so junges Baby zugefüttert werden, wenn die Milchbildung bei Mama nicht so richtig in Gang kommt - aber dazu hätte es nicht der Flasche bedurft sondern stillfreundlicher Methoden. Nun habt Ihr nach Monaten von parallelem Stillen und Füttern mit der Flasche eine handfeste Saugverwirrung - und da Dein Baby schon recht alt ist mit 5 Monaten und schon längere Zeit kaum noch stillt, weiß ich nicht, wie gut die Chancen stehen "sie wieder an die Brust zu bekommen".

Wenn Du den Versuch starten möchtest, bist Du hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse - schön, dass Du hergefunden hast :D . Es könnte allerdings ein mühsamer Weg werden und es wäre nützlich, wenn Dein Mann mit Dir an einem Strang ziehen würde. Gerade wenn Euer Kind so klein und leicht auf die Welt kam, ist wirklich jeder Tropfen Muttermilch für es gesundheitlich wertvoll und es wäre ein riesiger Erfolg, wenn Du z.B. einen kleinen Teil der täglich benötigten Milchmenge stillen könntest und der Rest z.B. als PRE-Milch mittels BES an der Brust zugefüttert würde (und Dein Baby vielleicht dadurch sein gesamtes Saugbedürfnis an Deiner Brust stillen könnte). Vielleicht wäre es gut, wenn Dein Mann sich etwas über die Nachteile der Kunstmilchernährung informiert und die gesundheitlichen Benefits des Stillens kennenlernen würde... .

Es gibt nicht nur "Vollstillen" oder "gar nicht stillen" - das weißt Du ja schon, da Du von Anfang an teilgestillt hast (und Dein Kind dadurch so viel wie in Eurer Situation möglich von Deiner guten Milch bekommen hat - das ist wundervoll! :D ). Allerdings sollte das Füttern der PRE ebe nicht mit der Flasche erfolgen - sonst hat eine Teilstillbeziehung nicht viel Aussicht auf lanfristigen Erfolg, da es früher oder später recht sicher zu einer Ablehnung von entweder Flasche oder Brust kommt (wie Du jetzt schmerzlich erfahren musstest :( ).

Vielleicht wird es Dir mit guter Anleitung gelingen, Deinem Kind das Saugen an der Brust wieder zu ermöglichen, so dass Euch wieder eine Teilstillbeziehung möglich sein wird. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen dafür und wünsche Dir und Deinem Baby alles erdenklich Gute! Egoistisch ist Dein Wunsch jedenfalls ganz sicher nicht :wink: sondern Du wünschst Dir das Beste für Dein Baby, Dich und Eure Beziehung (Stillen ist ja viel mehr als Muttermilch zu essen!).

Wenn alle Stränge reißen, gäbe es die Möglichkeit (Teil-)Pumpzustillen, d.h. abgepumpte Muttermilch mit der Flasche zu geben und den Rest als PRE. Du siehst, es gibt viele viele Graustufen zwischen "Vollstillen" und "nur noch PRE" - diese auszuloten und zu schauen, was für Dich und Euch praktisch möglich sein wird - dazu bist Du nun hier und dazu wünsche ich gutes Gelingen! :)

Dazu werden die Stillberaterinnen hier aber noch mehr konkrete Infos benötigen, die Du ruhig jetzt schonmal zusammenstellen kannst - das ist ganz wichtig. Folge dabei der Anleitung in diesem Thread:
Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT-Forum?
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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich willkommen hier im SuT,

Ihr habt ja wirklich schon einiges hinter Euch. Ich kann gut verstehen, dass Du mit Eurer bisherigen Stillgeschichte haderst. Lass uns hier gemeinsam herausfinden, welche Möglichkeiten Ihr habt. Zusammenfassend / ergänzend zu den bisherigen Postings:

Zunächst: Wie schon erwähnt, schau bitte in unsere Linksammlung Stillwissen, dort findest Du einige Links mit den Stichworten "Relaktation" und "Zurück zum Vollstillen".
Bei einem Baby, das schon einige Monate alt, hängen die Erfolgschancen einer Um- bzw. Rückgewöhnung an die Brust ganz empfindlich davon ab, wie hoch das natürliche Saugbedürfnis des Babys noch ist. Manche Kinder stillen in dem Alter noch 10x pro Tag und saugen entsprechend häufig, andere Kinder sind mit 3 oder 4 Flaschen pro Tag glücklich und zeigen kein darüberhinausgehendes Saugbedürfnis mehr. Bei der zweiten Gruppe sind die Chancen auf eine erfolgreiche Relaktation praktisch gleich null, denn eins ist klar: bei einer Rückgewöhnung werden Mutter und Kind sehr viel ÜBEN müssen. Und häufiges Üben geht nur, wenn auch häufig Gelegenheit dazu besteht, sprich: wenn das Kind häufige Mahlzeiten wünscht und grundsätzlich noch ein hohes Saugbedürfnis hat.
Gibt es einen Weg zurück zur Brust? Wie kann ich sie wieder zum Saugen an der Brust bringen?
Dafür gibt es ein klassisches Umgewöhnungsprogramm, mit dem ich für gewöhnlich arbeite und immmer sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Es funktioniert mit kleinen Lernschritten, die im Wesentlichen so aussehen:
1. ein oder zwei Saugerwechsel, damit sich das Baby an ein neues Mundgefühl gewöhnt (welche Saugermarke ist praktisch wurscht)
2. Flaschefüttern in Stillposition
3. Nutzen des Flaschensaugers als Brusthütchen
4. Wechsel auf ein richtiges Brusthütchen
5. Abgewöhnung des Brusthütchens.

