Ergänzend zu Christines Informationen:
Zuallererst wäre es gut, Dir ein bisschen Zeit zu nehmen um Dir zu überlegen was "Erfolg" bzw. "erfolgreiche
Relaktation" für Dich bedeutet. (Steht für Dich die Ernährung mit Muttermilch im Vordergrund? Oder geht es mehr um die Haut-an-Haut-Stillsituationen im Alltag? Ist Dir die "Unkompliziertheit" des Stillens wichtig? Oder hast Du derzeit zusätzliche Kraft und Zeit für "Kompliziertes" übrig? Unterstützt Dein Partner Deinen Relaktationswunsch? Wie viel Wert legst Du auf eine möglichst vollständige Milchproduktion? usw...)
Bei diesen Fragen gibt es kein richtig oder falsch; aber es ist sehr sinnvoll, dass Du Deine Antworten dazu findest, ehe Du loslegst. Eine mit
Relaktation erfahrene Stillberaterin (vorher fragen!

) kann Dir auch helfen, Dir diese Fragen zu beantworten.
Vorab in Sachen Milchproduktion: die Erfahrung zeigt, dass das Wiederankurbeln der Milchproduktion empfindlich davon abhängt, ob je gestillt wurde; und wenn ja, wie lange. Solltest Du für einige Tage oder sogar Wochen ausschließlich gestillt (oder pump-gestillt) haben - sprich: die Milchproduktion war schon einmal auf Vollstill-Niveau -, dann stehen die Chancen erheblich besser, dass wieder eine nennenswerte Laktation erreicht werden kann. Fand das Abstillen allerdings primär statt, d.h. noch vor oder direkt nach dem initialen Milcheinschuss im Frühwochenbett (vermutlich medikamentös), dann konnte sich die Brustdrüse nicht richtig entwickeln. Hier wäre eine hohe oder gar vollständige
Relaktation sehr unwahrscheinlich. Ich habe schon einige Frauen bei ihrer
Relaktation begleiten dürfen, aber eine
Relaktation auf Vollstill-Niveau nach primärem Abstillen habe ich noch erlebt. Allerdings hängt das eng vom Alter des Babys zu Beginn der
Relaktation ab. Wenn es schon mehrere Monate alt ist, ist das etwas ganz anderes als ein paar Tage oder wenige Wochen nach der Geburt.
Manche Frauen entscheiden sich auch noch spät nach primärem Abstillen für eine
Relaktation und erleben diese positiv, obwohl klar ist, dass keine hohe Milchproduktion erwartet werden kann und sie für die gesamte Stillzeit auf Stillhilfsmittel angewiesen sein werden.
Rückfragen immer gerne, LG,
Julia