Die Schritte 3. - 5. werden mit dem Brusternährungsset begleitet, einem Stillhilfsmittel, das das Zufüttern WÄHREND des Stillens erlaubt.
Es gibt keine zeitlichen Vorgaben, wie lange jeder dieser Lernschritte dauert - das können 2 Stunden oder 2 Wochen sein. Man richtet sich da komplett nach dem Tempo des Kindes. Die Lernschritte sind nicht festzementiert, manchmal wählt man einen leicht veränderten Ablauf; das hängt von der individuellen Sitation ab, d.h. vor allem mit der Frage, womit das Baby die größten Schwierigkeiten hat. Hier gibt es eine empfehlenswerte, kostengünstige Broschüre mit dem Titel "Umgewöhnung von der Flasche zur Brust", in der diese Schritte bebildert beschrieben werden.

Die zweite Baustelle ist der (Wieder-)Aufbau der Milchproduktion. Hier müsste man dann individuell schauen, welcher Weg dafür geeignet ist. Üblicherweise ist dies mehr oder weniger häufiges Pumpen plus medikamentöse Unterstützung der Milchbildung.
Hat das jetzt mit 5Monaten und dem vielen Per Nahrung zu füttern noch Sinn oder bin ich da zu egoistisch?
Diese Frage stellen sich praktisch alle Mütter mit Relaktationswunsch - sie zeugt davon, dass sich die Mütter sehr viele Gedanken machen und im Interesse ihres Kindes handeln wollen, das ist klasse. Die Antwort ist eindeutig: JA, es hat Sinn. Die Stilldauer des Menschen beträgt üblicherweise einige Jahre, nicht bloß einige Monate. ;-) Dein Stillkind ist daran gemessen also noch klein ;-) - falls Du relaktierst und Dein Baby den Weg zurück an die Brust findet, habt Ihr - falls Du das wünschst - noch eine LAAANGE Stillzeit vor Euch, von der Du und Dein Baby profitieren würdet.
Ich habe mir die Tipps durchgelesen und werde die Milch morgen nicht aus der Avent Flasche, sondern aus einem Trinklernbecher geben. Vielleicht klappt es ja, wenn sie nur noch bei mir saugen kann. Hab nur Angst, dass sie sich verschluckt, hat ja bisher noch nie ohne Nickel getrunken
Dies allein (also ab jetzt saugfrei zufüttern und den Rest auf sich zukommen lassen) wird aller Voraussicht nach nicht ausreichen. Ich habe schon zahlreiche Relaktationen begleiten dürfen; ich kenne keinen Fall, bei dem mit einem bereits 5 Monate alten Baby lediglich das Weglassen künstlicher Sauger als Maßnahme ausgereicht hätte. Als unterstützende Maßnahme ist eine verringerte Nutzung künstlicher Sauger sicherlich günstig, aber die Hauptmaßnahme besteht in dem systematischen Umgewöhnungsprogramm, das ich oben kurz beschrieb.

Davon abgesehen muss die Versorgung des Babys mit Milch ja JEDERZEIT sichergestellt sein. Deine Milchproduktion liegt derzeit schätzungsweise bei etwa 5 %. Das ist zu wenig, als dass sofort vollständig auf eine saugfreie Zufüttermethode umgestellt werden könnte.

Also: zwei Baustellen - Kind an die Brust gewöhnen UND Aufbau der Milchproduktion. Welche von beiden für Euch die größere Aufgabe werden wird, ist nicht vorherzusagen; das wird sich nach den ersten Schritten zeigen.

Ich hoffe diese ersten Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Beitrag von blueberry »

blueberry hat geschrieben:Vielleicht magst Du Dir nochmal gut die Infos zu "Stillfreunliche Zufüttermethoden" durchlesen. Auch wenn bei Dir nun noch Milch kommt (wir wissen hier jetzt aber noch nicht genau, wieviel Du je gestillt hast etc. - siehe unten letzter Link), wäre es vielleicht nützlich, wenn Du Dir die Infos zum Stichwort Relaktation aus der Linksammlung Stillwissen durchliest und Dir schonmal Gedanken machst ("Vorüberlegungen zu Relaktation" und "Voraussetzungen für Relaktation").
Ups, da fehlte der letzte Link. Das hätte für "Voraussetzungen für die Relaktation" dieser hier werden sollen:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 0#p1675056
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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